Sacha Lichine setzt sich für die Wertigkeit von Roséweinen ein / Foto: Château d'Esclans
Sacha Lichine setzt sich für die Wertigkeit von Roséweinen ein / Foto: Château d'Esclans

Würden Sie 100 Dollar für einen Rosé zahlen? Als der Franzose Sacha Lichine 2006 das Château d'Esclans in der Provence übernommen hat, schwebte ihm dieser Preis zumindest vor. Die »Garrus«-Serie des 44-Hektar-Weingutes in der Nähe der Stadt Frejus wird derzeit für 90 Dollar verkauft. Trotz des großen Interesses meinten alle Händler, sie könnten den Wein nicht für 100 Dollar verkaufen.

Üblicherweise geht Lichine keine Kompromisse ein. Der in Bordeaux geborene Sohn der Weinlegende Alexis Lichine widmete sein Leben schon früh dem Wein. Als Schüler half er selbstverständlich auf dem elterlichen Weingut Chateau Prieuré Lichine mit, im Alter von 23 Jahren organisierte er Weinreisen in Frankreichs Luxus-Weingüter, arbeitete als Sommelier in Boston und vertrieb Wein in der Karibik. Mit 27 Jahren übernahm er schließlich das Weingut seiner Eltern.

Seine Erfüllung fand Lichine aber erst mit der Übernahme von Château d'Esclan: Gemeinsam mit dem Önologen Patrick Léon (vormals Mouton-Rothschild) verfolgte er seine klare Linie von einem hochmodernen Herstellungsprozess, gepaart mit einem großen Herz für Rosé. Neben dem High-End-Rosé Garrus vertreibt Lichine auch noch die Basis-Linie Château d'Esclans, den »Whispering Angel«, benannt nach einer Kapelle aus dem frühen 19. Jahrhundert und den »Les Clans«, der auch schon für 65 Dollar angeboten wird.

www.esclans.com

(sb)

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