Beschreibung der Region

Die Qualität des Weinbaus im südlichsten österreichischen Bundesland hat sich in den vergangenen Jahren erstaunlich gesteigert. Kärnten blickt auf eine tausendjährige Weinbaugeschichte zurück. Die unter Kaiser Joseph II. durchgeführte Säkularisierung von kirchlichen Einrichtungen leitete den Abschwung im Weinbau ein, außerdem fügte Ende des 19. Jahrhunderts das katastrophale Auftreten des Mehltaus den Kärntner Rieden enormen Schaden zu. In der Zwischenkriegszeit kam der Weinbau völlig zum Erliegen. Es dauerte bis zum Jahr 1972, dass man sich im Lavanttal wieder an die Geschichte des Weinbaus erinnerte. Damals entschloss sich Herbert Gartner, Klosterneuburg-Absolvent und langjähriger Mitarbeiter in der Landwirtschaftskammer Kärnten, in der Riede Oberer Weinzedl am St. Andräer Burgstall wieder Reben zu setzen. Der Dornröschenschlaf des Kärntner Weinbaus fand ein Ende. Der Weinbauverband Kärnten wurde im Jahr 2001 gegründet und baute mit dem Arbeitskreis »Wein aus Kärnten« eine offizielle Marketingplattform auf, die dazu dient, die Marke professionell zu bewerben und das Image des Kärntner Weins durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit und Qualitätssteigerung zu fördern. Seine rechtlichen Grundlagen wurden dem Kärntner Weinbau durch den Landtag mit dem Kärntner Weinbaugesetz vom November 2005 gegeben. Kärnten bekam aus der österreichischen regionalen Reserve ein Pflanzkontingent von 100 Hektar zugesprochen, 2013 wurde um weitere 100 Hektar aufgestockt. Jeder, der hier anpflanzen will, muss beim Land Kärnten um die Bewilligung der Neuanlage von Weingärten ansuchen. Kärnten ist heute ein gesetzlich anerkanntes Qualitätsweinbaugebiet und zählt zusammen mit Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg zur Weinbauregion Bergland. Im Jahr 2011 wurden erstmals wieder mehr als 100.000 Flaschen Wein erzeugt. Die Zentren des Weinbaus sind die Regionen Feldkirchen-Ossiacher See, Klagenfurt-Wörthersee, Lavanttal, St. Veit an der Glan, Sittersdorf und das Trixnertal. »Die Stadtwinzer« betreiben nun seit 2003 den Weingarten der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee. Die größte Dichte an Produzenten findet man heute im Lavanttal, wo neben den bereits Genannten die Familien Gritsch, Janko, Klade, Lippitz sowie das Stift St. Paul erwähnt werden müssen. In der Region Feldkirchen hat die Familie Lassing die Terrassen der Burg sehenswert rekultiviert; tolle Weine gibt es auch bei Gerhard Köck und Gerald Neumaier. Viel Aktivität gibt es im Raum St. Veit durch Hubert Vittori mit »Vinum Virunum« und Weinkultur Hochosterwitz, die Familie Salbrechter und Marcus Gruze mit seinem »Georgium« am Längsee. Im Trixnertal sind Felix Kucher und Johann Lamprecht aktiv, in Sittersdorf sind Rosa und Karl Hren zu nennen. Prominentester Neowinzer ist der Unternehmer Alfred Riedl, der rund um Burg Taggenbrunn seine Weingärten bereits auf rund 20 Hektar erweitert hat.

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Kärntner Wein im Kommen

Die Qualität des Weinbaus im süd­lichsten Bundesland hat sich in den vergangenen Jahren erstaunlich gesteigert. Jahr für Jahr entsteht eine wachsende...

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