Long Weekend: Amalfiküste – Buongiorno, dolce vita!

Die Amalfiküste – eine wahre Perle Italiens.

© Shutterstock

Die Amalfiküste – eine wahre Perle Italiens. / © Shutterstock

Die Amalfiküste – eine wahre Perle Italiens.

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Freitag

Genussreicher Auftakt: Nach dem Lunch bei Sternekoch Danilo di Vuolo geht es ins romantisch-bunte Positano und abends in eine der besten Weinbars der Küste.

Ankommen in Neapel: Schon die Fahrt vom Flughafen am noch aktiven Vesuv vorbei Richtung Sorrent macht Spaß. Rechts das Meer und vor einem die Aussicht auf ein genussvolles Wochen­ende. Das startet in Vico Enquense mit einer herzlichen Begrüßung von Danilo di Vuolo, Chefkoch im Restaurant »Maxi« im Hotel Capo La Gala. Der 36-Jährige ist wieder mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden und kocht so formidabel, dass man rechtzeitig reservieren muss, um auf seiner schicken Terrasse noch einen Platz zu ergattern. Dort strahlen die weißen Verner-Panton-Stühle mit der Sonne um die Wette. Und das Mittelmeer klatscht im Takt in der von Felsen gerahmten Bucht. Ganz großes Genusskino!

Traumhafte Ausblicke von den Zimmern des Hotels Casa Angelina. Es ist eine der schicksten Adressen an der Amalfiküste. / Foto: beigestellt

Traumhafte Ausblicke von den Zimmern des Hotels Casa Angelina. Es ist eine der schicksten Adressen an der Amalfiküste.

Foto: beigestellt

Man könnte auch im Capo La Gala übernachten, in einem der frisch im blau-weißen Maritimdesign eingerichteten Zimmer des Boutiquehotels mit Swimmingpool. Aber es zieht uns weiter nach Praiano, in einen Ort weiter südlich hinter Positano – diesem Künstler-, Stars- und Sternchendorf, das sich romantisch-bunt den Steilhang hinunter zum Meer zieht. Ein Spaziergang durch die Gässchen mit einem Gläschen Limoncello in einer Bar – fabelhaft.

Vorher in Vico Enquense noch unbedingt im Laden La Tradizione vorbeischauen und mit Köstlichkeiten aus der Region wie Käse und Wein eindecken! Strahlend weiß empfängt das Casa Angelina in Praiano dann seine Gäste. Das moderne Haus hoch über dem Meer ist eines der schönsten Hotels an der Amalfiküste und berühmt für seine sensationellen Ausblicke aufs Meer, die vorgelagerten Inseln, Positano und die Felsen­küste. Mit einem Wein von lokalen Winzern und Köstlichkeiten aus der Küche in der Vivaro Wine Bar wird der Abend beendet.

Großes Genusskino! Die Terrasse des Capo la Gala. / Foto: beigestellt
Großes Genusskino! Die Terrasse des Capo la Gala.

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Samstag

Raus aufs Meer! Mit dem Schiff geht es nach Capri. Dort begeistern unter anderem die Piazza Umberto I., die Blaue Grotte und ein blauer Raum voller Desserts und Kuchen.

Nach dem Frühstück mit Blick aufs Meer geht es vom Hotel Casa Ange­lina viele Stufen den Berg hinab ans Wasser. Hier wartet schon das hoteleigene Schiff und bringt Sie an Positano vorbei, ­entlang der Amalfiküste direkt nach Capri. Schon in den Fünfziger- und Sechzigerjahren flog der Jetset auf die Felseninsel im Golf von Neapel.

Stars wie Liz Taylor, Greta Garbo und ­Marcello Mastroianni brachten Glanz auf das Eiland. Der Schah von Persien reiste mit seiner Soraya an, Jackie Kennedy mit Reeder Onassis. Und Brigitte Bardot soll hier erstmals Caprihose getragen haben.

Stylish: der Eingang des Hotels Capri Palace. / Foto: beigestellt
Stylish: der Eingang des Hotels Capri Palace.

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Auf der Terrasse des stylishen Hotels J. K. Place Capri wird zum weiten Blick auf den Hafen ein ­original Salat Caprese serviert. Eine Fahrt mit der Seilbahn hinauf bringt Sie in den Ort ­Capri. Die von Cafés gesäumte Piazza ­Umberto I., von der eine Treppe zur Kirche Santo Stefano führt, zählt zu den beliebtesten Plätzen der Insel. Dort unterm Sonnenschirm mit einem Glas Prosecco auf den Tag anzustoßen – herrlich!

Auf dem Rückweg zum Festland hält das Schiff am »Il Riccio«, einem Mix aus Beachclub und Restaurant neben der berühmten Blauen Grotte, vor der sich die Touristenboote stauen. Draußen sitzt man an blauen Holztischen, drinnen verführt ein blauer Raum voller Desserts und Kuchen. Auf halber Strecke zum Hotel Casa Angelina unbedingt einen Stopp im »La Conca del ­Sogno« einlegen. In der kleinen Bucht zwischen Capri und Positano schmiegt sich das Restaurant von Orlando, Anna, Antonella und Francesca über dem kleinen Sandstrand an den Felsen.

Alternativ-Tipp: ein Besuch im »Don Alfonso 1890« in Sant’Agata sui Due Golfi. Das Hotel-Restaurant mit zwei Michelin-Sternen befindet sich auf einem Berg zwischen Positano und Sorrent. Das Haus ist bekannt für eine hohe Qualität bei Fischgerichten und ist für viele eines der besten Ristorante der Region. Der Weinkeller ist mehr als reichhaltig.

Ein Must: die Blaue Grotte auf Capri. Auf kleinen Booten kann man sie erkunden. / © Brigitte Jurczyk
Ein Must: die Blaue Grotte auf Capri. Auf kleinen Booten kann man sie erkunden.

© Brigitte Jurczyk

Sonntag

Kunst pur in der Porzellanmanufaktur, in den Gärten der Villa Rufolo und auf den Tellern in den Hafenrestaurants.

Zum Frühstück wartet die Pasticceria Pansa mit einem guten Cappuccino und Mandelgebäck auf. Die 1830 gegründete Traditionskonditorei in der kleinen Stadt Amalfi sorgt für einen charmanten Start in den Tag. Von hier aus geht es zur Villa Rufolo in Ravello, deren Gärten im 19. Jahrhundert angelegt wurden: ein Meer von Blüten, Farben und Formen.

Ein guter Start in den Tag: mit einem Cappuccino und Mandelgebäck in der »Pasticceria Pansa«. / © Brigitte Jurczyk

© Brigitte Jurczyk

Noch ein paar kurvenreiche Küstenkilometer südwärts kommt man nach Viete sul Mare, ein Städtchen, das berühmt ist für seine Keramiken.

Eine der beeindruckendsten Manufakturen: Solimene Ceramica Artistica. Hier sind nicht nur die handgefertigten farbenfrohen Teller, Tassen, Schalen und Kunstobjekte einen Besuch wert, sondern auch die Werkstatt selbst. Die Fassade der Keramikmanufaktur erinnert an die Bauwerke des Künstlers Friedensreich Hundertwasser, das Innere an eine ­Kathedrale. Zurück in Praiano führt der Weg direkt in den Hafen zur »Trattoria da Aramandino«. Neben Fischern, die ihre Netze flicken, werden hier im stimmungsvollen Ambiente Köstlichkeiten aus dem Meer serviert. Bevor es am nächsten Morgen wieder zurück nach Hause geht, übernachten Sie im La Minervetta hoch über dem Golf von Neapel. Ein kleines farbenfrohes Designhotel mit vielen schönen Keramiken und einer Terrasse, die den Dolce-Vita-Spirit einfängt. Treppenstufen führen hinunter zum Hafen von Sorrent, wo man in kleinen Bars und Restaurants noch einmal Italien schmecken kann.

Ein Meer aus Blüten, Farben und Formen: die Gartenanlage der Villa Rufolo. / © Brigitte Jurczyk
Ein Meer aus Blüten, Farben und Formen: die Gartenanlage der Villa Rufolo.

© Brigitte Jurczyk

Anreise

Mit dem Flugzeug nach Neapel,
z. B. mit Air Berlin
www.airberlin.com,
oder Austrian Airlines
www.austrian.com.

Von dort aus weiter per Mietwagen,
z. B. mit Sunny Cars
www.sunnycars.de.

Eine komplette Romantiktour an der Amalfiküste kann auch über Siglinde Fischer – Charming Places gebucht werden:
Siglinde Fischer
www.siglinde-fischer.de.

Ein Blick in den »Weinkeller« des Capo la Gala. / Foto: beigestellt

Ein Blick in den »Weinkeller« des Capo la Gala.

Foto: beigestellt

Reisetipp

Think Puglia
Sie liegen in ausgebauten Trulli oder alten Masserien: Bei Think Puglia findet man wunderschön eingerichtete apulische Ferienvillen für zwei, für die ganze Familie oder eine ganze Freundesclique.
www.thethinkingtraveller.com

Aus Falstaff Magazin Nr. 02/2014

Die besten Adressen im Überblick

  • 1
    Villa Rufolo
    Die prächtige Gartenanlage der Villa Rufolo wurde im 19. Jahrhundert terrassenförmig angelegt. Traumhafte Ausblicke auf die Amalfiküste inklusive.
    Piazza Duomo, 84010 Ravello
    Telefon: +39 089 857621
  • 2
    Keramikmanufaktur Solimene
    Solimene Ceramica Artistica di Vietri ist nicht nur zum Stöbern nach Teller, Tassen, Vasen oder Kunstobjekten einen Besuch wert: Die Fassade der Keramikmanufaktur erinnert an die Bauwerke des Künstlers Hundertwasser, das Innere an eine Kathedrale.
    Via Madonna degli Angeli 7, 84019 Vietri sul Mare
    Telefon: +39 089 210243