VieVinum 2016: »alles ziemlich aufregend«

© Eva Kelety

VieVinum-Organisatorin Mag. Alexandra Graski-Hoffmann

© Eva Kelety

FALSTAFF: Dieses Jahr feiert die VieVinum ihr zehntes Jubiläum. Wie kam es dazu, dass Sie die größte und wichtigste Weinmesse Österreichs organisieren?
Mag. Alexandra Graski-Hoffmann: Mein Vater, KR Gerd Hoffmann, und ich haben die VieVinum 1998 gemeinsam mit der Österreich Wein Marketing (ÖWM) ins Leben gerufen. Unsere Familie hat sich seit jeher mit Messemanagement beschäftigt. 

Welche Idee steckte dahinter?
Nun, es gab zu dem Zeitpunkt keine Weinmesse, mit der sich das Weinland Österreich international präsentieren konnte. Keine Plattform, die den guten Weinen der heimischen Winzer entsprochen hätte. Mit der VieVinum haben wir diese Lücke geschlossen. 

Wie hat sich die VieVinum gegenüber den Anfängen verändert?
Wie viel Zeit haben Sie …? 

Nun, beginnen wir mit den Änderungen, die Besucher ­betreffend. 
Um erfolgreich zu sein, mussten die Winzer in den 1990er-Jahren heraus­ragende Weine keltern. Heute ist das nicht mehr genug. Das Weinpublikum möchte ­wissen, welche Philosophie einem Wein zugrunde liegt, wie die Winzerin oder der Winzer denkt. Von welchem Boden der Wein kommt und wie genau er vinifiziert wurde. Das können die Besucher der VieVinum in vielfältiger Weise erfahren und erleben, womit wir auch gleich beim Stichwort sind: Wein will heute erlebt werden. Für viele findet dieses Erlebnis in der digitalen Welt statt. Das machen wir den Besuchern ebenfalls so einfach wie möglich. 

Das klingt nach einer radikalen Veränderung.
Es ist aus heutiger Sicht kaum mehr vorstellbar, aber bei der ersten VieVinum steckte die Online-Kommunikation noch in den Kinderschuhen. Heute registrieren sich die Besucher selbstverständlich online beziehungsweise kaufen so ihre Eintrittskarten. Kostenloses WLAN wird ebenfalls vorausgesetzt. Außerdem haben die Besucher die Möglichkeit, via QR-Code ihre Weinbeschreibungen digital vorzunehmen und auch zu verwalten. Das war 1998 noch überhaupt kein Thema.

Wie gehen Sie denn sonst noch auf die Interessen der Besucher ein?
Zum Beispiel mit dem Rahmenprogramm, bei dem Winzergruppen und Fachverlage zu brandaktuellen Themen Verkostungen anbieten. Auch das Gastland ist hier zu nennen. Wir hatten bisher Südtirol, Kroatien und Frankreich zu Gast, dieses Jahr dürfen wir mit dem Verein Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) eine Gastwinzergruppe begrüßen. Ebenso bietet Falstaff in seiner Lounge wieder ein hochkarätiges Programm. Wein & Co widmet sich den trendigen Natural Wines. Außerdem haben Portugal, Frankreich und Südtirol wieder größere Delegationen angemeldet. Soweit ein kleiner Auszug.

Wodurch hebt sich die VieVinum 2016 besonders ab?
Für jede VieVinum überlegen wir uns etwas Spezielles. Dieses Jahr haben wir der Standgestaltung ein neues Design verpasst, verbunden mit einem dazu passenden Leitsystem. Gleichzeitig verzichten die Winzer auf ihre Roll-ups. So wird die Optik ruhiger und eleganter. Auch für die kulinarische Verpflegung haben wir uns etwas ganz Neues einfallen lassen. Und noch vieles mehr…

Was ist Ihnen denn strategisch besonders wichtig?
Auch das ist eine Frage, auf die es mehrere Antworten gibt. An erster Stelle ist hier die Zusammenarbeit mit der ÖWM zu nennen. Sie ist unser wichtigster Kooperationspartner, der rund 800 internationale Meinungsbildner auf die VieVinum holt und sie exzellent betreut. Das ist von unschätzbarem Wert. Ein anderer Blickwinkel geht in Richtung Aussteller. Die VieVinum ist die internationale Leistungsschau des österreichischen Weins. Mir ist ergänzend dazu die Öffnung für Winzer aus anderen Ländern wichtig. Speziell für Aussteller aus Ost- und Südosteuropa wollen wir das Tor zum Westen sein. 

Was ist an der VieVinum 1998 denn am stärksten in Erinnerung geblieben?
Das war alles ziemlich aufregend, neu eben. Und ich glaube, es war ziemlich heiß…

Noch eine persönliche Frage zum Abschluss: Hat sich Ihr eigener Weingeschmack seit der ersten VieVinum verändert?
Gar nicht. Ich trinke immer noch gerne, was gut ist!

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