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Großbritannien verschärft Corona-Einreiseregeln

Großbritannien verschärft Corona-Einreiseregeln

Regelbrechern droht Gefängnisstrafe

Text: Redaktion

Um die mutierte Version des Coronavirus einzudämmen, verschärft die britische Regierung ihre Einreiseregeln. Bei Missachtung der neuen Reisevorschriften kann sogar eine Haftstrafe verhängt werden.

Drei Coronatests notwendig

Nachdem in Großbritannien die Virusmutation von Covid-19 am stärksten vertreten ist und das Gesundheitssystem kurz vor dem Kollaps steht, hat der britische Gesundheitsminister Matt Hancock strengere Corona-Regeln für Reisende angeordnet. So müssen ab Montag, 15. Februar insgesamt drei Coronatests vorgelegt werden. Während der zehntägigen Quarantänepflicht, die direkt nach der Einreise folgt, muss ein negatives Ergebnis direkt bei der Ankunft, eines an Tag zwei und eines an Tag acht vorgewiesen werden. Vorab ist eine Anmeldung online für die PCR-Tests notwendig. Die Kosten für die Tests sind von den Reisenden selbst zu tragen. Ähnliche Maßnahmen sind auch für Wales, Nordirland und Schottland in Planung.

Hotelquarantäne-Pflicht für Einreisende

Auch alle bereits bestehenden Quarantäneregeln und Strafen wurden verschärft. Eine Einreise wird nach wie vor ausschließlich an Staatsangehörige und Personen mit Wohnsitz im Vereinten Königreich bewilligt. Neu ist, dass diese Einreisende ab Montag ihre Quarantänezeit im Hotel verbringen und auch selbst finanzieren müssen. „Die Menschen müssen in ihren Zimmern bleiben und dürfen sich natürlich nicht mit anderen Gästen treffen“, so Hancock gegenüber The Guardian. Für den verpflichtenden zehntägigen Quarantäneaufenthalt im Hotel darf man dann schon mit Kosten von umgerechnet rund 2.000 Euro rechnen. Dieser Aufenthalt muss ebenfalls im Voraus gebucht werden.

Bei Regelverstoß droht Gefängnisstrafe

Noch tiefer müssen Regelbrecher in die Tasche greifen, denn wer sich nicht an die vorgeschriebenen Einreisemaßnahmen hält, riskiert ein Bußgeld von bis zu 2.280 Euro. Wer eine Hotelquarantäne verweigert, muss mit bis zu knapp 11.400 Euro Strafe rechnen und wer bei der Einreise verschweigt, dass er in einem der von Großbritannien erklärten Risikogebieten war, geht mitunter für bis zu zehn Jahre ins Gefängnis.

Harter Lockdown bis März

Bereits Anfang des Jahres hat das Land Einreisen aus touristischen Gründen in und nach Großbritannien und Nordirland untersagt. Wie der britische Außenminister Dominic Raab mitteilte, wird sich der harte Lockdown noch den kompletten Februar durchziehen. Anfang März wird dann über etwaige Lockerungen nachgedacht. Diese werden allerdings schrittweise erfolgen.

 

 

Picture Credit: Ramapasha/Unsplash