Wasser-Spiele im Alpe-Adria-Raum

Ob Wassersportler oder Ruhesuchende – am Wörthersee, dem größten See Kärntens, werden alle fündig.

© Kärnten Werbung | tinefoto.com | Martin Steinthaler

Ob Wassersportler oder Ruhesuchende – am Wörthersee, dem größten See Kärntens, werden alle fündig.

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Wasser ist Abenteuer, verspricht Abkühlung und Entspannung, strahlt Ruhe aus, steht aber auch für Bewegung. Wasser ist facettenreich, mal liegt es ruhig und gediegen da und erstreckt sich als See, ein anderes Mal zeigt es sich von seiner ungezähmten Seite als tosender Wasserfall oder Fluss. Wie vielfältig Wasser sein kann, zeigt sich bei einer Reise durch die Alpe-Adria-Region. Denn zwischen den klaren Bergseen, den ungestümen Strömen, den gemächlich dahinplätschernden Bächen und dem weiten Adriatischen Meer wartet jede Menge Abwechslung.

Seen-Sucht

Beginnen wir unsere Reise in Kärnten – was wäre das südlichste Bundesland ohne seine Seen? Allen voran der wohl berühmteste unter ihnen: der Wörthersee. An seinen Ufern finden Sportbegeisterte ebenso wie Genießer perfekte Verhältnisse. Vom Aussichtsturm am Pyramidenkogel aus lässt man beeindruckte Blicke über das türkisblaue Wasser schweifen.

Südlich von Villach liegt der Faaker See – manche fühlen sich hier fast in die Karibik versetzt. Dazu passt auch das einzige Inselhotel Österreichs, das im See liegt. Ein Highlight des bunten Aktivprogramms ist eine Paddel-Tour durch den Schilfgürtel.

Weiter geht es an den Millstätter See, der mit dem Badehaus in Millstatt eine Oase des Wohlfühlens bietet. Besonders stimmungsvoll ist die Vollmondsauna, wenn sich das helle Mondlicht fast mystisch im See spiegelt.

Am Ossiacher See werden Naturbeobachter ebenso fündig wie Architekturbegeisterte. An der Ostseite des Sees wandert man über den Slow Trail durch das artenreiche Bleistätter Moor, während man am Nordufer mit Günther Domenigs Steinhaus eines der wohl bedeutendsten Bauwerke der Kärntner Gegenwartsarchitektur findet.

Auch das Kärntner Unterland wartet mit etlichen Se(e)hnsuchtsorten am Wasser auf. Einer davon ist der Klopeiner See, den man getrost als Badewanne bezeichnen kann, ist er doch mit seinen bis zu 28 Grad der wärmste See Europas.

Kärnten hat zwar keinen Zugang zur Adria, doch kann man hier das Meer sehen: Das in einem steinzeitlichen Toteisloch entstandene »Meerauge« im Bodental zieht Besucher durch seine stechend türkisblaue Färbung in den Bann.

Seine wilde Wasserseite zeigt Kärnten etwa in der Tscheppaschlucht an der Grenze zu Slowenien. Das Wasser schnitt sich hier als Urgewalt in die Felsen und die beeindruckenden Kluften können über Wege, Brücken, Leitern und Steige erkundet werden.

Plätscherndes Panoptikum

Wir überqueren die Grenze und gönnen uns eine kurze Pause am Jasna-See nahe Kranjska Gora. Im türkisblauen Wasser der zwei miteinander verbundenen künstlich angelegten Seen spiegelt sich das atemberaubende Bergpanorama, bewacht von der Bronzestatue des sagenumwobenen Steinbocks Zlatorog mit seinen goldenen Hörnern.  Das Ufer lädt zum Verweilen, die Umgebung zum Wandern ein.

In den Julischen Alpen im Nationalpark Triglav befindet sich der bis zu 45 Meter tiefe Bohinj-See. Der größte natürliche See wird aus der Savica gespeist, die eine ihrer Quellen in einem spektakulären Wasserfall hat. Eine Wanderung dorthin ist eine unbedingte Empfehlung. Wer es gemütlicher mag, der unternimmt eine geführte Bootstour.

Die kleinste Stadt Sloweniens findet man nicht am, sondern im Wasser. Das historische Zentrum von Kostanjevica liegt auf einer künstlichen Insel im Fluss Krka, weshalb die Stadt auch »Venedig der Region Dolenjska« genannt wird. Neben Erkundungstouren auf dem Wasser – per Boot oder Stand-up-Paddle-Board – sollte man einen Abstecher ins Kloster machen, wo sich eine der wichtigsten Sammlungen slowenischer Gegenwartskunst befindet.

Den Trendsport Stand-up-Paddling kann man übrigens auch auf der Ljubljanica im Zentrum von Sloweniens Hauptstadt Ljubljana machen. Bei geführten Touren eröffnen sich neue Perspektiven auf die Stadt.

Es zieht uns weiter an die Adriaküste, in den malerischen Ort Piran. Wir spazieren durch die mittelalterlichen Gassen und steigen hinauf zur Kirche, wo wir den Sonnenuntergang genießen.
Weiter geht es, vorbei an den bis zu 80 Meter hohen Klippen von Strunjan nach Izola, wo wir den historischen Zugang zum Meer finden. Im Archäologischen Park in der Bucht Simonov zaliv finden sich Überreste eines Hafens aus der Römerzeit, und im Museum Izolana wird die Fischereitradition der Stadt nachgezeichnet.

Unser letzter Stopp in Slowenien ist Koper. Der charmante Küstenort ist auch bekannt als Stadt der tausend Sonnen, die die mittelalterlichen venezianischen Paläste schmücken.

Das malerische Fischerdorf Marano Lagunare gilt als Geheimtipp und ist Ausgangspunkt für Erkundungstouren in die Lagune von Lignano.
Das malerische Fischerdorf Marano Lagunare gilt als Geheimtipp und ist Ausgangspunkt für Erkundungstouren in die Lagune von Lignano.

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Lagunen-Liebe

Das Finale unserer Dreiländer-Tour im Zeichen des Wassers starten wir gleich hinter der slowenisch-italienischen Grenze in Triest. Ein schneller Espresso auf der Piazza dell’Unità d’Italia, und weiter geht’s hinaus zum Schloss Miramare. Die auf einem Felsvorsprung direkt am Meer errichtete Residenz der Habsburger fasziniert mit ihrer Architektur, ihrer Geschichte und ihren ausgedehnten Gartenanlagen.
Auf der Insel Cona schwingen wir uns aufs Fahrrad und erkunden das Naturschutzgebiet an der Isonzo-Mündung. Das Reservat bietet Artenreichtum in Flora und Fauna und ist als einer der besten Hotspots zur Vogelbeobachtung bekannt.

Ein weiteres Paradies finden Naturliebhaber an der Mündung des Flusses Stella. Das Schutzgebiet kann nur über den Wasserweg besucht werden, neben der Tier- und Pflanzenwelt sieht man hier auch noch alte Casoni, traditionelle, mit Schilf gedeckte Fischerhäuschen. Diese findet man in der gesamten
Lagune von Marano, die sich zwischen Lignano Sabbiadoro und der Lagune von Grado erstreckt und südlich von größeren und kleineren Inseln flankiert wird. Die Lagune erkundet man am besten per Boot, Touren werden von Lignano, Grado bzw. von Marano Lagunare aus angeboten. Letzteres hat nach wie vor Geheimtippstatus und begeistert durch seine engen Gassen und sein venezianisches Flair. Ein architektonisches Zeugnis für den historischen Einfluss Venedigs auf den pittoresken Fischerort legt der Tausendjährige Turm ab.

Um unsere Rundreise abzuschließen, geht es noch einmal zurück Richtung Alpen. Wir machen Abstecher an einige der wohl schönsten Bergseen. Der Lago di Barcis im Valcellinatal schimmert in einem unverwechselbaren Grün, die Friulanischen Dolomiten spiegeln sich an der Wasseroberfläche. Die Laghi di Fusine nahe Tarvis bieten ebenso eine faszinierende Naturkulisse und laden Besucher zum Wandern ein. Apropos Weg: Wasser ist letztlich auch eine Metapher für den Weg. Und in diesem Sinne ist der Weg das Ziel.

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