Simplify Restaurant Communication mit »Ordercube«

Der »Ordercube« wechselt seine Farbe, wenn der Gast bestellen oder zahlen möchte.

© Ordercube

Der »Ordercube« wechselt seine Farbe, wenn der Gast bestellen oder zahlen möchte.

Der »Ordercube« wechselt seine Farbe, wenn der Gast bestellen oder zahlen möchte.

© Ordercube

Profi: Der »Ordercube« hat enorm viele Funktionen: Wie kam es grundsätzlich zu der Idee, dieses Produkt zu entwickeln?
Daniel Pasternak: Vor etwa acht Jahren saßen Igor Suslov und ich am Münchner Karlsplatz in einem Café. Bevor wir das Café betraten, wussten wir noch nicht, dass die kommende Stunde der Beginn einer großartigen Idee sein wird. Und das, obwohl wir 30 Minuten nach Betreten des Cafés mehr als genervt waren. Auslöser der schlechten Laune war die Unaufmerksamkeit eines Kellners, der uns permanent übersah und nicht in der Lage war, die Bestellung aufzunehmen. Das Lokal war sehr voll, es herrschte eine dröhnende Lautstärke und die Bedienung war überfordert. Ein flüchtiges Winken, das Heben einer Hand konnte leicht übersehen werden.

So dachten wir uns: Es müsste ein Signal geben, das dem Kellner signalisiert, dass wir bestellen wollen. Es muss aber gleichzeitig dekorativ sein. Oder noch besser: Man müsste ein Gerät am Tisch haben, das ein Signal sendet, über eine App verbunden ist und noch zusätzlich Daten liefert. Über Aufenthaltsdauer, Wartezeit, Bestellungen, freie Plätze, Bewertungen. Damit begann die Geschichte des »Ordercubes«. Wir sind und waren von Anfang an davon überzeugt, dass dies eine Innovation ist, die schon lange überfällig ist und die sich nicht nur Gäste wünschen.

Können Sie bitte die größten Vorteile Ihres Produkts erläutern?
Der »Ordercube« ist eine übersichtssteigernde LED-Kerze, welche zu einer deutlich höheren Gästezufriedenheit, höherem Trinkgeld, und vor allem durch schnelleren Table turn zu höherem Umsatz führt. Gastronomen können sich dadurch von der Konkurrenz abheben, schlecht einsehbare Bereiche professionell verwalten und Gäste in separaten Räumen mit gleicher Aufmerksamkeit bedienen. Daraus ergibt sich qualifizierterer Service für den einzelnen Gast. Zufriedene Gäste bestellen mehr und sind bereit großzügigeres Trinkgeld zu geben.

Für wen eignet sich der Ordercube?
Der »Ordercube« ist durch die Vielzahl an Funktionen vielseitig einsetzbar. Wir beliefern klassisch Hotels, Restaurants, Cafés, Bars und auch Kinos oder Schiffe. Wer sich effizienteren Einsatz seines Personals, wiederkehrende Gäste und eine Digitalisierung des Betriebs wünscht, sollte sich mit dem »Ordercube« beschäftigen.

Was ist die Philosophie Ihres Unternehmens?
Simplify Restaurant Communication. Unsere Philosophie ist es, Gästen, Mitarbeitern und Gastronomen mehr Lebenszeit zu schenken und zeitgleich das Erlebnis in der Lokalität in den Vordergrund zu stellen.

Ihr Unternehmen hat z. B. mit NH Hotels, Accor Hotels, Best Western oder Metro bereits sehr starke Partner gewonnen. Wie wichtig sind Ihnen diese Referenzen, speziell in Zeiten wie diesen?
Sie sind essenziell, weil sie Vertrauen für potentielle Neukunden aufbauen, die aufgrund der Krise verunsichert sind.

Stichwort Corona: Bitte erläutern Sie kurz, welche Funktionen des »Ordercubes« Gastronomen gerade in der Pandemie besonders helfen können.
Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben wird die Tischanzahl verringert, damit die Mindestabstände eingehalten werden können. »Ordercube« sorgt für eine schnellere Abwicklung jedes Wunsches. Somit kann der Gastronom die Tische zu Peak-Zeiten häufiger verkaufen. Mit weniger Gästen aufgrund der geringen Tischanzahl sollte trotzdem genügend Umsatz erwirtschaftet werden. Es bleibt kein Wunsch seitens des Gastes offen – »Ordercube« erhöht vor allem den Absatz von Getränken, was zu einer Steigerung des Umsatzes führt.

Aufgrund der geforderten Abstände steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gast übersehen wird. Mit »Ordercube« hat der Gast immer die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen – auch wenn er versteckt sitzt. Das Servicepersonal ist mittels Smartphone, Tablet oder Smartwatch immer auf dem Laufenden, erhöht somit die Nähe zum Gast und dessen Zufriedenheit erheblich.

Zukünftig werden wir mit integrierter NFC-Technologie mittels Tippen mit Smartphone auf den »Ordercube« eine kontaktlose Bezahlung anbieten. Es öffnet sich ohne vorherige Installation automatisch eine Web-App, mit der man auf Wunsch auch die Speisekarte ansehen, direkt bestellen und Feedback geben kann. Dieses Angebot wird unseren Kunden modular zur Verfügung stehen, das bedeutet, dass sie individuell alle Funktionen einzeln buchen oder abwählen können.

Sie produzieren in München und Umgebung. Wie wichtig ist Ihnen Nachhaltigkeit in der Produktion?
Es ist ein wichtiger Bestandteil unserer Philosophie nachhaltige Ressourcen lokal zu nutzen. Wir profitieren von einer sehr geringen Mängelquote, was im Vergleich zu einer Produktion in Übersee sicherlich anders aussehen würde.

Gibt es vergleichbare Produkte auf dem Markt?
Unsere Erfindung ist weitreichend durch gewerbliche Schutzrechte (Patente) abgesichert, so lassen wir möglicher Konkurrenz keinen Raum. Und nein, nicht in dieser Kombination an Funktionen wie »Ordercube«.

Welche Technik steckt dahinter bzw. welche technischen Voraussetzungen als Gastronomiebetrieb muss ich erfüllen?
In den letzten Jahren ist es unserer Entwicklung gelungen, eine unikale Bluetooth-Technologie für unseren Anwendungsbereich zu entwickeln. Dabei setzen wir auf ein Bluetooth-Mesh-Netzwerk, mit welchem die »Ordercubes« untereinander kommunizieren. Es ist robust, flexibel und schnell zugleich. Darüber hinaus schöpfen wir die Technologien der »Near Field Communication« (NFC) für unsere aktuellen und zukünftigen Funktionen aus.

Es sei zudem erwähnt, dass alle technischen Komponenten eines Smartphones im »Ordercube« eingebaut sind. Somit ist der »Ordercube« ein Smart Device, er hat beispielsweise eine Akkulaufzeit von mehr als 40 Stunden oder Bluetooth-basierten Diebstahlschutz. Grundsätzlich ist auch ein Offline-Betrieb möglich, um die volle Funktionalität des Systems auszuschöpfen, empfehlen wir die Verwendung mit WLAN. Voraussetzungen sind dann ein WLAN-Netzwerk für die App-Nutzung und ein Endgerät, wie Smartphone oder Tablet, gegebenenfalls in Kombination mit einer Smartwatch.

ordercube.de

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