Struck: Hoteliers als ­Co-Working-Anbieter

Michael Patrick Struck ist Gründer und CEO von Ruby Hotels.

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Michael Patrick Struck ist Gründer und CEO von Ruby Hotels.

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Mit Laptop und Handy kann man heute überall arbeiten. Aber nicht im archetypischen Büro der Krawattenträger oder Kantinen, sondern in einem »Co-working-Space«. In diesen kreativen Räumen, in denen sich immer mehr Businessnomaden einnisten, um auch sozialen Anschluss zu spüren, hat sich einiges getan. Die Zielgruppe ist breiter, die Ansprüche sind höher. Für die Hotellerie eine neue Chance und die Eröffnung neuer Möglichkeiten, für die Co-Worker ein eigener Lifestyle. Michael Patrick Struck, Gründer und CEO der Ruby Hotels, hat mit Ruby Works eine neue Bürowelt erschaffen.

KARRIERE
Herr Struck, was steckt hinter dem neuen Co-working-Angebot der Ruby Gruppe?
MICHAEL PATRICK STRUCK
Wir haben Arbeitsplätze mit Charakter und Seele erschaffen, die flexibel buchbar, perfekt ausgestattet und in zentralen Lagen sind. Wir konzentrieren uns dabei auf die großen Städte, in denen unsere Zielgruppe, wir nennen sie die kosmopolitische Avantgarde, lebt, arbeitet oder auf Geschäftsreise hinfährt. Wir segmentieren diese Zielgruppe psychografisch, also nach ihren Werten, Einstellungen und den Präferenzen. Damit gehen wir nicht nur in der Hotellerie neue Wege, sondern sind auch im Bereich der Co-Working-Anbieter ein Nischenplayer.

Was macht für Sie einen perfekten Arbeitsplatz aus?
Wir finden, dass das ideale Büro eigentlich gar nicht wie ein Büro ist. Es fühlt sich mehr an wie ein zweites Zuhause und gibt einem das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Unsere Work-Spaces folgen somit der gleichen Philosophie und einem ähnlichen Designkonzept wie unsere Hotels: warmes Licht, vielseitig anpassbar an Stimmung und aktuelle Arbeitsaufgabe. Materialien mit Charakter und Patina – handverlesene Antiquitäten mit Stil und Seele.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit dem Co-working-Angebot an?
Um uns mit Ruby Works von der Konkurrenz abzuheben, richten wir uns nicht nur an die üblicherweise mit Co-working assoziierten Start-up-Unternehmen und Freelancer, sondern wollen auch anderen Berufsgruppen mit hohem Anspruch an Kreativität, Projektarbeit und stark vernetzte Arbeitsprozesse eine optimale Produktivitätsplattform bieten. Vor dem Hintergrund unserer Herkunft aus der Hotellerie adressieren wir außerdem als zusätzliche Zielgruppe auch Geschäftsreisende, die bei Ruby Works auch tageweise buchen können; schnell und einfach online, wie sonst bei Hotels üblich.

Welche Vorteile ergeben sich bei der Kombination von Hotel und Co-working-Space?
Das Zusammenspiel aus Hotel- und Co-working-Betrieb bringt für Ruby wie auch für die Gäste und Nutzer viele Vorteile mit sich. Vieles lässt sich von unseren Boutique-Hotels vor Ort aus einer Hand und damit günstiger erledigen. Wir nutzen zudem konsequent IT, um Abläufe zu vereinfachen. Und wir planen und bauen geschickter, um mehr aus unseren Flächen zu machen. Damit sparen wir uns und unseren Nutzern viel Geld. Unsere Hotelgäste können Arbeitsplätze in unseren Co-working-Spaces tageweise für 15 Euro mieten. Gleichzeitig bieten unsere fußläufig angebundenen Boutique-Hotels hochwertige Übernachtungsmöglichkeiten für Ruby-Works-Mieter und ihre Gäste. So kann der Reisende alles aus einer Hand buchen.

Über Michael Patrick Struck

Der Gründer und CEO von Ruby Hotels baute als Unternehmer bereits ­erfolgreich die Hotelgruppen ­Kameha, Gold Inn und Dormero sowie den Immobilienentwickler Cosmopolitan Estates auf.

Interview aus Falstaff Karriere 06/17.

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