Viele Chili-Sorten sind neu hinzugekommen / Foto: shutterstock
Viele Chili-Sorten sind neu hinzugekommen / Foto: shutterstock

Was macht Chili so scharf?
Der Inhaltsstoff Capsaicin wirkt auf die Haut und die Schleimhäute ein, die Rezeptoren senden dem Gehirn Schmerzsignale. Es kommt zu einem Schweißausbruch und einer Adrenalin-Ausschüttung, so als wäre die entsprechende Stelle verbrannt. Tatsächlich ist es natürlich nicht so. Das ist auch der Grund, warum Chilis nach dem Verlassen des Rachens nicht mehr brennen: Die Rezeptoren im Inneren des Körpers reagieren nicht.

Kann man das Essen von Chilis »üben«?
Ja, denn je öfter man die Rezeptoren reizt, desto mehr werden sie desensibilisiert.

Was tun, wenn’s einmal zu scharf war?
Eiswürfel lutschen! Mythen wie Brot essen oder Milch trinken stimmen hingegen nicht.

Wie kann man Chilis konservieren?
Durch Einfrieren (Samenkörner vorher entfernen!) oder durch Einlegen in Essig.

Wie entschärft man Chilis?
Das Gehäuse inklusive der Samenkörner heraustrennen.

Kann man Chilis zu Hause züchten?
Manche Sorten eignen sich dazu, weil sie auch in kleinen Töpfen gut gedeihen und lediglich einen warmen Ort brauchen.

Wann sind Chilis reif?
Wenn sie ihre endgültige Farbe (rot, orange, violett, braun) erreicht haben. Lediglich bei einer einzigen Sorte bleiben die Schoten auch im reifen Zustand grün: Permagreen.

Wieso bekommen die Schoten dunkle Flecken? Ist die Pflanze krank?
Nein, die Flecken sind bei manchen Gattungen ein Zeichen dafür, dass die Schoten bald rot werden.

Text von Marlene Auer