Was Sie über das Wiener Wasser wissen müssen

Das Wiener Wasser hat einen hohen Sauerstoffgehalt, viel Sulfat, Magnesium und Calcium sorgen für frischen Geschmack.

© Wiener Wasser/Novotny

Das Wiener Wasser hat einen hohen Sauerstoffgehalt, viel Sulfat, Magnesium und Calcium sorgen für frischen Geschmack.

Das Wiener Wasser hat einen hohen Sauerstoffgehalt, viel Sulfat, Magnesium und Calcium sorgen für frischen Geschmack.

© Wiener Wasser/Novotny

http://www.falstaff.at/nd/was-sie-ueber-das-wiener-wasser-wissen-muessen/ Was Sie über das Wiener Wasser wissen müssen Der Ursprung des großartigen Wiener Leitungswassers sind reinste Quellen in den steirisch-niederösterreichischen Alpen. Sogar Sommeliers schwärmen von der Qualität dieses Wassers. http://www.falstaff.at/fileadmin/_processed_/1/3/csm_01-Wiener-Wasser-c-Wiener-Wasser-Novotny-2640_809294a5ab.jpg

Es ist ein beeindruckendes Naturschauspiel, das jedes Jahr zur Schneeschmelze beobachtet werden kann: 14 Kilometer von den steirischen Wildalpen entfernt, am Weg in Richtung Mariazell, sprudelt die Kläfferquelle mitten im Wald unter den Steinen hervor und überzieht den Berg mit reinstem alpinen Hochquellwasser. Hier liegt aber nur einer der Ursprungsorte des Wiener Wassers, dem vielleicht besten Leitungswasser der Welt. Versorgt wird die Stadt nämlich gleich durch zwei Hochquellenleitungen aus den Gebieten Schneeberg, Rax, Schneealpe und Hochschwab.

36 Stunden

Bis zu 36 Stunden braucht das Gebirgswasser aus den steirisch-niederösterreichischen Alpen auf seiner Reise nach Wien. Dort sprudelt es in reinster Qualität aus sämtlichen Wasserleitungen sowie aus rund tausend Trinkwasserbrunnen.

Weich und erfrischend

»Ich kenne kein besseres Wasser«, sagt André Drechsel. Der Restaurantleiter und Sommelier im vegetarischen Wiener Gourmetrestaurant »Tian« verfügt über einen feinen Gaumen. Das Wiener Wasser bietet er – wie auch viele seiner Kollegen – den Gästen ganz bewusst an und zieht es sogar dem stillen Mineralwasser vor. »Für mich zeichnet es sich durch seinen weichen und stets erfrischenden Geschmack aus«, so Drechsel. Ein Eindruck, der sich auch in den Wasserwerten widerspiegelt. Das Hochquellenwasser ist durch seinen geringen Gehalt an Calciumhydrogencarbonat geprägt und daher nur von geringer bis mäßiger Härte. Durch den hohen Sauerstoffgehalt und seine kühle Temperatur zeigt das Wiener Leitungswasser stets seinen typisch erfrischenden Charakter. Und das seit bald 150 Jahren.

Die Kläfferquelle im steirischen Salzatal zählt zu den größten Trinkwasserquellen in Europa. Sie liefert täglich bis zu 217 Millionen Liter reinstes Hochquellwasser nach Wien.

Die Kläfferquelle im steirischen Salzatal zählt zu den größten Trinkwasserquellen in Europa. Sie liefert täglich bis zu 217 Millionen Liter reinstes Hochquellwasser nach Wien.

© Wiener Wasser/Zinner

400.000 Kubikmeter pro Tag

Denn bereits im Jahr 1873 wurde die erste Wiener Hochquellenwasserleitung fertiggestellt und anlässlich der Weltausstellung als größte Wasserleitung Europas von Kaiser Franz Joseph eröffnet. Schon 1888 waren somit gut 90 Prozent der Wohnhäuser des damaligen Wien an das Netz mit Wasser aus dem niederösterreichischen Rax-Schneeberg-Gebiet angeschlossen und in den Häusern wurden in jeder Etage Wasserhähne und Emaillebecken angebracht. Schnell stieß man durch die rasante Stadtentwicklung aber an die Grenzen der Kapazität, und so durfte der Kaiser im Jahr 1910 die zweite Hochquellenleitung eröffnen. Insgesamt wird die Stadt heute täglich mit mehr als 400.000 Kubikmeter frischem Quellwasser versorgt, die durch die bis zu 200 Kilometer langen Steinstollen fließen.

Großes Investment in Wasserqualität

Damit die Wasserqualität auch weiterhin so hoch und beständig bleibt, wurde das Quellgebiet in den Voralpen bereits im Jahr 1965 in einem Ausmaß von 675 Quadratkilometern zum Wasserschutzgebiet erklärt – das ist größer als die Fläche Wiens. Zudem arbeiten die Wiener Wasserwerke eng mit der Forstverwaltung der Stadt zusammen, um zielgerichtete Aufforstungen zur vermehrten Bildung von Humus zu betreiben. Dieser kann das Wasser speichern und reinigen. Laufend wird auch das 3000 Kilometer lange Rohrnetz der Stadt selbst erneuert, erst jüngst wurden dafür 20 Millionen Euro investiert.

Magnesium und Calcium

Auch im Wiener »Weinbistro MAST« ist man stolz auf die hohe Qualität des Wassers aus der Leitung. »Es eignet sich perfekt als Begleiter zu besten Weinen oder auch ganz simpel als Durstlöscher«, sagen die beiden Sommeliers und Inhaber Steve Breitzke und Matthias Pitra. Mit 52 Milligramm pro Liter sorgt das im Wiener Wasser gelöste Calcium für den erfrischenden Part, ebenso wie die 13 Milligramm Magnesium pro Liter, oder Sulfat, das mit 17 Milligramm pro Liter enthalten ist. Alles Werte, die in den einzelnen Kategorien durchaus mit Mineralwasser mithalten können.

Unter Denkmalschutz: Der Wasserspeicher Rosenhügel in Hietzing bildet das Endstück der ersten Hochquellwasserleitung.

Unter Denkmalschutz: Der Wasserspeicher Rosenhügel in Hietzing bildet das Endstück der ersten Hochquellwasserleitung.

© Wiener Wasser/Novotny

Wasserkraft

So ganz nebenher sorgt das Wiener Wasser auf seinem Weg von dem Naturjuwel der steirisch-niederösterreichischen Alpen in die Metropole übrigens auch für eine effiziente Energiegewinnung: Da das Wasser entlang der beiden Hochquellenleitungen im freien Gefälle fließt, sind keine Pumpen notwendig. Wasserleitungskraftwerke entlang des Weges sorgen so für 65 Millionen Kilowattstunden Energie – was dem Strombedarf einer Kleinstadt entspricht. Genial!

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