Loading...
Warum Sie Ihren Urlaub nicht absagen sollten

Warum Sie Ihren Urlaub nicht absagen sollten

Denkanstöße für’s Verschieben statt Canceln

Text: Melanie Mezger

Ausgangssperren, Quarantäne und Einreisestopps – Das ist die traurige Realität, denn das neuartige Coronavirus zwingt die Politik zum Eindämmen seiner Verbreitung #flattenthecurve. Doch so korrekt und wichtig das auch sein mag, darf man auch einen Moment traurig sein, wenn der lang geplante Urlaub scheinbar ins Wasser fällt. Doch muss er das wirklich? Welche Konsequenzen haben die vielen abgesagten Reisen für Hotels, Restaurants, ja ganze Regionen? Hier sind drei Denkanstöße, die Sie berücksichtigen können, bevor Sie Ihren gebuchten Urlaub komplett stornieren. Vielleicht entscheiden Sie sich ja doch dazu, ihn stattdessen in die Zukunft zu verschieben und nachzuholen, wenn das ganze Chaos sich ein wenig stabilisiert hat.

1.

Viele Arbeitsplätze sind von Touristen abhängig

Ungefähr 10% der Arbeitsplätze weltweit sind in der Tourismusbranche angesiedelt. Egal ob in Thailand, Süditalien, Nordafrika oder Mexiko. Wegen der vielen Stornierungen brechen immense Einnahmen weg, denn Hotels müssen schließen und an den Flughäfen landen keine vollen Charter-Maschinen mehr. Doch nicht nur die Hotellerie selbst braucht uns Reisende für’s Überleben. Touristen sind die Haupt-Kundschaft für viele Restaurants, Straßenhändler, lokale Touristenführer, kleine Geschäfte und Strandbars. Denken Sie an die schwächsten Glieder am Ende dieser Wertschöpfungskette, in den ärmsten Regionen dieser Erde. Ganze Hotels stehen vor dem Bankrott und kämpfen ums Überleben. Flugbegleiter sind im unbezahlten Urlaub, bis auf weiteres. All diese Menschen sollten wir nicht einfach ihrem Schicksal überlassen, sondern zusammenhalten und sie unterstützen, wenn wir es können. #strongtogether

2.

Positives Mindset in Quarantäne und Selbstisolation

Wenn man wochen- oder sogar monatelang zu Hause bleiben muss, kann das schon einmal auf die Psyche schlagen. Selbst wenn wir gesund sind, ist es wichtig, uns positive Gedanken zu machen und das beste aus der Situation herauszuholen. Dabei kann es helfen, ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen – den Urlaub, wenn alles überstanden ist. Durch das Verschieben Ihres wohlverdienten Urlaubs haben Sie etwas, worauf Sie sich freuen können. Wir alle können momentan ein wenig Hoffnung gebrauchen und ein Urlaub im Kalender macht die Isolation etwas einfacher, oder nicht? Stellen Sie sich einen Countdown auf dem Smartphone ein, und die Tage sind gezählt, bis Sie Ihre Koffer packen können!

3.

Sich organisatorischen Stress ersparen

Wenn man sich für die Stornierung einer Reise entscheidet, ist das leider noch keine Garantie dafür, sein Geld zurück zu bekommen. Nicht jeder bucht eine Reiserücktrittsversicherung, vor allem bei Kurztrips. Je nachdem, was Ihr Vertrag mit dem Reiseanbieter vorgibt, kann es zu organisatorischen Problemen bei der Stornierung kommen. Möglicherweise will oder kann Ihnen niemand die volle Summe zurückerstatten. Es gibt natürlich Krisenfonds, doch vielleicht ist es für alle Beteiligten die problemlosere Lösung, einfach das Reisedatum zu verändern, anstatt monatelang für eine Rückerstattung zu kämpfen.

 

Picture credits: Unsplash (Heather M. Edwards; Portuguese Gravity; Chen Mizrach; Chastagner Thierry; Goh Rhy Yan)