»Wurstplatte«: Fleischerhandwerk auf Vinyl

Fünf Akte der »Wurst-Werdung« wurden auf die Platte gebracht.

© Falstaff / Topitschnig

Fünf Akte der »Wurst-Werdung« wurden auf die Platte gebracht.

© Falstaff / Topitschnig

»Sound of Music« heißt die kultig-klischeehafte Film-Hommage an Österreich. Zumindest ebenso kultig dürfte der »Sound of Wurst« sein, den die Fleischerei Buchberger im Zuge des Marken-Relaunchs gemeinsam mit dem Wiener Design-Studio Riebenbauer auf Vinyl gepresst hat. Die »Wurstplatte« – streng limitiert auf 300 Stück – will als Ode an das Fleischerhandwerk und die Kunst des Wurstens verstanden werden und spannt den dramaturgischen Bogen über fünf Akte: Leben, Tod, Fleischhacken, Wursten und Schmaus. Dafür aufgenommen wurden »Originalsounds« vom Hof bzw. aus der Fleischerei der Familie Buchberger, die im steirischen Pöllau beheimatet ist.

1946 vom Großvater gegründet hat Robert Buchberger den Betrieb als Fleischermeister 2002 übernommen. »Ich habe dabei aber nie unsere Wurzeln vergessen«, betont der passionierte Fleischer anlässlich der Platten-Präsentation in Wien, bei der auch live gwurstet wurde bzw. die Wurst von Spitzenkoch Andreas Krainer (Krainer, Langenwang) kulinarisch inszeniert wurde.

Franz Riebenbauer und Robert Buchberger
Franz Riebenbauer und Robert Buchberger

© Studio Riebenbauer

Zur Präsentation gab's Wurstsalat
Zur Präsentation gab's Wurstsalat

© Studio Riebenbauer

Handwerk mit Zukunft

Nach wie vor schlachtet die Fleischerei Buchberger selbst und hegt einen engen persönlichen Kontakt zu den Bauern der Region. Dabei steht der respektvolle Umgang mit den Tieren stets an oberster Stelle. »So können wir die Qualität im Fleischbereich selbst steuern und traditionelle Handwerkstechniken wie etwa das Warmbräten beim Wursten erhalten«, erklärt Robert Buchberger. In einer Zeit, in der zahlreiche Fleischereien schließen mussten, setzt die Familie Buchberger auf Expansion. Mit neun Filialen ist man in der Steiermark vertreten, die zehnte eröffnet demnächst in Fürstenfeld. »Wir wollen unsere Kunden direkt mit unserer Philosophie erreichen und unsere Werte vermitteln«, erzählt der junge Fleischermeister, der auch Spitzenköche wie Richaerd Rauch (»Steirawirt«) zu seinen Kunden zählt.

Ein Fleischer, ein Designer und ein Fotograf

Genau dieses Ziel verfolgt er mit dem eher unkonventionellen Projekt »Wurstplatte«. »Ich habe gespürt, dass wir im Markenauftritt und in der Kommunikation etwas machen müssen«, schildert Buchberger. Vor rund eineinhalb Jahren sei er mit seinem Freund Christoph Riebenbauer beim Frühstück zusammengesessen, der ihn wiederum mit Bruder Franz Riebenbauer – Eigentümer des Wiener Studio Riebenbauer – zusammenbrachte. So fanden der Fleischer und der Designer zusammen und mit dem Fotografen Ingo Pertramer (unter anderem bekannt aus der Serie »Ochs im Glas«) hatte man bald einen Dritten im Bunde. Gemeinsam lassen sie das traditionelle Fleischerhandwerk künstlerisch hochleben. »Es ist ein Experiment, eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Vorgang der Wurstherstellung«, erklärt Robert Buchberger.

»Das Besondere an einer kreativen Idee ist die Eigendynamik, die sie irgendwann entwickelt. Und dann wird sie mehr als die Summe ihrer Einzelteile«, philosophiert Franz Riebenbauer über das Projekt »Wurstplatte«, das mittlerweile mit zahlreichen Design-Preisen ausgezeichent wurde. Und dasselbe kann man eigentlich auch von der Wurst der Buchbergers behaupten, die dank der besten Rohstoffe und der traditionellen Produktionsweise auch irgendwie nach mehr schmeckt.

Die live gewursteten Bratwürste wurden auf einem ausgelösten Schulterblatt vom Schwein serviert.
Die live gewursteten Bratwürste wurden auf einem ausgelösten Schulterblatt vom Schwein serviert.

© Studio Riebenbauer

INFO

Die Wurstplatte online anhören: www.wurstinfuenfakten.com

Fleischerei Buchberger
Stammhaus: Mittelgasse 39, 8225 Pöllau
www.buchberger.co.at

Studio Riebenbauer
www.riebenbauer.net

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