Taunus: Cuvée Launch mit DFB-Präsident aD

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http://www.falstaff.at/nd/taunus-cuvee-launch-mit-dfb-praesidenten-ad/ Taunus: Cuvée Launch mit DFB-Präsident aD Weil, Battenfeld-Spanier und St.Antony stellen auf Schloss Groenesteyn die Cuvée »Aufbruch« vor. Fritz Keller spricht als Gastredner über Wein und Fussball. http://www.falstaff.at/fileadmin/_processed_/e/6/csm_header-vorstellung-cuvee-aufbruch-dfb-praesident-fritz-keller-c-beigestellt_840d7c958a.jpg

Die drei Weingüter Weil, Battenfeld-Spanier und St.Antony haben sich für eine einmalige Aktion zur Unterstützung befreundeter Gastronomen »beiderseits des großen Flusses«, wie Wilhelm Weil bei der Anmoderation des Projektes sagte, zusammengetan. Jedes der drei Weingüter steuerte ein Halbstück der besten 2020er Kelterung für eine gebietsübergreifende Cuvée aus dem Rheingau und aus Rheinhessen bei: Weil eines aus dem Kiedricher Gräfenberg, St. Antony eines aus dem Niersteiner Hipping, Battenfeld Spanier eines aus dem Nieder-Flörsheimer Frauenberg. Die rund 2000 Flaschen, weinrechtlich als »deutscher Wein« deklariert, werden nun in Tranchen von 60 Flaschen kostenlos an Gastronomen abgegeben, die ihrerseits zu einer Serie von Präsentationen dieses Weins einladen und zudem im weiteren Jahresverlauf mit der Listung dieses Weins auf ihren Karten zu Botschaftern der Idee werden.

Und diese Idee hat mit dem Aufbruch nach der Zeit der deprimierenden Corona-Einschränkungen zu tun, mit dem Vermitteln von Lebensfreude und auch mit Solidarität und Zusammenhalt. Kaum ein Gastredner hätte an diesem Moment auf »Schloss Groenesteyn« passender sein können als Fritz Keller, der Winzer und Gastronom vom Kaiserstuhl, der jahrelang dem SC Freiburg als Präsident vorstand und der gerade eben als Präsident des deutschen Fußballbundes, wie Keller selbst sagt, »den Weg für einen Neuanfang frei gemacht hat«.

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In seinem Impulsvortrag schlug Keller sofort eine Brücke vom Wein-und Fußball-Genuss zur sozialen Verantwortung. »Es gibt 25.000 Fußballvereine in Deutschland, rund 400.000 Menschen engagieren sich, ehrenamtlich“«, so Keller. »Eine bessere Integrationsmaschine für junge Spielerinnen und Spieler – rund 1,8 Millionen – gibt es nicht. Als ich mein Amt im DFB antrat, haben mir Kollegen aus der Slowakei, Ungarn, Tschechien, der Schweiz und Polen erzählt, dass sie in ihren Ländern die soziale Wertschöpfung des Amateurfußballs haben untersuchen lassen. Als ich mich erkundigt habe, ob der DFB solche Zahlen besitzt, habe ich in verständnislose Gesichter geblickt. Ich habe das dann beauftragt. Und heraus kam, dass der Amateurfußball unterhalb der dritten Liga bei den Männern und unterhalb der Bundesliga bei den Frauen eine soziale Wertschöpfung von 13,9 Milliarden Euro erwirtschaftet.«

13,9 Milliarden Euro entsprechen einem Drittel des Jahresumsatzes der gesamten deutschen Landwirtschaft oder dem etwa Viereinhalbfachen des Jahresumsatzes des deutschen Weinbaus. Diese Zahl ist ebenso gigantisch wie einleuchtend: Man denke nur an den Aufwand für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen und für notwendig werdende sozialpädagogische Maßnahmen, gäbe es die Fußballvereine nicht. Die enorme Summe fuhr den Anwesenden ebenso in die Glieder wie Kellers Resümee, dass jeder, der sich in den Dienst des Fußballs stelle, sich angesichts dieser Dimensionen darauf befragen lassen müsse, ob es ihm wirklich um die Sache gehe oder ausschließlich um eine persönliche Karriere.

»Als Kollege und Freund bin ich froh, dass Du Dir das nicht weiter antust. Als Fussballfan macht es mich unendlich traurig.« 

Dirk Würtz vom Weingut St. Antony traf den Nerv der Anwesenden, als er Keller in seinem Schlusswort zurief: »Als Kollege und Freund bin ich froh, dass Du Dir das nicht weiter antust. Als Fussballfan macht es mich unendlich traurig.« Der heiteren Stimmung an diesem warmen Sommertag mit der raffinierten Küche von Dirk Schröer und mit den Weinen der drei Winzer von »beiderseits des großen Flusses« tat die nachdenkliche Note keinen Abbruch. Im Gegenteil: Der Aufbruch – an diesem Mittag wurde er sehr lebendig.

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2020 »Cuvée Aufbruch« Deutscher Wein (Gräfenberg, Hipping, Frauenberg)

  • Spontangärungsaromen, Quitte, Pfirsich, ein Hauch nobler Reduktion.
  • Feine Phenolik im Mund, moderater Alkohol, aber dennoch mächtig Druck.
  • Eine geschmeidige Schicht im Hintergrund, elegantes Säurerückgrat, dezent kreidige Mineralik, dicht und lang, noch sehr jung.

94+ Falstaff-Punkte

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