Was wurde aus No-Shows, »Adults only« und Co?

Welche Do's und Don'ts sind in der Branche noch üblich?

© Tomas Sobek

Welche Do's und Don'ts sind in der Branche noch üblich?

© Tomas Sobek

  1. No-shows verrechnen
    Martin Mayerhofer, Gastro-Experte der Tourismusberater »Kohl & Partner«: »Gute gebuchte Lokale können es sich nicht leisten, Tische reserviert zu halten. Es ist legitim, hier etwas zu verlangen.«

  2. Stiellose Gläser
    Ja, das war mal ein Tabu – ist aber heute kein Thema mehr. Gerade in Sachen Tischkultur ist so ziemlich alles erlaubt, so lange es zum Konzept passt.

  3. Ist Reden Gold?
    Sollen Wirte alles für sich behalten oder sich selbst und vielleicht auch dem Gast ein bisschen PR verschaffen? Ein heikles Thema. Die Schweiger-Fraktion ist aber nach wie vor tonangebend. Gut so!

  4. »Adults only«-Hotels
    Was war das für ein Skandal, was war das für ein Geschrei. Als die ersten »Adults only«-Hotels eröffneten, war das Wort »kinderfeindlich« schnell bei der Hand. Wir finden: Jedem sein eigenes Konzept!

  5. 1 Euro für das Glas Leitungswasser
    Beispiel Wien: hier fließt steirisches Hochquellwasser aus den Leitungen, besser als jedes stille Wasser von der Karte. Einige Wirte verrechnen mittlerweile 1 Euro für das Glas, selbst wenn man noch weitere Getränke konsumiert. Ist das legitim? Ja, aber es muss einem klar sein: die Gäste finden es nicht sonderlich sympathisch.

  6. Für jeden gilt immer der selbe Preis?
    Au contraire, hier gibt es bereits zig Beispiele, dass diese Zeiten passé sind. Etwa eine Kaffeebar, in der es den Kaffee günstiger gibt, wenn man freundlich bestellt, oder ...

  7. Nein, am Wochenende kostet's jetzt mehr
    Dazu Mayerhofer: »Ein noch nicht vollzogener Tabubruch: höhere Preise an Wochenenden. Dieser Trend der variablen Preise dehnt sich schrittweise im Tourismus aus und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch in der Gastronomie so ist.« Eine Bar in den Niederlanden arbeitet etwa schon mit Preisen, die je nach Wochentag mal höher, mal niedriger sind, ebenso das Berliner »Nobelhart & Schmutzig«. Mutig!

  8. Turnschuhe im Restaurant
    Sneakers sind heute oft um ein Hauseck teurer, als so mancher Schnürschuh – das wissen auch die Gastronomen.

  9. In den Toiletten ’rumkritzeln
    Wie, das darf man? Naja, zumindest bei Wiens Szenegastronom Martin Ho, der alles prinzipiell ein bisschen anders macht. Für ihn sind die Toiletten Visitenkarten innovativer Konzepte und Schauplatz von Kunst. Zugegeben, ein sehr spezielles Beispiel.

  10. Wissen, was geht
    Berater Mayerhofer ist überzeugt, dass Gastronomen immer häufiger Mindestkonsumationen für ihre Tische ausrufen werden. »Nicht nur für exklusiv gebuchte Räumlichkeiten«, so der Experte. Und was wird dann aus dem heißgeliebten »Wir zahlen bitte getrennt«?

Artikel aus Falstaff Karriere 05/2018.

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