Beschreibung der Region

Das kleine Land Serbien kann zumindest in manchen Weinbaugebieten auf Geschichte und Tradition seit mindestens dem dritten Jahrhundert verweisen. Im Mittelalter wurde der Weinbau, wie in vielen anderen europäischen Ländern, im besonderen Maß von Klöstern und Abteien betrieben und gefördert. Der Bürgerkrieg in Jugoslawien sowie der nachfolgende Zerfall des Landes setzten einer guten Entwicklung zunächst jedoch ein Ende. Nachdem sich die Lage nun seit einigen Jahren beruhigt hat, gewinnt der Weinbau wieder zunehmend an Interesse, auch aus den westlichen europäischen Ländern. Serbien verfügt über eine Fläche von ca. 60.000 Hektar, auf denen rund zwei Millionen Hektoliter Wein erzeugt werden. Auf neun Weinbaugebiete, einige davon unterteilt in verschiedene Subregionen, kommt das Land. Die meisten Regionen liegen entlang der Donau und nahe an den Grenzen zu Rumänien und Bulgarien. Vergleichbar mit den Weinbauregionen der Nachbarn, ist auch in den meisten Regionen Serbiens das Klima recht kontinental geprägt, mit kalten Wintern und warmen, manchmal auch heißen Sommern. Im Nordosten Serbiens fallen diese Differenzen größer aus, weiter südlich werden sie geringer. Als die wohl beste Region gilt Krusevac, hier stehen auch die ältesten Rebbestände des Landes. Serbien hat wie viele andere Ostblockstaaten einige autochthone Rebsorten im Bestand, wie etwa Smederevka, benannt nach der Stadt Smederevo. Auch der Prokupac ist eine einheimische Rotweinsorte, die oft mit Pinot Noir und Gamay verschnitten wird. Auf dem Vormarsch befinden sich internationale Rebsorten wie Chardonnay oder Cabernet Sauvignon.

FACTS

Bekannte Winzer
k.A.
Bekannte Weine
weiß: Smederevka (DM), Chardonnay (CH), Riesling (RR), Riesling Italico (WR), Sauvignon Blanc (SB), Krstac, Zilava, Gewürztraminer (TR) rot: Smederevka (DM), Pinot Noir (PN), Gamay (GA), Cabernet Sauvignon (CS), Vranac (VR), Kardika, Prokupac (PR)

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