Beschreibung

Vincent Chaperon, Dom Pérignon Kellermeister, erinnert sich an das Jahr der Weinlese für diesen Jahrgangschampagner: „Am Wochenende vom 4. September 2010 hatten wir bereits eine Vorahnung, dass wir möglicherweise einen Teil der Ernte opfern müssen, um die besten Parzellen zu retten und zu versuchen, einen Dom Pérignon Jahrgang zu kreieren, obwohl zu diesem Zeitpunkt in der Champagne noch niemand Bedenken hatte.“

Dom Pérignon stellte letzte Woche im intimen Kreis seinen neuen Jahrgangschampagner im Wiener Capsule Salon de Champagne vor: Dom Pérignon Vintage 2010. Die erste Hälfte des Jahres mit seinen niedrigen Temperaturen stand im starken Kontrast zum vergangenen Jahrzehnt. Der Sommer war heiß und es regnete nur selten, doch dann im August fiel an zwei Tagen so viel Regen wie sonst in zwei Monaten. Dank der Hitze und Feuchtigkeit reiften die Trauben üppig heran, doch bei der Ernte musste stark ausgelesen werden. Mit den niedrigsten Temperaturen seit 1996 stand die erste Hälfte des Jahres im starken Kontrast zum Rest des Jahrzehnts. Der eisige Winter und der kalte Frühling riefen die nördliche Lage der Champagne in Erinnerung. Der Sommer war warm, aber übertriebene Hitze blieb aus und da es nur wenig regnete, war es ein besonders trockenes Jahr. Mitte August änderte sich dann alles: innerhalb von zwei Tagen regnete es so viel wie sonst in zwei Monaten. Bei der Hitze und dem Regen reiften die Trauben schnell und ausgiebig heran, allerdings wurde der Pinot Noir zu Beginn der Ernte von Botrytis befallen. Wie schon 1995 hatten die Trauben ein stark ausgereiftes Gleichgewicht von Süße und Säure. Allerdings mussten Trauben aus einigen Parzellen aussortiert werden, um das Beste aus diesem kontrastreichen Jahrgang herauszuholen.

 

Wer nun aus den Witterungsbedingungen einen schlanken, kühlen und säurebetonten Wein erwartet, der wird bei Dom Pérignon eines besseren belehrt. Falstaff-Chefredakteur Peter Moser fand einen sehr stoffigen Jahrgangsvertreter vor: „Einmal mehr zeigt der Kellermeister seine ganze Kunst. 2010 ist ein eleganter, bereits gut entwickelter Champagner, der seine DNA  keinesfalls verleugnet. Vincent Chaperon hat in dieser Cuvée den Anteil der Sorte Chardonnay etwas höher angesetzt und das verleiht dem Dom Pérignon viel Komplexität, Frische und Länge. Nun kann man 2008 wirklich in Ruhe weiterreifen lassen und sich mit gutem Gewissen an 2010 erfreuen.

 

 

Von Falstaff bewertete Weine

Zeige Filter
Filter auswählen
1 Einträge