Beschreibung

Der Fernão Pires ist eine alteingesessene Rebsorte Portugals und eher im Norden als im Süden des Landes heimisch. Seinen Ursprung vermutete man lange Zeit im Tejo, moderne Forschungen legen aber den Schluss nahe, dass die Sorte als erstes wohl in Bairrada angepflanzt wurde. Schriftlich erwähnt wurde sie bereits im 18. Jahrhundert, doch liegt ihr Ursprung sicher noch länger zurück. Der Fernão Pires treibt früh aus und reift auch recht früh, bringt unter guten Voraussetzungen durch seine wuchskräftige Art hohe Erträge und sollte daher streng und kurz erzogen werden, wenn man auf Qualität setzt. Er ist sehr empfindlich gegen Wasserstress, was dazu führen kann, dass er seine Blätter abwirft und geschrumpfte Beeren entwickelt. Sehr wichtig ist auch die Bestimmung des richtigen Erntezeitpunkts, weil er ,wie der Gewürztraminer, dazu neigt, gegen Ende der Reife seine Säure sehr schnell abzubauen, was zu plumpen und breiten Weinen führen kann. Da er ansonsten leicht zu kultivieren ist, ist er im Norden und in der Mitte Portugals im Anbau sehr beliebt. Sein einziges Problem ist die mitunter fehlende Frische und die Anfälligkeit der Weine für eine rasche Oxidation. Die Weine des Fernão Pires sollten daher jung getrunken werden. Zugelassen ist die Sorte in vielen Regionen Portugals: in Bairrada, Douro, Tejo, Alentejo, Lisboa oder Peninsula de Setúbal. Recht weitverbreitet ist sie auch in Zentral- und Südspanien. Außerhalb der Iberischen Halbinsel gibt es geringfügige Anpflanzungen in Südafrika, Kalifornien und Australien.

FACTS

Terroir
Granit, Schiefer, Kalkgestein
Preis
6.5 bis 14.5 €
Andere Bezeichnungen
Camarate, Fernão Pires do Beco, Fernão Pires de Colares, Fernão Pires de Beco, Gaeiro, Gaieiro, Molinha, Fernam Pires, Fernan Piriz, Fernão Pirão, Molinho, Maria Gomes, Torrontes
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