#wirsindmehralsrelevant: Österreichs Gastronomie bezieht Stellung!

Profi hat die Stimmen der Branche eingeholt.

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»Prinzipiell sind wir dankbar, dass wir öffnen können. Dennoch sind die unterschiedlichen Timings nicht zufriedenstellend. Insbesondere Wien trifft es hart«, Thomas Dorfer über die Lockerungen des Lockdowns in Österreich. Die Initiative #wirsindmehralsrelevant setzt sich aus Unternehmern aus ganz Österreich zusammen und weist auf die essentielle wirtschaftliche Bedeutung der Gastronomie für 250 000 Mitarbeiter, für 200 000 zuliefernde Landwirte und für 400 000 regionale Handwerksbetriebe hin. Unter dem Hashtag #wirsindmehralsrelevant senden Köche, Hoteliers, Gemüse- und Weinbauern, Fleischhauer und Schnapsbrenner überzeugende und aufrüttelnde Botschaften in die Sozialen Medien. Nicht zuletzt diesen Satz: In unseren Tischen findet die Versöhnung, nicht die Spaltung der Gesellschaft statt!

»Wenn wir den Blick durch Europa schweifen lassen, wissen wir, dass wir die strengsten Maßnahmen haben. Durch die Lockdowns haben wir Mitarbeiter in die Schweiz und Südtirol verloren. Wir konnten und können diese nur mit viel Engagement halten.«
Thomas Dorfer, »Landhaus Bacher«

»Wir möchten noch einmal verdeutlichen, was der Gesellschaft fehlt, wenn wir geschlossen haben«, betont Dorfer und setzt fort: »Es stimmt uns traurig, dass wir in Restaurants und Hotels 100%ige Nachvollziehbarkeit nachweisen und dennoch Nachrang gegenüber dem Handel haben. Es dürfen nur kontrollierte Personen eintreten, es werden die Personalien erfasst und Kontrollen stören uns nicht. Wir handeln verantwortungsvoll.« Die Initiative #wirsindmehralsrelevant hat zum Ziel, für die Zukunft hervorzuheben, dass Hotellerie und Gastronomie nicht notwendig geschlossen werden müssen. Lockdowns sollten und können vermieden werden, wie Dorfer unterstreicht: »Wir geben unseren Mitarbeitern und unseren Gästen seit Beginn der Krise Sicherheit. Hygienemaßnahmen, Abstandsregelungen bis hin zu Registrierungen – wir sind gerne bereit, vorbildlich zu agieren. Unsere Stimmen müssen präsenter sein und dazu stellen wir uns jetzt breiter auf.«

Stimmen der Branche

»Österreichische Gastronomen sind mehr als 40 000 Arbeitgeber. In allen Bundesländern, in jedem Dorf, auf Bergen und in den entlegensten Tälern geben wir jenen Arbeit, die dort leben und bleiben wollen.«
Margit Strolz, »Schmelzhof« in Lech

»Wir Gastronomen und Hoteliers sind die Pflegekräfte der Gesellschaft.«
Philipp Rachinger, »Mühltalhof«

»Gasthäuser und Wirtshäuser sind nicht nur für die Verpflegung der Gäste verantwortlich, sondern sie sind auch wichtige Treffpunkte, um zu diskutieren, zu streiten und sich zu versöhnen. Das psychische Wohlergehen einer Region ist von Wirtshaustischen abhängig.«
Josef Floh, »Langenlebarn«

»Wir Gastronomen und Hoteliers kontrollieren und erfassen jede Person, die zu uns kommt. Mit diesen strengen Sicherheitsstandards muss eine gleichzeitige Öffnung möglich sein.«
Birgit und Heinz Reitbauer, »Steirereck«

»Wir Gastronomen und Hoteliers beschäftigen 250 000 Arbeitnehmer. Jeder fünfte Arbeitsplatz in Österreich ist direkt vom Tourismus abhängig.«
Florian Weitzer, Hotelier

»Wir alle gehören zum österreichischen Kulturgut, wir sind das Wohnzimmer der Nation!«
Sören Herzig, Restaurant »Herzig«

»Wir österreichische Gastronomen sind Vorreiter in vielerlei Hinsicht und zeigen nachkommenden Generationen Perspektiven auf.«
Paul Ivic, »Tian«


»Österreichs Tourismus ist – im Gegensatz zu vielen anderen Feriendestinationen – stark von der Wintersaison abhängig. Unsere Mitarbeiter brauchen dieses Einkommen, sonst verlieren wir sie langfristig.«
Thomas Steiner, Hotelier in Obertauern

»Leben und Leben lassen ... mit unserem Tun und Handeln beschäftigen wir nicht nur unsere Mitarbeiter, sondern indirekt viele andere Branchen wie z. B. Handwerker und Bauern. Zudem wird der Stellenwert der heimischen Unternehmen in diesem Kreislauf immer höher!«
Hannes Mülller, »Die Forelle« Weißensee

»Für unsere Lehrlinge ist es wichtig, dass wir unseren Ausbildungsvertrag wieder erfüllen dürfen. Wir brauchen den Nachwuchs dringend, der uns sonst abhanden kommt.«
Astrid und Andreas Krainer, »Krainer Hotel Restaurant Café«

Josef Floh und Paul Ivic.

Josef Floh und Paul Ivic.

© Helge Kirchberger / Adler und Wald

»Wir österreichische Gastronomen sorgen dafür, dass unsere Mitarbeiter auch in Grenzregionen ganzjährig einen sicheren Arbeitsplatz haben.«
Jürgen Csencsits, »Gasthaus Csencsits«

»Österreichische Gastronomen sind existentielle Partner von 200 000 österreichischen Landwirten. Diese Landwirte und alle ihre Mitarbeiter sind davon abhängig, dass die Gastronomen kochen und die Hoteliers arbeiten dürfen.«
Robert Brodnjak, »Krautwerk«

»Die Kultur eines Landes beginnt im Wirtshaus und am Bauernhof. Die Gastronomie hat nicht nur die Möglichkeit, bestes Essen und Trinken anzubieten, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag für die seelische Gesundheit und Ausgeglichenheit in einer Gesellschaft.«
Lukas Nagl, Executive Küchenchef »Traunseehotels«

»Es war nun Zeit, als Spitzengastronomie aufzustehen und seine Meinung kund zu tun. Auch wenn die Öffnungen nicht so schnell wie erhofft erfolgen, können wir zumindest unsere Betriebe wieder aufnehmen.«
Andreas Döllerer, Döllerers Genusswelten

»Wir haben in alle geforderten Sicherheitsmaßnahmen investiert und alles Mögliche getan, um jetzt auch arbeiten zu dürfen und vor allem offen zu bleiben!«
Maria und Carina Rahofer, Florian Gintenreiter »Gasthof Rahofer«

»Die Hotellerie und Gastronomie ist DAS Aushängeschild Österreichs und zugleich Motor der heimischen Wirtschaft. Es geht im Moment um nicht weniger als die Zukunft für uns, unsere Betriebe, unsere Mitarbeiter und unsere Kinder! Die Hotellerie war immer sicher und zu keiner Zeit Brennpunkt der virologischen Verbreitung.«
Christian Steiner, Hotel »Pichlmayrgut«

»Die Gastronomie ist sicher! Wir sind alle geimpft und werden regelmäßig getestet. Nur mit der Impfung kann man die Pandemie bekämpfen, nicht mit der Schließung der Wirtshäuser.«
Max Leodolter, »Lurgbauer«

»Es wird Zeit für mehr Optimismus! Wir sind wichtig für die Lebensfreude der Menschen und tragen zu deren seelischer Gesundheit bei.«
Veronika und Uwe Machreich, »Triad«

»Wird man uns mit lehnsherrenmäßiger Herangehensweise aufund zuschließen, verlieren wir nach und nach nicht nur Arbeitsplätze, internationale Werbung, Steuerabgaben und nachhaltige regionale Ent wicklung, sondern auch unsere Wurzeln und somit auch an Substanz und Stabilität. Lasst uns den tristen Alltag der Menschen wieder bunt ausmalen, wir alle haben das verdient.«
Klemens Schraml, »Rau – nature based cuisine«

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Falstaff Profi Magazin 06/2021
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