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5 Fragen an Andreas Steibl

5 Fragen an Andreas Steibl

Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Paznaun-Ischgl im Interview

Text: Nina Kaltenböck

Viele richten diesen Winter ihren Blick auf Ischgl. Andreas Steibl, Geschäftsführer des Tourismusverbands Paznaun-Ischgl, hat die Marke in den vergangenen Jahren erfolgreich geschärft. Ischgl ist eine junge Destination, die stark gewachsen ist und diesen Winter im Gesundheitsmanagement über sich hinauswachsen wird. Der gebürtige Wiener spricht über unser wichtigstes Gut, Lernprozesse und umfassende Maßnahmen, um erholt und gesund durch den Winter zu kommen. 

Welche Gesundheitsmaßnahmen wurden getroffen, um ein sicheres und entspanntes Urlaubserlebnis zu bieten?

Natürlich ist uns bewusst, dass wir diesen Winter im Schaufenster der Welt stehen. Wir haben aus Erfahrungen des vergangenen Winters viel gelernt und ein Gesundheitsmanagement entwickelt, das weit über den behördlichen Auflagen liegt. Wir wollen jetzt einen Impuls setzen und zeigen, dass wir das, was wir erlebt haben, ernst nehmen und die Gesundheit unserer Gäste, der Mitarbeiter und der Einheimischen oberste Priorität hat. Deswegen haben wir uns gemeinsam mit Experten, den Behörden, der Silvrettaseilbahn AG und mit der Gemeinde sehr, sehr lange vorbereitet und jeden einzelnen Punkt bis ins kleinste Detail bearbeitet. 

Wie sehen die Säulen dieses Gesundheitsmanagements aus?

Einen wesentlichen Punkt im vielschichtigen Gesundheitsmanagement stellen umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen dar. Hier hat die Silvrettaseilbahn AG veranlasst, dass alle Seilbahnkabinen laufend mittels Kaltvernebelungsgeräten desinfiziert werden. Dieselbe Methode wird in den Skibussen sowie in Sportshops, Skidepots, WC-Anlagen, Aufzugskabinen und den Erste-Hilfe-Stationen täglich angewendet. Außerdem wird in puncto Sicherheit auf umfangreiche Mitarbeitertestungen gesetzt. Es werden alle Mitarbeiter der Silvrettaseilbahn AG vor der erstmaligen Aufnahme ihrer Tätigkeit auf Covid-19 getestet und in der Folge werden tägliche Fiebermessungen vorgenommen. Während der gesamten Wintersaison besteht eine laufende Testmöglichkeit vor Ort, um sowohl Gäste als auch Arbeitskollegen bestmöglich zu schützen.

Wie können mögliche Infektionsherde schnell erkannt und gestoppt werden?

Unseren Gästen empfehlen wir beim Check-in bereits einen negativen Covid-19Test vorzulegen beziehungsweise gibt  es auch die Möglichkeit, sich bei der Gäste-Screeningstation vor Ort täglich testen zu lassen. Eine weitere Maßnahme ist das Abwassermonitoring – eine Initiative des Landes Tirol, die in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck eingesetzt wird. Diese laufenden Abwassertests sollen mit hoher Genauigkeit die Früherkennung von potenziellen Infektionen ermöglichen. Zusätzlich empfehlen wir die Nutzung der Stopp-Corona-App, um sich selbst und seine Mitmenschen zu schützen.

Worauf sollen Urlaubsgäste in diesem Jahr besonders achten?

Für Wintersportler gilt es, bei Fahrten mit Sesselbahnen, Liften sowie in neuralgischen Bereichen in jedem Fall einen Mund- Nasen-Schutz zu tragen – hierfür stellt die Silvrettaseilbahn AG Multifunktionstücher beim Kauf eines Skipasses als kostenlose Zugabe zur Verfügung. Ebenso werden alle Bediensteten mit Kundenkontakt einen entsprechenden Schutz tragen. Bei den Anstehbereichen wird die Silvrettaseilbahn AG diese technisch so organisieren, dass eng zusammenstehende Personengruppen möglichst vermieden werden.

Wie begegnet man in den Bergrestaurants einer Vielzahl an Gästen, die um einen freien Tisch ringen?

Auch hier werden die behördlich angeordneten Mindestabstände der Tische  und Sitzmöglichkeiten eingehalten. Darüber hinaus wurden neue Abtrennungen in den Sitzbereichen angebracht und die Hygienemaßnahmen ausgebaut. Um ausreichend Sicherheitsabstand zu gewährleisten, werden – abhängig von der Auslastung – die Zutritte zu den Gastronomiebetrieben am Berg limitiert. Unser Ziel für diese Wintersaison ist es, mit den erarbeiteten Gesundheits- und Hygienemaßnahmen eine der sichersten Destinationen zu sein und unseren Gästen ein Urlaubserlebnis mit bestmöglichen Gesundheits- und Sicherheitsstandards  zu gewährleisten.

 

 

Picture Credit: Stefan Kuerzi