Top 10 Uhren 2018

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1. Audemars Piguet »Royal Oak Offshore« (siehe oben)

Der Kult-Sportchronograf feierte letztes Jahr seinen 25. Geburtstag. Die »Royal Oak Offshore« – Referenz »25721ST«, genannt »The Beast« – wirkte anno dazumal wie ein Ding aus einer anderen Welt. Wer im Jahre 1993 noch nicht reif war für diese Revolution, zu jung oder sich diesen Luxus noch nicht leisten konnte, der hatte letztes Jahr nochmals die Chance ganz zu Beginn einzusteigen. Audemars Piguet stellte eine Re-Edition des Originals vor. Alles, wirklich alles wie anno dazumal nur eben moderner und mit Sicherheit besser. Das soll nicht etwa heißen, dass die Originalversion schlecht war, das unterstreicht vielmehr, dass mittlerweile 25 Jahre vergangen sind und die Fertigungsmethoden einfach nochmals deutlich besser sind als damals. Preis: 27.800 Euro.


2. Bulgari »Octo Finissimo Automatic«

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Der Römische Juwelier erweiterte die Kollektion rund um die flachste Automatikuhr der Welt um weitere zwei Ausführungen: Einem Modell in Stahl und einem in Roségold. Die Oberflächen der beiden Neuen sind wie auch schon bei dem Titanmodell vollständig sandgestrahlt. Diese große, ultraflache, matte Armbanduhr sieht am Handgelenk getragen bombig aus. Das ist mehr als nur ein dünnes Ührchen, das ist Kultdesign. Ein Kunstwerk moderner Prägung, das zudem die Uhrzeit anzeigt. In jeder Dekade entsteht ein neues, einzigartiges Uhrendesign. Keine Frage, diese Dekade ist jene der »Octo Finissimo«. Motor der Uhren ist das 2,23 mm hohe Automatikkaliber »BLV138« von Bulgari mit satten 60 Stunden Gangreserve. Die Preise starten bei 12.500 Euro.


3. Cartier »Santos«

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Zwölf verschiedene Modelle in zwei Größen, in Stahl/Stahl-Gold/Gold und 24 Ausführungen stehen zur Wahl. Möglich macht diese Vielfalt das Bandwechselsystem »QuickSwitch«. Ohne der Zuhilfenahme von Werkzeug kann man zwischen einer farbenfrohen Auswahl an Lederbändern und dem Stahl-/Stahl-Gold-/Goldband wechseln. So verwandelt man so seine »Santos« stets in die Uhr die man will. Mit Metallband getragen kann sie problemlos zum Schwimmen und Schnorcheln verwendet werden, das Gehäuse ist bis zu 100 Meter wasserdicht.

Damit die »Santos« den Widrigkeiten des Alltags trotzen kann, stattet Cartier diese mit einem effizienten Magnetfeldschutz aus. Die gezielte Verwendung von paramagnetischen Materialien aus Nickel-Phosphor-Legierungen für den Bau der Uhrwerkshemmung und ein im Gehäuse integrierter Schild aus Weicheisen schützen das Automatikuhrwerk »1847MC« vor im Alltag immer häufigen auftretenden, starken Magnetfeldern. Die Preise starten bei 5950 Euro für das mittlere Modell in Stahl.


4. Certina »DS PH200M«

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Immer mehr Hersteller lassen ihre tickenden Ikonen von früher wieder auferstehen indem sie wunderschöne Repliken bauen. Mitunter kosten diese aber richtig viel Geld. Nicht so im Falle dieser Taucheruhr von Certina der 1960er-Jahre. Abgesehen von ihrer Größe (42,8 mm) sieht sie 1:1 so aus wie das Original. Auch der Aufbau des bis zu 200 Meter wasserdichten Gehäuses, mit einem doppelten Aufhängungsring für doppelte Sicherheit (wir erinnern uns an das »DS = Double Security« Konzept von Certina), orientiert sich an dem historischen Modell. Im Inneren tickt heute ein ultramodernes »Powermatic«-Automatikuhrwerk der ETA mit 80 Stunden Gangreserve. Geliefert wird die »DS PH200M« mit der hier gezeigten Box und zwei Bändern: Einem zweifärbigen NATO-Band und einem braunen Kalbslederband. Kosten tut das Ensemble 695 Euro. Da müssen sich viele Mitbewerber, die ähnliche Taucheruhren mit vergleichbaren Verpackungen anbieten, sehr warm anziehen.


5. IWC Schaffhausen »Portugieser Chronograph Edition 150 Jahre«

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Die IWC feierte letztes Jahr ihren 150 Geburtstag. Dazu wurde eine Jubiläumskollektion geschaffen. 27 Modelle waren es. Dieser absolut schnörkellose Chronograf ist ein guter, alter Bekannter, der schon viele Jahre Teil der Stammkollektion der Manufaktur ist. Nun hat man ihn nachhaltig aufgewertet und so wie sich das gehört mit einem Manufaktur-eigenen Uhrwerk ausgestattet. Das IWC-Automatik-Chronografen-Kaliber »69355« besteht aus 194 Einzelteilen. Ein Schaltrad steuert die Funktionen Start/Stopp/Nullstellen. Die beiden Ausführungen, mit entweder weißen oder blauen Zifferblatt im Lackfinish, sind auf jeweils 2000 Stück limitiert. Preis: 7850 Euro.


6. Jaeger-LeCoultre »Polaris Memovox«

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Der tickende Star der »Polaris«- Kollektion, die passend zum 50-Jahr-Jubiläum vorgestellt wurde, war eine Replik der 1968-er »Polaris Memovox«. Ein Déjà-vu? Ja! Bereits vor zehn Jahren gab es zum 40er eine auf damals 768 Stück limitierte Replik; aber eben nur die und noch nicht eine ganze Kollektion, so wie jetzt. Genau 1000 Stück waren es von der 42 mm großen Weckeruhr »Polaris Memovox« im Stahlgehäuse, die bis zu 200 Meter wasserdicht ist. So wie einst das Original verfügt auch sie über einen dreifachen Boden, der den vom Automatik-Weckerwerk »956« erzeugten Schall verstärkt und ihn so angenehm laut und sonor erklingen lässt – sowohl über, als auch unter dem Wasser. Preis: 12.800 Euro.


7. Longines »Master Collection Annual Calendar«

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Der Jahreskalender gilt als kleine Komplikation. Neben dem Ewigen Kalendarium wohlgemerkt! Zahlreiche arrivierte Hersteller haben den Jahreskalender deshalb preislich deutlich unter ihrem Ewigen Kalendarium positioniert. Teuer sind diese Jahreskalender deshalb mitunter immer noch. Longines hat kein Ewiges Kalendarium im Sortiment, dafür jetzt aber einen Jahreskalender und der ist knallhart kalkuliert. Um 1960 Euro bekommt man einen Mechanismus, hübsch verpackt in zahlreichen Ausführungen, der ein ganzes Jahr lang die Monatslängen kennt. Trägt man den »Master Collection Annual Calendar« unentwegt, so muss nur einmal im Jahr das Datum von Hand korrigiert werden. Und zwar jeweils Ende Februar. Der Sprung vom entweder 28. oder 29. Februar auf den 1. März ist dem Mechanismus nicht programmiert. Dazwischen sind die die Monats- und Datumsanzeige bei »3 Uhr« jedoch stets korrekt.


8. Omega »Seamaster Professional Diver 300M«

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Das Design der im Jahre 1993 vorgestellten »Seamaster« ist von unseren Handgelenken nicht mehr wegzudenken. Deshalb ließ Omega nach 25 Jahren auch keine Revolution folgen, sondern eine Evolution. Es wurden zahlreiche Details verbessert und Bestehendes neu interpretiert. Das 42 mm Stahlgehäuse (Höhe 13,56 mm) kann mit einer Drehlünette in Stahl oder »Sedna«-Gold kombiniert werden. Das Inlay-Material ist blaue oder schwarze Keramik.

Die Zifferblätter der »Seamaster« werden aus polierter Keramik in den Farben Blau, Schwarz und Silbergrau angeboten. Mit dem mittels einer Lasergravur hergestellten Wellenmuster kehrte das gute, alte Zifferblattdesign wieder zurück. Die Ausführung mit dem silbergrauen Zifferblatt, der blauen Lünette und dem blauen Gummiband ist unser Liebling. Gemein ist allen Modellen das als »Master Chronometer« zertifizierte Automatikkaliber »8800« mit 55 Stunden Gangreserve. Es gehört zur Generation der Neuen von Omega und zum Besten das man in Sachen Uhrwerk heute kaufen kann. Der Qualitätsstandard, die Widerstandskraft gegen selbst extreme Magnetfelder (> 15.000 Gauss!) und die Ganggenauigkeit lassen keine Wünsche mehr offen. Preis: 4400 Euro.


9. Rolex »Oyster Perpetual GMT-Master II«

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Auch wenn man die legendäre »Pepsi« derzeit nicht kaufen kann, darf sie hier nicht fehlen. Wartezeiten von mittlerweile fünf Jahren untermauern wie gefragt die Kultuhr wirklich ist. Sie haben sich gerade nicht verlesen! Die »Pepsi« kostet beim offiziellen Rolex-Fachhändler 8500 Euro und sie wird am Grau- oder Parallelmarkt um 20.000 Euro angeboten und auch verkauft. Tja, was soll man da schreiben?

Wenn sie eine wollen, dann werden sie auch eine bekommen, nur warten muss man halt ein wenig. Wer die »GMT-Master II«, mit ihrer blau-roten »Pepsi«-Lünette, indes überteuert kauft, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Einmal am Handgelenk wird diese Rolex dann dank des neuen Automatikuhrwerks »3285« so genau ticken wie kaum eine andere mechanische Uhr. Eine garantierte Abweichung von +/- 2 Sekunden am Tag lehrt sogar Quarzuhren das Fürchten.


10. Vacheron Constantin »Fifty Six Vollkalender«

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Die traditionsreiche, im Jahre 1755 gegründete Uhrenmanufaktur ließ letztes Jahr mit der Kollektion »Fifty Six« aufhorchen. Das Design der 1950er-Jahre übertragen ins Jetzt kann sich sehen lassen. Der Vollkalender im 40-mm-Stahlgehäuse (Nota bene, das ist weder ein Jahres-, noch ein ewiger Kalender. Somit müssen die Anomalien des Kalenders stets händisch korrigiert werden) ist unser Favorit. Die Anzeigen erfolgen in Form einer Fensteranzeige für Datum und Tag, einer Datumsanzeige am Rehaut mittels Zeigers aus der Mitte und einer Präzisions-Mondphasenanzeige (erst nach 122 Jahren muss diese um einen Tag korrigiert werden). Motor ist das Manufaktur-eigene Kaliber »2460 QCL/1«, zertifiziert nach dem strengen Reglement der Genfer Punze. Preis: 22.400 Euro.

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