Simone Gastberger über Events und Inszenierungen

Simone Gastberger lebt nach dem Motto: überraschen, begeistern, verblüffen.

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Simone Gastberger lebt nach dem Motto: überraschen, begeistern, verblüffen.

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Karriere Frau Gastberger, wie können wir uns Ihren Aufgabenbereich im Familienunternehmen, dem Eventresort »Scalaria«, vorstellen?
Simone Gastberger Wir sind rein auf den Eventbereich spezialisiert. Unser Hotel steht ausschließlich unseren Eventgästen zur Verfügung. Wir haben die unterschiedlichsten Firmen und Anforderungen, kein Event ist wie das andere. Wir entwickeln tolle Eventkonzepte gemeinsam mit unseren internationalen Kunden.

Was lieben Sie an Ihrem Job?
Das kreative Zusammenarbeiten mit den Kunden und das Unmögliche möglich zu machen. Durch meinen Job lerne ich sehr viele interessante Persönlichkeiten kennen. Ich bin natürlich auch sehr stolz, unser Haus zu präsentieren und das Funkeln in den Augen unserer Kunden zu sehen. Frei nach dem Motto: überraschen, begeistern, verblüffen.

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie bei der Planung von Events? 
Wir haben immer wieder größere oder kleinere
Herausforderungen zu meistern, gerade bei Events bis zu 1600 Personen muss alles richtig koordiniert und eingeteilt sein. Die Heraus-forderungen sind aber nicht zwangsläufig von der Eventgröße abhängig. Entscheidend sind Organisation und Gesamtpaket. Es ist unsere Aufgabe, den Kunden richtig zu beraten in Hinblick darauf, was das Ziel der Veranstaltung ist. Oftmals ist die Event-Strategie »weniger ist mehr«, dafür effektiv herausgearbeitet. 

1998 hat Ihr Vater den klassischen Hotelbetrieb geschlossen. Wie standen Sie damals und wie stehen Sie heute zu dieser Entscheidung?
Damals habe ich noch in London gearbeitet und war noch nicht im Betrieb. Es war für die Familie wohl die größte Herausforderung, vom kleinen beschaulichen Seminarhotel die »Scalaria« bzw. damals das »Schloss am Wolfgangsee« zu eröffnen. Meine Mutter hat die Eröffnung und die schwierige Anfangsphase mit meinem Vater durchgestanden. Wir waren uns nicht sicher, ob das gutgehen würde, aber mein Vater war immer schon ein großer Visionär und seiner Zeit voraus . . .

Worauf schließen Sie den Erfolg Ihres Unternehmens?
Wir sind kein gewöhnliches Hotel, sondern vielmehr ein bewohnbares Erlebnis und haben aus dem kleinen Schlosshotel die größte Inszenierungswelt in den Alpen geschaffen. Nicht nur die 210 Designerzimmer mit Blick auf den See begeistern unsere Kunden, sondern auch die einzigartigen Eventlocations und Bühnen. Aber der wichtigste Faktor sind tatsächlich die Menschen und die Persönlichkeiten, die hinter einem Unternehmen stehen.

Sie haben gerade einen großen Zubau eröffnet. Welchen Hintergrund hat diese Erweiterung?
»Scalaria« verfügte über 140 Doppelzimmer und Suiten. Für unser Eventbusiness ist die Zimmeranzahl, neben den Theaterräumlichkeiten, ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wir verfügen ab Mai 2018 über 420 Gästebetten in Designersuiten. Da die Fixkosten nur marginal steigen, erreichen wir für unsere Eventlocation eine wirtschaftliche Fixkostendegression. Der Wunsch unserer Veranstaltungsgäste ist, möglichst alle Leistungen aus einer Hand anzubieten – »made to measure« sowie auch die maximale Gästeanzahl in einem Haus unterzubringen.

Ihr Motto?
Es reicht nicht, eine Nasenlänge voraus zu sein, wir müssen um Welten voraus sein.

Artikel aus falstaff KARRIERE 03/2018.

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