Sauternes erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Das Château Laufaurie-Peyraguey in Sauternes.

© AgiSimoes/RetoGuntli

Das Château Laufaurie-Peyraguey in Sauternes.

© AgiSimoes/RetoGuntli

2014 kaufte der Schweizer Wein- und Kristallunternehmer Silvio Denz Château Laufaurie-Peyraguey, 1er Grand Cru Classé Sauternes. Er investierte in Rebberg und Keller und erzeugt neben dem erstklassigen edelsüßen Nektar neu auch einen hervorragenden trockenen Weißwein. Jetzt eröffnete er im Château ein Boutique-Hotel der Luxusklasse und haucht dem verschlafenen Sauternes neues Leben ein.»Ich glaube an die Zukunft von Sauternes. Mich bezaubern das authentische, ländliche Flair des Orts und die legendären Nebelschwaden, die einen wie auf eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert mitnehmen« schwärmt Silvio anlässlich der Eröffnung vor zwei Wochen.

In einer anderen Welt fühlt sich auch der Gast in den exquisit eingerichteten Räumen des Hotels – im Salon, im Restaurant und in den 13 Zimmern und Suiten, über die das 400 Jahre alte Château verfügt. Es ist eine Welt des Luxus, des Art Déco, des französischen Savoir vivre. Denz, der auch Besitzer der elsässischen Kristallmanufaktur »Lalique« ist und in Wingen-sur-Moder mit der »Villa René Lalique« und dem Château Hochberg by Lalique bereits zwei 5-Sterne-Häuser führt, hat es geschafft, die alten Materialien, aus denen das Château seine Identität bezieht, mit zauberhaften Accessoires aus der sich am Jugendstil anlehnenden Kristallwelt zu verschmelzen.

Selbstredend kann man im Hotel-Restaurant »Lalique« auf Château Laufaurie-Peyraguey nicht nur erholsam schlafen und göttlich trinken (die Weinkarte umfasst 2500 Provenienzen), sondern im vom Stararchitekten Mario Botta in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege konzipierten Glasanbau köstlich essen. Chefkoch Jérôme Schilling hat bei fast allen großen Küchenchefs Frankreichs gearbeitet und war zuletzt neben Jean-Georges Klein in der »Villa René Lalique« für zwei Michelin-Sterne verantwortlich. Die Männer von Michelin werden ihn rasch auch im ländlichen Südwestfrankreich aufspüren.

Silvio Denz hat 16 Millionen Franken in den Kauf und den Umbau von Lafaurie-Peyraguey investiert. Der Schweizer Unternehmer und Investor Michael Pieper hat sich mit 25 Prozent beteiligt und sich damit den Traum eines Weinguts verwirklicht. Denz besitzt neben dem Sauternes-Gut die beiden Saint-Emilion Grand Cru Classé Château Faugères und Péby-Faugères sowie Cap de Faugères in den Côtes de Castillon sowie das nordspanische Clos d’Agon und Anteile an Château Rocheyron (Saint Emilion Grand Cru) und Montepeloso in der Maremma. Mit einer eigentümlichen Mischung aus Lebenskunst, Geschäftssinn und ästhetischem Geschmack zählt der smarte 62-jährige zu den herausragenden Figuren der europäischen Weinwelt.

www.chateau-lafaurie-peyraguey.com

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