36 Jahre ist es jetzt schon her, dass der Steirer Günther Hlebaina nach Tirol ging, um dort den Tourismus »unter die Lupe zu nehmen«. Hlebaina kommt von der Dockneralm im hochalpinen Krakaugebiet und träumte davon, dort eines Tages einen Skilift zu errichten. Im Winter studierte er als Skilehrer intensiv die Tiroler Bergbahnen, im Sommer verdiente er sich Geld als Abwäscher in Hotels. So lernte er nebenbei auch die Gastronomie und Hotellerie kennen. Der gelernte Kaufmann erweiterte auch sein theoretisches Wissen und wurde nicht nur Hilfskellner sondern auch Hotelkaufmann. Nach zehn Jahren harter Arbeit mit teilweise zwei Jobs gleichzeitig hatte er eine Million Schilling zusammengespart und wollte in der Steiermark sein Glück versuchen.

Skischule als Keimzelle
Zu verlockend war aber dann die Chance, die der passionierte Skilehrer im Fall des Skischul-Monopols sah. Wo früher nur eine Skischule im Ort das Sagen hatte, musste nun Platz für Konkurrenz gemacht werden. Leicht war es nicht für einen »Zuagroasten«, sich neben den einheimischen Platzhirschen zu behaupten. Aber Hlebaina nahm die Herausforderung an und mietete sich ein 60 Quadratmeter-Lokal am Fuße der Bergbahn in Achenkirch. Das Konzept ging auf und mit viel Einsatz und Mut zum Risiko wuchs aus der Skischule mit Sportartikelladen und Skiverleih ein kleines Hotel. Aus dem kleinen Hotel wurde eines der besten Kinderhotels Österreichs (das Sporthotel Achensee) und es gesellten sich eine Aprés-Ski-Bar und ein Restaurant dazu.

Die Kinder werden größer
Eigentlich hatte Hlebaina alles erreicht, was man sich als Touristiker nur erträumen kann. Das Hotel hatte eine für Tiroler Verhältnisse sagenhafte Auslastung von 84 Prozent erreicht und fünf »Smileys« bezeugten, dass man als Kinderhotel nicht mehr besser werden kann. So erfolgreich die Spezialisierung auch war, für den Wahltiroler fühlte sie sich aber immer mehr wie ein Korsett an. Die Kinder der Stammgäste kamen ins Teenager-Alter und Hlebaina musste ihnen schweren Herzens Häuser seiner Kollegen empfehlen. Andere Gäste fragten nach Möglichkeiten für Seminare und Incentives für ihre Mitarbeiter, aber auch da musste er an andere Hotels verweisen. Und in genau dieser Stimmung erreichte ihn die Nachricht, dass das Appartmenthaus eines befreundeten Wegbegleiters zum Verkauf stünde.

Freundschaftliche Synergie
Hannes Kronthaler ist nicht nur erfolgreicher Bauunternehmer mit mehreren hundert Mitarbeitern, sondern war auch Eigentümer des erwähnten Appartmenthauses. Nun traf es sich besonders günstig, dass Kronthaler und Hlebaina am Beginnn ihrer Karrieren einen Teil ihres Weges gemeinsam gingen und dass der Bauunternehmer und der Hotelier rasch zu einer neuerlichen symbiotischen Beziehung fanden. So ergab es sich, dass das Appartmenthaus in einer Rekordbauzeit von nur acht Monaten zu einem der schönsten Hotels Österreichs umgebaut wurde. Zu Ehren des Vorbesitzers nannte es Hlebaina »Das Kronthaler«. Es wurden nur edle Naturmaterialien verwendet und trotz elegantem Purismus spürt man den alpinen Charakter in jedem Winkel - ganz ohne Edelweiß, Bauernmalerei und Hirschgeweih. Das Alpine Lifestyle Spa beweist höchstes Niveau und das Behandlungsprogramm ist nach der Kosmetik-Linie von Anne Semonin ausgerichtet.

Offen für Alle und Alles
Das Konzept des Hotels entspricht genau dem, was Hlebaina in seinem Kinderhotel nicht umsetzen konnte. Es ist ein Hotel für alle Generationen und alle Möglichkeiten: auch für Seminare und Incentives gibt es genügend Raum. Obwohl das Wohlfühlerlebnis im »Kronthaler« jetzt schon großartig ist, räumt der Hotelier noch kleine Mängel ein und erzählt von weiteren Projekten: Über dem Tal soll ein Glaskubus gebaut werden, der zwei höchst unterschiedliche Dinge beherbergen soll: Einerseits einen Gebetsraum und andererseits ein »Dancing« klassischen Zuschnitts.

Kostbare Authentizität
Die kulinarische Ausrichtung der Küche beschreibt Hlebaina so: »Wir wollen authentisch sein. Im gesamten Hotel wie in der Küche.« Chefkoch Michael Schranzhofer zelebriert eine Küche mit klassischen Tiroler Elementen und würzt diese mit persönlicher Raffinesse. Auch historischen Rezepten soll in der Hotelküche wieder Leben eingehaucht werden. Die Weinkarte ist für den Start eines neuen Hotels sehr ambitioniert zusammengestellt und wird mit den Jahren bestimmt noch an Tiefe gewinnen.

www.daskronthaler.com

(von Bernhard Degen)

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