»Vertical Farming«: Salat aus dem Wohnzimmer

Der Plantcube bringt erntefrische Salate, Kräuter und Microgreens direkt in die Küche.

© Agrilution

Der Plantcube bringt erntefrische Salate, Kräuter und Microgreens direkt in die Küche.

Der Plantcube bringt erntefrische Salate, Kräuter und Microgreens direkt in die Küche.

© Agrilution

Regional angebaute Lebensmittel liegen voll im Trend. Mit dem Konzept von »Vertical Farming« geht Regionalität noch einen Schritt weiter – hier kommt der Salat aus der eigenen Küche oder Wohnzimmer. Möglich wird das durch sogenannte Plantcubes, das sind mehrstöckige Gewächsschränke, in denen die Pflanzen durch Vollautomatisierung wie von alleine gedeihen.

Einen solchen Pflanzenkühlschrank brachte das Münchner Start-Up »Agrilution« im Frühjahr 2019 auf den Markt. Anfang Dezember wurde die Marke im Zuge eines Insolvenzverfahrens von der »Miele«-Gruppe übernommen. Aktuell werden 25 verschiedene Salate, Kräuter und Microgreens angeboten, darunter auch ausgefallene Sorten wie roter Pak Choi oder Wasabina Blattsenf. Der Kostenpunkt eines Plantcubes liegt bei rund € 3000,–.

Mehr Nährstoffe, geringerer Wasserverbrauch

Durch die unmittelbare Ernte der Pflanzen und die Hinfälligkeit von Pestiziden sollen die Plantcubes einen besonderen Reichtum an Aroma und Frische bieten – und Wasser sparen. Während ein einziger Salat auf dem Feld bis zu 120 Liter Wasser benötige, ließe sich ein Plantcube mit dieser Menge ein ganzes Jahr voll auslasten. Kontrolliertes Licht, Klima und automatisierte Bewässerung sollen dabei für die optimalen Bedingungen bei minimalen Aufwand sorgen.

App liefert Informationen über Wachstum

Erste Ernten seien nach ein bis drei Wochen nach dem Start eines Plantcubes möglich, danach könne sogar täglich geerntet werden, so Co-Gründer Maximilian Lössl. Dabei wird nur kontrolliertes und gentechnisch unverändertes Saatgut verwendet. Die lebensmittelechten Saatmatten bestehen zu 100 Prozent aus upgecycelten Textilresten. Gesteuert wird das System über die »Agrilution Cloud«, eine zugehörige App liefert Einblicke und Hinweise zum Wachstumsprozess.

Die Saatmatten bestehen zu 100 Prozent aus upgecycelten Textilresten. Alle paar Wochen muss Wasser nachgefüllt werden, der Rest erfolgt automatisiert.

© Agrilution / Stfean Randkofler

www.miele.at 

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