v. l.: Andreas Zechmeiser, Matthias Siess, Andreas Liegenfeld und Helmuth Renner
v. l.: Andreas Zechmeiser, Matthias Siess, Andreas Liegenfeld und Helmuth Renner / Foto: © Wein Burgenland

»Solche Jahrgänge würde man sich jedes Jahr wünschen.« Mit diesem kurzen Resümee zur Weinernte 2011 eröffnete Wein-Burgenland-Obmann Matthias Siess den Rückblich auf das burgenländische Weinjahr 2011. »Von Juli weg bis Dezember haben wir durchgehend schönes Wetter gehabt. Lediglich der Eiswein war eine Frage der Nerven«, so Siess. Nach zwei eher schwierigen Jahrgängen scheint es der Wettergott nun wieder gut mit den burgenländischen Winzern zu meinen. Mit einer Ernemenge von über 700.000 Hektolitern wurde eine normale Ernte erreicht. Im Vergleich zum Jahrgang 2010 ist das ein Plus von über 50 Prozent.

Aber auch die Qualität kann sich sehen und vor allem schmecken lassen. »Der Weinjahrgang 2011 ist mit Sicherheit einer der ganz großen! Die Weißweine präsentieren sich bereits überaus harmonisch und elegant. Die Rotweine sind dicht, körperreich und überaus komplex. Diesen Weinen muss man Zeit geben zum Reifen«, sagt Christian Zechmeister, Geschäftsführer der Wein Burgenland.

Neusiedlersee DAC
»Das Weinhaus Burgenland ist fertig«, verkündete Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld und meinte damit die finale Bestätigung des vierten burgenländischen DAC's durch das Nationale Weinkomitee. Unter dem »Dach« Burgenland und auf dem Fundament aus Wein Burgenland und Regionalem Weinkomitee seien nun einerseits die burgenländischen Sorten und andererseits die vier DACs - Mittelburgenland, Leithaberg, Eisenberg und Neusiedlersee - vereint. Beim Neusiedlersee DAC soll der Zweigelt die Hauptrolle spielen. Zusätzliche Lagenbezeichnungen auf den FLaschen sind nicht erlaubt, lediglich »Burgenland« als zusätzliche geographische Bezeichnung ist zulässig.

Klassik und Reserve
Mit dem Neusiedlersee DAC wird ein zweistufiges Modell verfolgt. Die Kategorie Neusiedlersee DAC steht »für einen sortentypischen, fruchtigen, würzigen und harmonischen Zweigelt, der im Holzfass oder Stahltank ausgebaut werden kann«, müsse einen Mindestalkoholgehalt von 12 % Vol. aufweisen und werde ab 1. März des Folgejahres verkauft, so Liegenfeld. Bei der Reserve muss es sich entweder um einen reinen Zweigelt oder um eine Cuvée mit mindestens 60 Prozent Zweigeltanteil handeln. Als Cuvéepartner kommen ausschließlich die autochthonen Rebsorten St. Laurent und Blaufränkisch in Frage. Der Ausbau erfolgt im traditionellen großen Holzfass oder Barrique, der Mindestalkoholgehalt liegt bei 13 % Vol und der Wein darf frühestens am 1. März des zweiten auf die Ernte folgenden Jahres in den Handel kommen. 

www.weinburgenland.at

 

(Marion Topitschnig)

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