Falstaff hat vier verschiedene Geräte getestet. / © shutterstock
Falstaff hat vier verschiedene Geräte getestet. / © shutterstock

Vorweg: Brotbacken ist einfacher, als die meisten glauben – vor allem wenn man dafür eine Brotbackmischung benutzt, die es mittlerweile überall im Handel gibt. Mit der Ware eines guten Bäckers kann man es zwar nicht aufnehmen, doch können sich dieHome-made-Brote in der Regel sehen lassen.

Angesichts der steigenden Zahl von Menschen mit Glutenunverträglichkeit geht es ­dabei weniger um Luxus, sondern vielmehr um die Notwendigkeit, eine Brotback­maschine anzuschaffen. Auch bei anderen Allergien ist dies die einzige Möglichkeit, um in puncto Zutaten auf Nummer ­sicher gehen zu können. Wer also darüber ­entscheiden will, was in sein Brot kommt und was nicht, hat einen guten Grund zum Selberbacken.

Eigentlich braucht man zum Brotbacken gar keinen Automaten, denn Brot lässt sich auch in einem normalen Backofen herstellen – aber eben nicht ganz so gut. Besser geht’s schon in einem Backofen mit Dampffunktion oder in einem Dampfgarer mit Backofenfunktion. Da kann man sich – um eine ideale Kruste zu backen – eingehend mit dem Beschwaden (dem vorübergehenden Einschießen von Dampf) und mit der Hitze spielen. Das Backen einer Kruste funktioniert in diesem Fall vermutlich sogar besser als bei den meisten Brotbackautomaten. Diese bieten dafür ganz andere Vorteile, denn die automatischen Bäcker nehmen einem quasi alles ab – das Mischen der Zutaten, das Kneten des Teigs, das Gehenlassen und schließlich auch das Backen selbst. Dafür stehen eine Menge Programme zur Verfügung, manche Geräte lassen sich auch individuell programmieren. Außerdem lässt sich der Backvorgang zeitverzögert in die Nacht verlegen, sodass das Brot beim Frühstück noch warm ist –Voraus­setzung dafür ist aber ein leises Rührwerk, das haben nicht alle Apparate.

Der große Nachteil der Brotbackautomaten ist ihr Platzbedarf. Sie sollten jederzeit zugänglich sein – vom Ab- und wieder Aufbauen raten wir ab –, doch damit verstellen sie ein gutes Stück potenzieller Arbeitsfläche in der Küche. Außerdem haben die meisten Geräte eine unabänderbare Kastenform für das Brot und einen zwangsläufig eingebackenen Rührhaken. Dieser lässt sich leicht entfernen, übrig bleibt aber ein kleiner Hohlraum im Brotlaib. Reines Roggenbrot schaffen übrigens nur die wenigsten Geräte. Als Zusatzfunktion kneten die automatischen Bäcker auch Pizzateig und anderes, und beinahe alle Geräte bieten eine durchaus nützliche Funktion zum Marmeladekochen – eine perfekte Ergänzung zum selbst gebackenen Brot.


Der Test
Bewertungskriterien: Die Brotqualität als wichtigstes Merkmal wurde mit 30 Prozent gewichtet und daher mit dem Faktor 3 multipliziert.


Unold Backmeister Skala Modell 68615 / Foto beigestellt
Unold Backmeister Skala Modell 68615 / Foto beigestellt


Unold Backmeister Skala Modell 68615

Füllmenge: 500–1200 g, Preis: € 170,

Der Unold Backmeister Skala ist ein sehr kompaktes und mit seinem Edelstahldesign ein optisch sehr aufgeräumt wirkendes Gerät. Es hat eine eigene Digitalwaage mit ­Tarafunktion und ein Fach zur Zugabe von Zutaten ­während des Backvorgangs. Die Bedienung ist sehr ­logisch. Möglichkeit der Selbstprogrammierung. ­Brotmengen von 500 bis 1200 g sind möglich. Arbeitet relativ leise.

Panasonic SD-ZB 2502 / Foto beigestellt
Panasonic SD-ZB 2502 / Foto beigestellt


Panasonic SD-ZB 2502

Füllmenge: 400, 500 oder 600 g (Mehl), Preis: € 230,–
Der Panasonic Brotbackautomat überzeugt durch eine sehr gute Brotqualität und ein gutes Bräunungsergebnis. Er bietet die Möglichkeit, die Hefe und andere Zutaten erst während des Backvorgangs zuzugeben. Das Gerät ist ­einfach zu bedienen, bietet zehn Programme, eine Funktion für Marmelade und eine für
100%iges Roggenbrot. Es ist das leiseste der getesteten Geräte.

Moulinex UNO OW 3101 / Foto beigestellt
Moulinex UNO OW 3101 / Foto beigestellt


Moulinex UNO OW 3101
Füllmenge: 500, 750 und 1000 g, Preis € 120,–
Der Moulinex Brotbackautomat ist der preisgüns­tigste und kompakteste im Test. Neben 15 Programmen für diverse Brotsorten, Marmelade, Pizzateig etc. können drei Bräunungsstufen und Gewichte gewählt werden. Das Gerät ist leicht zu bedienen und von der Geräuschentwicklung her passabel. Es eignet sich vornehmlich für weniger schwere Teige und bietet nicht die Ausstattung und den Komfort teurerer Geräte.

De’Longhi Pangourmet EOB 2071 / Foto beigestellt
De’Longhi Pangourmet EOB 2071 / Foto beigestellt


De’Longhi Pangourmet EOB 2071
Füllmenge: 500, 750 oder 1000 g, Preis: € 300,–
Das ist ein vielseitiger Backofen mit Umluftfunktion, Grill, Backblech, Zwischengittern etc. Der große Teigbehälter erlaubt eine gute Bräunung von Brot. Das Gerät ist relativ groß und macht nur in jenen Küchen Sinn, in denen es keinen Backofen gibt. Beim Teigrühren ist das Gerät recht laut. Einwände aus anderen Tests wegen Differenzen zwischen Soll- und Ist-Temperatur können wir nachvollziehen.

Text von Peter Hämmerle
Aus Falstaff Nr 08/2013 / Falstaff Deutschland Nr. 01/2014

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