Feiern den Weltmilchtag (v.l.): Helmut Petschar (Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter), Milchkönigin Silvia, Andrä Rupprechter (Bundesminister für Land-, Forst-, Umwelt und Wasserwirtschaft), Dr. Michael Blass (Geschäftsführe
Feiern den Weltmilchtag (v.l.): Helmut Petschar (Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter), Milchkönigin Silvia, Andrä Rupprechter (Bundesminister für Land-, Forst-, Umwelt und Wasserwirtschaft), Dr. Michael Blass (Geschäftsführe

Am 1. Juni wird der Weltmilchtag gefeiert. Dies nahm die AMA Marketing zum Anlass, um auf das wertvolle Lebensmittel Milch aufmerksam zu machen. Ein österreichischer Haushalt gibt laut RollAMA-Haushaltspanel pro Monat im Schnitt 39 Euro für Milch und Milchprodukte aus. Das sind 28 Prozent der Ausgaben für Frischeprodukte (ohne Brot und Gebäck). Der Löwenanteil von 15 Euro entfällt dabei auf Käse, sieben Euro werden für Trinkmilch ausgegeben.

Besonders hoher Bioanteil bei Milch
Die meistverkauften Produkte im Milchregal sind ESL- und Frischmilch. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 293.476 Tonnen Milch im Wert von 303 Milionen Euro im heimischen Lebensmittelhandel eingekauft. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt sehr konstant bei rund 77 Kilogramm pro Jahr. Überdurchschnittlich hoch ist der Bioanteil im Regal bei Milchprodukten. Fast jedes fünfte Packerl Frischmilch stammt aus biologischer Landwirtschaft.

Österreicher lieben Joghurt, Butter und Käse
In der Liste der Top 10-Milchprodukte rangiert die große Vielfalt an Joghurts dicht hinter der Milch. Naturjoghurt liegt in der Gunst der heimischen Konsumenten ganz vorne und entwickelt sich seit Jahren konstant positiv. Der Bioanteil beträgt in dieser Produktgruppe 17 Prozent.

Ein wachsender Anteil von mehr als zwei Drittel in der Kategorie der gelben Fette entfällt auf Butter, 34 Prozent auf Margarine. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Butter steigt wieder leicht an und liegt bei rund 5,3 Kilogramm pro Jahr.

Österreich hat sich im kulinarischen Bereich mittlerweile als »Käsenation« etabliert, durchschnittlich werden rund 20 Kilogramm dieses Milchprodukts pro Jahr gegessen. Im vergangenen Jahr gingen 71.800 Tonnen Käse im Wert von 627 Milionen Euro über die österreichischen Ladentische. Sechs Prozent der Käsespezialitäten werden in Bioqualität gekauft. Das Beliebtheits-Ranking führt die Sorte Gouda vor Emmentaler und Käse auf Gervaisbasis an. Die Konsumenten lieben besonders auch ihre heimischen Klassiker wie Großlochkäse und Bergkäse. Käse ist auch ein Exportschlager. Generell leistet der Export einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung der heimischen Milchwirtschaft, wobei Deutschland hier der wichtigste Handelspartner bleibt. »Österreichische Produkte stehen weltweit für hohe Qualität, Natürlichkeit, Authentizität und feinen Geschmack. Diese Einzigartigkeit müssen wir nun nach dem Auslaufen der Milchquote noch stärker betonen«, erklärt Michael Blass, Geschäftsführer der AMA Marketing.

Ein Drittel zu Hause, ein Drittel Gastro, ein Drittel Export
Der Absatzmarkt für heimische Milchprodukte teilt sich in drei etwa gleich große Teile: Ein Drittel verspeisen Herr und Frau Österreicher zu Hause, ein Drittel wird in der Gastronomie verwendet, ein Drittel exportiert. Die Gastronomie gewinnt zunehmend an Bedeutung, beispielsweise stieg hier die Absatzentwicklung bei Trinkmilch im vergangenen Jahr um rund ein Prozent. Auch Butter und Käse entwickeln sich seit Jahren sowohl wert- als auch mengenmäßig hervorragend im Gastrobereich.

www.ama-marketing.at

 

(Redaktion)

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