»So gut war österreichischer Sekt noch nie.«

Reges Interesse an der Verkostung mit den besten heimischen Sektproduzenten im Wiener Museumsquartier.

© Roland Unger

Reges Interesse an der Verkostung mit den besten heimischen Sektproduzenten im Wiener Museumsquartier.

© Roland Unger

Bei der Kick-Off-Veranstaltung zum Tag des Österreichischen Sekts im Wiener Museumsquartier präsentierte Schlumberger-Vorstand Herbert Jagersberger aufschlussreiche Zahlen. Im Vorjahr wurden in Österreich 23,5 Millionen Flaschen Sekt getrunken. Der über die Sektsteuer eingenommene Betrag lag bei 18 Millionen Euro, also weit unter den Erwartungen. Der Marktanteil von österreichischem Sekt am Schaumweinmarkt beträgt nur rund 30 Prozent. Das Österreichische Sektkomitee hat sich zum Ziel gesetzt, mittelfristig auf 50 Prozent zu kommen und vor allem in der Gastronomie stärker zu werden. Was die Qualität des heimischen Sekts betrifft, zeigte sich Jagersberger – der die Sektbranche kennt wie kein anderer – überzeugend: »So gut war österreichischer Sekt noch nie!«. Der Jahrgang 2016 brachte durch Frost und Hagel zwar schmerzhafte Einbußen bei der Erntemenge, die Qualität sei aber optimal.

Infos und Programm zum Tag des Sekts

ÖWM-Chef Willi Klinger berichtete von einer groß angelegten Studie, nach der die Wertschöpfung von Wein in Österreich bei 3,5 Milliarden Euro liegt. Sekt macht einen Anteil von rund zehn Prozent aus und soll künftig von der ÖWM (Österreichische Wein-Marketing) intensiv gefördert werden. Klinger ließ nicht unerwähnt, dass von der genannten Wertschöpfung eine Milliarde zurück an die öffentliche Hand geht. »Wir sind nicht nur Subventionsempfänger!«, strich der ÖWM-Chef die wirtschaftliche Bedeutung der Weinbranche hervor.

Michael Malat ergriff als Vertreter der Sekt-produzierenden Winzer das Wort und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen der Sekt-Industrie und den einzelnen Winzern. Die im Vorjahr präsentierte Sektpyramide (siehe Grafik), gebt dem Kremstaler zufolge dem österreichischen Sekt Profil. »Mit Qualität und Entwicklung geht es aufwärts!« freute sich Malat. »Sekt ist nicht mehr bloß Lückenbüßer und Auffüller eines Sortiments, sondern eigenständiges und wertiges Produkt.«

© ÖWM

Eigenes Glas

Weinfreunde boykottieren seit Jahrzehnten Sekt-Flöten und -schalen und verwenden großformatigere Gläser für den Sektgenuss. Nun werden diese »Privatinitiativen« auch von offizieller Seite unterstützt: Das Österreichische Sektkomitee hat sich gemeinsam mit der Österreich Wein Marketing und dem renommierten heimischen Glashersteller Riedel über die vergangenen Monate intensiv mit der Entwicklung eines österreichischen Sektglases beschäftigt. Eine große Herausforderung, wie sich rasch herausstellte. Denn die Stärke des Österreichischen Sekts liegt in dessen Vielfalt. So setzen die Hersteller durch Rebsorten, Verarbeitungsmethoden sowie Reifezeiten und Dosage sehr unterschiedliche Akzente. Dennoch gelang es, in einem intensiven Workshop unter der Leitung von Georg Riedel gemeinsam mit Sektherstellern, Winzern, Sommeliers und weiteren Fachleuten ein Glas zu erarbeiten, das den komplexen Anforderungen am nächsten kommt. Ziel dieses neuen Glases speziell für die Gastronomie ist es, auch im Sektbereich mehr Bewusstsein für Qualität und für die richtige Präsentation zu schaffen. Laetizia Riedel stellte das Glas am Rande der Kick-Off-Verkostung zum Tag des Österreichischen Sekts erstmals der Öffentlichkeit vor. Vertrieben wird das hochwertige Glas von Riedel über das Österreichische Weininstitut (ÖWI).

Laetizia Riedel beschreibt äußerst überzeugend die Vorzüge des neuen Sektglases. Benedikt Zacherl, Herbert Jagersberger, Ferdinand Maier und Willi Klinger lauschen aufmerksam.

© Falstaff/Degen

Ferdinand Maier ist erster Sekt-Botschafter

In einer feierlichen Zeremonie kürte das Sektkomitee dieses Jahr erstmals einen Botschafter für den österreichischen Sekt. Ausgewählt wurde für diese hohen Würden Dr. Ferdinand Maier, der sich bereits als Obmann des Kuratorium Kulinarisches Erbe Österreich für den guten und nachhaltigen kulinarischen Geschmack engagiert. Er wird das kommende Jahr als Repräsentant für den österreichischen Sekt unterwegs sein und sich auch im Bereich Qualitätssicherung und rechtlicher Fragen auf politischer Ebene einsetzen. 

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