Tasting: Whisky Glenmorangie Private Edition

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Zweifelsohne gehört Glenmorangie zu den Brennerei-Ikonen Schottlands, deren Abfüllungen selten in einer wohlsortierten Whiskybar fehlen. Schon der zehn-jährige »The Original« sucht Seinesgleichen unter den Standard Qualitäten. Verantwortlich für die Range von Glenmorangie ist Dr. Bill Lumsden, Director of Distilling, der sich schon lange mit den Auswirkungen gezielter Nachreifung mit diversen Fasstypen befasst. Wohl etabliert sind die Versionen Lasanta, Quinta Ruban und Nectar d´Or, bei denen auf Basis des »Original« die Malts in Sherry-, Portwein- bzw. Sauternes-Fässern nachgereift werden. Darüber hinaus wird in begrenzten Mengen die Private Edition aufgelegt, deren achte Expression mit dem Namen Bacalta am 1. Februar offiziell vorgestellt wurde. Bacalta bedeutet im Gälischen »Gebacken« und weist auf die üblich Praxis hin Madeirafässer auf sehr warmen Dachböden zu lagern, was einen einzigartigen Einfluss auf den Weingeschmack hat.

Das Ambiente der Albertina Passage wurde genutzt, um den neuen Whisky von Glenmorangie zu verkosten.

© Glenmorangie

Live Tasting mit Edinburgh, Johannesburg und Tel Aviv

Zu diesem Zweck lud Glenmorangie in das exklusive Ambiente der Albertina Passage, wo erstmals ein Tasting durchgeführt wurde, das zeitgleich auch in Edinburgh, Johannesburg und Tel Aviv stattfand. Bill Lumsden und sein langjähriger Assistent meldeten sich aus dem Blending Room in der schottischen Hauptstadt, die anderen Städte wurden per Internet zugeschaltet. Dr. Lumsden führte durch das Tasting, dessen Highlight die erstmalige Verkostung des Bacalta darstellte. 

Die sonnige Seite der Insel Madeira

Die zu Portugal gehörende Sonneninsel, ist nicht nur den historischen Biographen des Hauses Österreich ein Begriff, der dort hergestellte fortifizierte Wein gilt als besondere Spezialität. Schon früher wurden Madeirafässer von Glenmorangie für Fassfinishings verwendet, leider konnte der Nachschub an geeignetem Holz aber nicht auf Dauer gewährleistet werden. Daher entschloss sich der Meister, eigene 250 Liter Hogshead-Fässer bauen zu lassen, die nur für den Zweck der Geschmacksgewinnung süßen Malmsey Madeira enthielten. Wieder in Schottland wurden sie mit Whisky, der dem »Original« entspricht, befüllt und für zwei Jahre zusätzlich gelagert. Diese Nachreifung hat großen geschmacklichen Einfluss auf das Endprodukt, dessen Ziel es ist, die eleganten, floralen Noten des Malts mit den süßlich-exotischen Noten des Madeiras ideal zu verbinden. 

Tasting Notes:

Die Farbe schimmert in hellem Bernstein. In der Nase kommen sofort Honig, etwas Exotik und eine Idee von Mandelblüte zum Tragen. Am Gaumen wirkt der Malt intensiv, aber nicht wuchtig, der Geschmack ist von Butterscotch, Grapefruit und braunem Zucker getragen. Mit einem Schuss Wasser erhält er balsamische Noten, Brioche und eine Spur Phenol. Langer und weicher Abgang.

94 Falstaff-Punkte

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