Beschreibung der Region

Die Marken bilden die östlichste Weinbauregion Italiens und erstrecken sich südlich der Emilia-Romagna vom Apennin in die flacheren Küstengebiete der Adria. Das warme Mittelmeerklima und die Kalkböden aus Meeresablagerungen - ähnlich der Toskana - bilden für den Weinbau eigentlich gute Voraussetzungen. Die schlechte Anbindung an die Infrastruktur des aufblühenden Italiens im 20. Jahrhundert führte indes dazu, dass bis vor gut 20 Jahren auf Weinqualität kein allzu großer Wert gelegt wurde. Der eher schlicht strukturierte Wein wurde vor allem von Touristen getrunken. Insofern sind die Marken eine der letzten Regionen, die in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts zunehmend auf Qualitätsweinbau umrüsteten, das immerhin in einem Landstrich, in dem Cesare Mondavi geboren wurde und später aufbrach, um die wohl berühmteste Weinbaudynastie Amerikas zu begründen. Eine der Ursachen für die eher mäßige Qualität waren auch die sehr hohen Erträge, die das italienische Weingesetz hier zuließ. Mit dem Aufstieg der Toskana und dem damit verbundenen Preisanstieg für Chianti & Co allerdings interessierten sich zunehmend fachkundige Önologen für die Region, da in den Marken noch preiswerter Wein aus der toskanischen Nobel-Sorte Sangiovese erzeugt werden kann. Neben dem Sangiovese wird unter den Rotweinsorten auch der Montepulciano angebaut, beide Weine weisen heute eine erstaunlich hohe Qualität auf und werden auch über Italiens Landesgrenzen hinaus geschätzt. Die bekanntesten Herkunftsweine der Marken sind die Rotweine Rosso Conero DOC und Rosso Piceno DOC. Unter den Weißweinen der Region hat es vor allem der Verdicchio dei Castelli di Jesi zu großer Bekanntheit gebracht, der aus den Händen guter Erzeuger zu den charaktervollsten Weißweinen Italiens zählt.

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