Wien: Stadtrat Hanke über Gastro-Förderung

Wiens Finanzstadtrat Peter Hanke

© PID / David Bohmann

Wiens Finanzstadtrat Peter Hanke

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Bürgermeister Michael Ludwig gab am 13. Mai zusammen mit Finanzstadtrat Peter Hanke bei einer Pressekonferenz bei »Bitzingers Augustingerkeller« bekannt, dass die Gastronomie mit einer umfassenden Gutscheinaktion gefördert wird. 912.000 Wiener Privathaushalte, sollen in den Genuss von Gutscheinen kommen: Ein-Person-Haushalte in der Höhe von 25 Euro, Mehr-Personen-Haushalte können sich über 50 Euro freuen.

Noch nicht ganz klar ist, ob auch Bars, Heurige oder Würstelstände von der Gutschein-Aktion profitieren können. Die Stadt Wien will in den nächsten Tagen präsentieren, wie das konkrete Prozedere aussehen soll. Stadtrat Peter Hanke sagt im Falstaff-Interview: »Wir werden versuchen, das digital aufzusetzen, dass der Weg ein kurzer ist, damit möglichst viele daran partizipieren können. Es wird einen Ausweis geben, um klar zu machen, wer hier mit dabei ist.« Weiter gedulden muss sich die Nachtgastronomie. Es gilt abzuwarten, wie der Bund die Öffnungszeiten und -regeln für Clubs und Discotheken gestaltet.

Die Gutschein-Aktion gilt selbstverständlich auch für Hotel-Restaurants, weitere Fördermaßnahmen für die Stadthotellerie sind aber noch nicht bekannt. Hanke verweist aber auf Angebote, die bereits bestehen, wie Haftungen oder Zinsübernahmen. »Wir müssen Branche für Branche gesondert beurteilen und überall die richtigen Maßnahmen setzen«.


Ausweitung von Schanigärten in Einzelfällen möglich

Wie Falstaff bereits berichtet hat, werden die Wiener Wirte heuer von der Schanigartengebühr befreit. Kolportierte Einschränkungen wischt Hanke beiseite und betont, dass die Stadt Wien im Jahr 2020 keine Schanigartengebühr einfordern wird. Auf den Hinweis, dass Städte wie Zürich einen anderen Weg gehen und wegen des erhöhten Platzbedarfs öffentlichen Raum für Schanigärten zur Verfügung stellen, reagiert Hanke überraschend offen: »Es wird Bewegung geben, dort wo es ohne Probleme für Anrainer möglich ist. Natürlich muss man immer auf das Miteinander achten. Wenn es da oder dort die Möglichkeit geben sollte eine Ausweitung vorzunehmen, werden wir hier nicht dagegen sein.«

»Wir wollen die Beisl-Kultur wieder hochleben lassen. Beisl-Kultur ist Lebensqualität.«
Stadtrat Peter Hanke

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