Top 10: Die schönsten Seen Oberitaliens

Der Iseosee lockt Wanderer und Franciacorta-Freunde.

© Michele Rossetti für Visit Brescia

Der Iseosee lockt Wanderer und Franciacorta-Freunde.

© Michele Rossetti für Visit Brescia

Italien ist nicht nur wegen der wunderbaren Strände einen Besuch wert. Italien ist auch reich an Seen: Im ganzen Land gibt es über tausend Gewässer von unvergleichbarer Schönheit. Traumhafte Landschaftseindrücke bieten die norditalienischen Seen, die besonders im Herbst lohnende Reiseziele sind. Die Schönheit der Ufer und Panoramen, die sich hier bieten, beeindruckten schon in der Vergangenheit Reisende wie Stendhal, Goethe, Nietzsche oder Balzac. Heute sind es Wanderer und Genießer, die die Seen mit der umliegenden Berglandschaft sowie die zahlreichen »Sagre« – also kulinarische Feste im Herbst – besuchen.

Gardasee

In der Popularität ist er mit Abstand die Nummer 1 unter den deutschsprachigen Besuchern. Der Gardasee erscheint wie ein Meer zwischen den Alpen und dem Flachland der Po-Ebene. Er ist von Palmen, Oleandern, Olivenbäumen und Weinhängen umgeben und eignet sich dank seines milden Klimas auch im Frühherbst noch für Badeurlauber, die später von Wanderern und Radfahrern abgelöst werden. Feinschmecker sind das ganze Jahr über bestens aufgehoben: lokale Weine, Olivenöle und vielerlei Spezialitäten sind höchster Güte.

Highlights:

  • Vittoriale, Museumskomplex und ehemaliger Wohnsitz des italienischen Dichters Gabriele d’Annunzio sowie der botanische Garten André Hellers mit über 2000 verschiedenen Pflanzenarten in Gardone Riviera.
  • Malcesine, am Ostufer des Sees am Fuße des Monte Baldo gelegen, wird vom imposanten Castello di Scaligero dominiert. Der malerische Ort inspirierte schon Johann Wolfgang von Goethe, der hier während seiner Italienreise Station machte.
  • Sirmione, auch als Thermendestination bekannt, mit der Ausgrabungsstätte der Grotte di Catullo.

Genusstipps:

  • 3.-7. Oktober: Weinfest in Bardolino
  • 27.-29. September, 4.-6. Oktober: Sagra del tartufo (Trüffelfest) in Tignale
  • 1.-3. November: Garda con Gusto in Riva del Garda

Der Gardasee ist der größte See Italiens.

© Gardalombardia


Iseosee

Nur wenige Kilometer westlich liegt der malerische Iseosee, der vergleichsweise noch als Geheimtipp gilt. Neben seinen antiken Ortschaften und der eindrucksvollen Bergkulisse lockt vor allem das reizvolle Weinbaugebiet der Franciacorta mit seinen verführerischen Schaumweinen. Immer mehr Reisende lernen auch das gastronomische Angebot sowie das reiche kulturelle Erbe der Gegend zu schätzen.

Highlights:

  • Strada del Franciacorta mit üppigen Weinbergen, stillen Kirchen und Klöstern, malerischen Weindörfern und vielen traditionellen Restaurants.
  • Monte Isola, die größte Insel in einem See in Südeuropa, mit Peschiera Maraglio, dem malerischen Örtchen mit toller Gastronomie und urigen Läden.

Genusstipps

  • 14.-15. September: Franciacorta Wein Festival
  • 4.-6. Oktober: Sagra del Cinghiale, das traditionelle Wildschwein-Festival in Sulzano
Der Iseosee unweit vom Gardasee gilt noch als Geheimtipp.

Der Iseosee unweit vom Gardasee gilt noch als Geheimtipp.

© Michele Rosetti für Visit Brescia


Comer See

Die üppige Landschaft des Comer Sees hat seit den Römern Künstler und Reisende verzaubert. Auch heutzutage zieht der See Persönlichkeiten des internationalen Jet Sets an, die die Schönheit der Landschaft und die malerischen Ortschaften um den See besonders schätzen. Von seinem Ufer kann man vielseitige, faszinierende Panoramen genießen: malerische Ortschaften, beeindruckende Villen und üppige Gärten, die die Besucher für einen Urlaub im Zeichen der Kultur, der Natur und der Landschaft aufnehmen. Für Bergfans bieten die Bergwände zahlreiche Kletterrouten aber auch Wanderwege und Strecken für das Mountainbike und Ausritte mit dem Pferd. Die sieben Golfplätze internationaler Bekanntheit mitten in der Natur lassen auch  Golfbegeisterte auf ihre Kosten kommen. Im Winter kann man schließlich die Skigebiete von Piani di Bobbio und Pian delle Betulle besuchen, die bestens ausgestatteten Anlagen und zahlreiche Langlaufstrecken bieten sowie Ausflugsmöglichkeiten mit Schneeschuhen.

Liebhaber der guten Küche können hier neue, einzigartige Gerichte entdecken wie Risotto mit Flussbarschfilet sowie exzellente Produkte wie das lokale Olivenöl und regionales Gemüse, wie den Rogaro und Drezzo-Spargel, und viele weitere Fischgerichte.

Highlights:

  • In Cernobbio erhebt sich die aus dem 16. Jahrhundert stammende Villa d'Este, in der Alfred Hitchcock seinen Film »Irrgarten der Leideschaft« gedreht hat 
  • Vor Ossuccio liegt die märchenhafte Isola Comacina, die einzige Insel des Sees. Außerdem ist der Ort für den Heiligen Berg, seit 2003 Weltkulturerbe der UNESCO, bekannt.
  • In den naheliegenden Gemeinden Moltrasio und Lenno sollte man die Villen Passalaqua und Balbianello nicht verpassen, sie sind Drehorte der Filme Star Wars/Episode II und James Bond 007/Casino Royale.
  • Eventtipp: Am 6. Oktober findet in Palanzo die Sagra del Torchio (Weinpressfest) statt.
Der Comer See ist von Villen flankiert.

Der Comer See ist von Villen flankiert.

© Shutterstock


Lago Maggiore

Der Kontrast einer vom milden Klima begünstigten beinahe mediterranen Vegetation und dem Blick auf schneebedeckte Berggipfel macht den ganz besonderen Reiz des Lago Maggiore, dessen nördliches Ende in der Schweiz liegt, aus. Das Besondere an diesem See sind die elf Inseln, die zum Teil besiedelt sind und mit lokaler Gastronomie locken. Schlösser und wunderschöne Villen wie auch imposante Burgen befinden sich rund um den See und auf seinen Inseln und zeugen von der Kultur und Geschichte, die diese Gegend so faszinierend macht. Das Wasser des Sees bietet ideale Bedingungen für Segelschiffausflüge, Kanufahrten, Jachtfahrten, Wasserski und Tauchsport.

Highlights:

  • Castelli di Cannero: Spektakuläre Ruinen auf zwei kleinen Inseln der Cannero Riviera.
  • Der Koloss von S. Carlo Borromeo ist mit seiner Größe von 35 Metern eine der größten Statuen weltweit.
  • Strada dei Fiori. Man muss kein Botaniker sein, um von der Farbenvielfalt, dem Duft und der Landschaftsarchitektur der Gärten entlang des Lago Maggiore beeindruckt zu sein.  
  • Borromäische Inseln: Dieses, schon von Hemingway und dem britischen Königshaus bewunderte Archipel, besteht aus der monumentalen Isola Bella, mit dem Palazzo Borromeo aus dem 17. Jh. umgeben von bezaubernden Gärten, der malerischen Insel dei Pescatori, der Isola Madre, bekannt für den reich an seltenen Pflanzenarten botanischen Garten und die kleine Insel S. Giovanni, gelegen gegenüber von Pallanza und Marghera.
  • Eventtipp: 6.-7. Oktober – Das Fes­tival »Gente di lago e di fiume« bringt auf der Isola dei Pescatori die urtümlichen Gaumenfreuden des Sees zur Geltung, mit Gastköchen aus ganz Italien.
Der Lago Maggiore ist u.a. für die Blütenpracht rundum bekannt.

Der Lago Maggiore ist u.a. für die Blütenpracht rundum bekannt.

© Shutterstock


Ortasee

Westlich vom Lago Maggiore liegt der wenig bekannte, kleinere Ortasee, der von der zentral gelegenen Halbinsel Orta mit dem Heiligen Berg geprägt wird. Viele lokale Spezialitäten und Kunsthandwerksläden säumen die alten Straßen und Treppen, die zu den Barockkirchen und -türmen führen. Über der Stadt stehen insgesamt 100 Kapellen und Kirchen zu Ehren des heiligen Franziskus. Nicht weit von Orta entfernt, auf dem Gipfel des Mottarone, bietet der Panorama-Funpark Alpyland den Nervenkitzel einer atemberaubenden Abfahrt mit der außergewöhnlichen Bob-Achterbahn, die bis zum Lago Maggiore abfällt.

Highlights:

  • Die vor Orta gelegene Insel San Giulio, Symbol des Sees mit seiner Basilika, gehört zu den wichtigsten romanischen Denkmälern der Region.
  • Torre di Buccione: Zum mittelalterlichen Turm führt ein schöner Fußweg. Einst gehörte er zu einem ausgeklügelten Verteidigungs- und Wachsystem für den See.
Insel San Giulio mit Basilika.

Insel San Giulio mit Basilika.

© Shutterstock


Tovelsee

Der Tovelsee gilt als eines der naturkundlichen Juwele des Nationalparks Adamello Brenta nördlich von Trient. Hier geht es ausschließlich um unmittelbaren Kontakt mit der Natur, denn die nächste Ortschaft liegt 14 Kilometer weit entfernt. Der Spaziergang rund um den See dauert etwa eineinhalb Stunden, aber in der Umgebung stehen auch noch zahlreiche andere Wanderwege zur Verfügung. Die Besonderheit im Park ist das Vorkommen von Alpen-Braunbären, die vor rund zwei Jahrzehnten wieder eingewildert wurden.

Highlights:

  • Haus des Parks am Tovelsee: Das Besucherzentrum befasst sich mit dem außergewöhnlichen Phänomen der Rotfärbung des Sees, die ab 1964 beobachtet wurde. (Aber heute nicht mehr auftritt).
  • Nardis Wasserfälle: Das naturbelassene, wilde Genova-Tal liegt am Oberlauf eines Armes des Sarca-Flusses und ist für Wanderer ein absoluter Höhepunkt.
Rund um den Tovelsee gibt es keine Siedlungen.

Rund um den Tovelsee gibt es keine Siedlungen.

© Shutterstock


Reschensee

In einer Zeit in der die »Instagramability« zu den wichtigsten Entscheidungsfaktoren bei der Wahl des Reiseziels zählen, ist der Reschensee auch bei der jüngeren Generation enorm beliebt. Das bekannte Motiv ist ein Kirchturm, der mitten aus dem See herausragt und an eine durch den Stausee überschwemmte Ortschaft erinnert. Rund um den Turm liegen im Dreiländereck der Ferienregion Reschenpass die Dörfer Reschen, Graun und St. Valentin, verbunden durch die antike römische Handelsstraße Via Claudia Augusta. Neben Wandern oder Langlaufen in der atemberaubenden Bergwelt um den Reschensee zählen Segeln und Snowkiten zu beliebten Aktivitäten.

Highlights: 

  • Schifffahrt am Reschensee: Bei einer Fahrt mit der MS Hubertus Interregio erzählt der Kapitän die Geschichte der versunkenen Ortschaften.
  • Rodelbahn Vallierteck: Eine der schönsten Rodelbahnen Südtirols, in der Nacht beleuchtet.
Der versunkene Kirchturm als Wahrzeichen.

Der versunkene Kirchturm als Wahrzeichen.

© Shutterstock


Kalterer See

Der malerische Kalterersee liegt inmitten von idyllischen Weinbergen und spricht Genussreisende ebenso wie Wanderer an. Als wärmster Badesee der Alpen zieht er bis in den Herbst auch Schwimmer an, die von der guten Wasserqualität ebenso begeistert sind wie durch die abwechslungsreiche Farbenbracht! Mal ist er tiefblau, mal ein grüner Spiegel der umliegenden Landschaft.

Highlights:

  • Kaltern am See: Die namensgebende Gemeinde verfügt über eine wunderschöne Altstadt und einen lebendigen Marktplatz
  • Kellerei Kaltern: In der Vinothek der eindrucksvollen Genossenschaft kann man die hervorragenden DOC-Weine der Region Kaltern verkosten.
  • Eventtipp: Törggelen im Herbst: Von Oktober bis Ende November findet in vielen Buschenschänken das traditionelle Törggelen statt, eine Bezeichnung für das Verkosten des jungen Weins und typischer Spezialitäten wie Krapfen, Kastanien und Speck. Auch in den Hofschänken gibt’s Südtiroler Köstlichkeiten.
Die Farben des Kalterer Sees variieren je nach Wetter.

Die Farben des Kalterer Sees variieren je nach Wetter.

© Shutterstock


Misurina See

Wenn es diese atemberaubende Kulisse vor den schroffen Dolomiten nicht geben würde, man müsste sie erfinden, so genial spiegeln die Berge im See. Die Region bietet die verschiedensten Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien: Trekking und Nordic Walking, Mountainbike, Klettern, Freeclimbing, Sportfischfang. Im Winter mutiert Misurina zu einem lebendigen Wintersportort mit 30 Kilometer bestens präparierter Pisten.

Highlights:

  • Drei Zinnen: Das Wahrzeichen der Dolomiten kann mit dem Auto über die gebührenpflichtige Straße aus Misurina erreicht werden. Sie sind ein Paradies für Liebhaber der Bergwelt, für Kletterer ebenso wie für Spaziergänger.
  • Monte Piana: Die Hochebene nördlich von Misurina ist ein großes Freilichtmuseum, das die Schrecken des Ersten Weltkriegs nacherzählt. 
  • Eventtipp: An zwei Tagen, vom 20. bis zum 21. September, findet im Herzen des UNESCO-Welterbes Dolomiten das Delicious Festival Dolomiti mit Verkostungen, Berglaufrennen, Kletterwettbewerben und Kinderveranstaltungen statt.

Die Dolomiten als Kulisse.

© Consorzio DMO Dolomiti foto by Marco Migliardi


Weißenfelser Seen

Im Dreiländereck Italien - Österreich - Slowenien liegen in den Julischen Alpen die beiden prachtvollen Weißenfelser Gebirgsseen. Auf einer Seehöhe von 924 bzw. 928 Metern ist das Wasser so klar, dass man den Grund tadellos erkennen kann. Eine herbstliche Wanderung um die Seen ist ein Naturerlebnis, das nicht nur atemberaubende Fotomotive bietet, sondern auch tiefe Entspannung bringt.

Highlights:

  • Zacchi Hütte: Eine Wanderung zum authentischen Rifugio hoch über den Seen bietet atemberaubende Panoramablicke und wird mit lokalen Spezialitäten wie Polenta-Gerichten belohnt.
  • Tarvis: Der historische Verkehrsknotenpunkt ist Generationen von Urlaubern für seine lebendige Markthalle bekannt. Die lokale Gastronomie umfasst friaulische, Kärntner und slowenische Spezialitäten.
Kleinod in den Julischen Alpen.

Kleinod in den Julischen Alpen.

© Shutterstock


Informationen:

www.enit.at
www.italia.it


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