Sommelier Suwi Zlatic über Wettbewerbe und den Nachwuchs

Suwi Zlatic, Inhaber von »Suwine« und Chef-Sommelier bei »Raffls Starhotels«.

© Fung Shing Liu

Suwi Zlatic, Inhaber von »Suwine« und Chef-Sommelier bei »Raffls Starhotels«.

© Fung Shing Liu

PROFI: Wie wichtig war Ihnen die Teilnahme als Titelverteidiger »Bester Sommelier Österreichs« beim Wettbewerb? 
SUWI ZLATIC: Es war für mich selbstverständlich mich dieser Herausforderung zu stellen und noch viel wichtiger, Kollegen zu treffen und den Nachwuchs zu motivieren und fördern. Es ist wichtig, sich mit den Besten der Branche zu messen und dafür Anerkennung zu bekommen. Die ganze Vorbereitung darauf bringt einem unheimlich weiter, der Turbo-Boost für den Alltag und die beste Motivation . . .

Wie nehmen Sie den Stellenwert dieses Wettbewerbs in der Branche wahr?
Mittlerweile haben Wettbewerbe einen immer höheren Stellenwert, da sie auch medial sehr stark verfolgt werden. Daran hat die Sommelier Union Austria mit Präsidentin Annemarie Foidl hart gearbeitet. Ich bin sehr stolz auf unsere Branche und versuche laufend junge Menschen oder Quereinsteiger dafür zu motivieren.

Wie nehmen Sie den Stellenwert Ihres Berufsstandes in der Branche wahr?
Ich finde, dass die Anerkennung und die Wertigkeit des Berufsstandes unheimlich gestiegen sind, wobei ich mir viel mehr Damen in der Branche wünsche, kaum ein Beruf ist offener für Frauen und Männer. Und ganz besonders freut mich, dass die jungen Menschen es »cool« finden, Sommelier zu sein. Die Tiroler Sommelier Ausbildung trägt seit einiger Zeit grüne Armbänder vom Wifi Tirol und dem Tiroler Sommelier-Verein mit dem hashtag #beagreatsommelier und die sind sowas von gefragt!

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?
Sommelier ist für mich meine Lebenseinstellung, deswegen sehe ich den Beruf seit Jahren nicht als Arbeit. Wenn ich nochmal wählen könnte, würde ich wieder Sommelier werden.

Was müsste man verändern, um den Stellenwert noch mehr zu heben bzw. um diesen Berufsstand für den Nachwuchs noch attraktiver zu gestalten?
Mehr Werbung im Allgemeinen. Man müsste viel früher in den Schulen präsent sein und den Nachwuchs motivieren. Betriebe könnten die Wichtigkeit steigern in dem sie bewusst den Beruf als USP für sich nützen. Und zuletzt: Einfach tun. Wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, kommt der Erfolg von alleine. Dafür sind aber Teamplayer und keine Egomanen gefragt.

ERSCHIENEN IN

Falstaff Profi Magazin 06/2018
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