Tipps und Tricks zur Kräuteraufzucht

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Küchenkräuter im Topf

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Laut einer AMA-Umfrage ziehen 77% der Garten- und Balkonbesitzer am liebsten Kräuter und Gemüse im eigenen Beet. Kräuter sind genügsam. Weder ein Grüner Daumen noch ein Garten ist Voraussetzung für ein eigenes kleines Kräuterreich. Lediglich ein heller Platz auf der Fensterbank und ein paar Tipps und Tricks bringen lange Freude und eine gute Ernte. 

Am 23. April laden heimische Betriebe zum Tag der offnen Gärtnerei. Es erwarten Sie ein regionales Sortiment und eine fachgerechte Beratung. Weitere Details dazu finden Sie dazu unter www.zumgaertner.at.

Tipps zum Kräuterkauf

Beim Kauf frischer Kräuter sollte auf die Qualität geachtet werden. Die beste Auswahl und passendem Zubehör gibt es in Gärtnereien. Durch die gute Beratung und umfassendes Know-How der Fachkräfte wissen Sie, welche Kräuter sich zur Umsetzung von Gestaltungsideen eignen und wie anspruchsvoll sie sind. Für gesunde und prächtige Kräuter ist ein guter Boden unabdinglich. Kräuter vertragen keine Staunässe und benötigen eine wasserdurchlässige, lockere Erde. Im Garten kann der lehmige Boden durch das Beimengen von Sand etwas aufgelockert werden. Grundsätzlich gilt, je weiter südlich die Herkunft der Kräuter, desto magerer kann der Boden sein. Thymian, Rosmarin und Salbei sind typische mediterrane Vertreter und an Hitze und Trockenheit gewohnt. Minze, Majoran, Petersilie und Schnittlauch bevorzugen feuchtere, humose Standorte.

Pflege und Ernte

Wer seine Kräuter gut pflegt hat auch lange Freude damit. Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert ein gesundes Wachstum und wirkt kahlen Stellen entgegen. Zweige immergrüner Kräuter, wie Lavendel, Thymian und Salbei werden im April um ein Drittel ihrer Länge gekürzt. Abgestorbene Zweige können zu Frühlingsbeginn bis knapp über den Neuaustrieb zurückgeschnitten werden.
Damit die Pflanzen ihr volles Aroma ausbilden können, müssen Knospen immer wieder entfernt werden. Dadurch wird auch die nach der Blüte einsetzende Wachstumsruhe hinausgezögert. Beim Basilikum vorwiegend die Triebspitzen ernten, so wird das Wachstum angeregt und die Pflanze verzweigt sich gut. 

Da am Vormittag die Konzentration der ätherischen Öle in den Pflanzen am höchsten ist, ist es der perfekte Ernte-Zeitpunkt. Die Art der Ernte ist von der Weiterverwendung der Kräuter abhängig. Werden die Pflanzen konserviert, also in Öl eingelegt, gilt es ganze Triebe abzunehmen um das Aroma in den Blättern zu wahren.
Eine andere Art der Haltbarmachung ist das Trocknen der Kräuter. Die Zweige werden dazu gebündelt und kopfüber an einem dunklen und trockenen Ort aufgehängt. Die optimale Trockenzeit beträgt etwa drei bis vier Tage. Danach sollten die Blätter abgestreift und in dicht verschlossenen Gläsern aufbewahrt werden.
In tiefgefrorenen Kräutern hält sich das Aroma am besten. Petersilie, Schnittlauch, Basilikum und Dill eignen sich besonders gut zum Einfrieren.

Kräuter sind vielseitig einsetzbar. Ob als Tee, zum Würzen oder Dekorieren von Speisen oder als Zutat in Getränken. Sehr populär ist auch die Verarbeitung zu Pesto. Unser Rezept dazu finden Sie hier

Mehr Tipps zu Anbau, Pflege und Ernte und einige Anregungen zur Verwendung der verschiedenen Kräuter in der Küche finden Sie in der neuen AMA-Broschüre. Diese können Sie im Webshop unter shop.amainfo.at kostenlos anfordern.

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