Beschreibung der Region

Die Weinbaugeschichte Neuseelands reicht in etwa soweit zurück wie jene des benachbarten Australiens, nahm allerdings einen etwas anderen Verlauf. 1798 wurde die Insel von James Cook überhaupt erst entdeckt, 1819 legte aber ein Missionar bereits den ersten Weinberg auf der Nordinsel an. Nachdem sich Mitte des 19. Jahrhunderts die Weine von Gisborne und der Hawkes Bay bereits einer gewissen Beliebtheit erfreuten, setzten sich in Neuseeland zunehmend prohibitive Tendenzen durch, die den Weinbau bis weit in das 20. Jahrhundert hinein behinderten. Der erste richtige Aufschwung fand in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts statt, als australische Top-Weinunternehmen wie McWilliams oder Penfolds Niederlassungen in Neuseeland gründeten. Bis 1973 waren allerdings alle Versuche, Weinbau auch auf der Südinsel zu etablieren, zum Scheitern verurteilt - und eben auch an der Nordspitze der Südinsel, wo mit Marlborough heute das mit großem Abstand größte und erfolgreichste Anbaugebiet liegt. In den 70er-Jahren riet der Geisenheimer Professor Becker den Neuseeländern zur Anpflanzung des Müller-Thurgau, da das Klima des Inselstaates vergleichbar kühl wie in Deutschland sei. Das führte zu einer drastischen Überproduktion zu Beginn der 80er-Jahre und ließ den Weinbau Neuseelands beinahe kollabieren. Der große Aufstieg auf die Weltbühne begann 1987 mit einem Wein, der heute zu den großen Kultweißweinen der Welt zählt - dem Cloudy Bay, einem Sauvignon Blanc von bis dahin beinahe unverschämt opulenter Charakteristik. In der Folgezeit legte Neuseeland eine mit Australien vergleichbare unglaubliche Dynamik an den Tag. Von ca. 8.000 Hektar vor 30 Jahren auf heute ca. 35.000 Hektar stieg die Rebfläche an, beinahe zwei Drittel hiervon liegen in Marlborough. Und wiederum rund zwei Drittel der Gesamtfläche sind mit dem Aushängeschild des neuseeländischen Weinbaus bepflanzt, dem Sauvignon Blanc. Neben Marlborough haben sich aber in der Zwischenzeit einige andere Regionen profiliert, Hawkes Bay etwa, die zweitgrößte Region Neuseelands, mit Cabernet-Cuvées und Shiraz von den Schotterböden der "Gimblett Gravels", Gisborne mit bezahlbaren Sauvignon Blancs und Chardonnays oder die Insel Waiheke Island östlich von Auckland mit Ultra-Premiumweinen. Und dann wäre da noch die südlichste Weinbauregion der Welt, Central Otago, tief im Süden der Südinsel, die in ihrem kühlen kontinentalen Klima fulminante Pinots Noirs, Rieslinge und Pinot Gris entstehen lässt, die international keinen Vergleich mit hochklassigen Weinen zu scheuen brauchen.

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