Rindsknochensuppe / Foto: Pichler Verlag, Peter Barci
Rindsknochensuppe / Foto: Pichler Verlag, Peter Barci

 

Zutaten 

  • 1 Bund Suppengrün
  • 1–2 Zweige Liebstöckel
  • ca. 1 kg fleischige Rindsknochen (auch Ochsenschlepp)
  • eventuell 1 kleines Stück Rindfleisch (Beinfleisch, Scherzel etc.)
  • 1 Zwiebel
  • einige Pfefferkörner und Safranfäden
  • 1–2 Gewürznelken
  • 1 kl. Stück Muskatnuss
  • Salz
  • Suppenwürze nach Bedarf
  • Pflanzenöl

 

Zubereitung

Fleisch und Knochen unter kaltem Wasser gut waschen.

Suppengrün grobwürfelig schneiden, Zwiebel halbieren und gemeinsam mit den Knochen in etwas Öl kurz anschwitzen. Mit etwa 1,5–2 Liter kaltem Wasser aufgießen.

Fleisch sowie Gewürze (mit Ausnahme der Suppenwürze und Salz) zugeben und alles einmal aufkochen lassen. Hitze reduzieren und zugedeckt mindestens 1 Stunde eher ziehen lassen als sprudelnd kochen. (Je länger die Suppe gekocht wird, desto besser schmeckt sie.)

Suppe abseihen und nun kräftig mit Salz und allenfalls etwas Suppenwürze abschmecken. Nach Bedarf weiter verwenden.

Kochzeit: mindestens 1 Stunde


Typisch Wien
Seit Justus Liebig der Menschheit in den 1860er-Jahren seinen industriell gefertigten Suppenwürfel schenkte, überprüft der gelernte Wiener im Wirtshaus das »hausgemachte« Supperl besonders genau. Da werden Fettaugen gezählt (sie lassen auf gehaltvolles mitgekochtes Rindfleisch schließen) und die Geschmackspapillen strapaziert. Eine kleine Prise Suppenwürze zum Verfeinern wird freilich toleriert, schlicht in heißem Wasser aufgelöster Suppenwürfel hingegen nicht geschätzt. Letzteres kann man mit Sicherheit ausschließen, wenn Tafelspitz auf der Speisekarte steht – da kann man sich die Rindsuppe ohne Misstrauen getrost schmecken lassen!


Aus: Renate Wagner-Wittula, »Wiener Küche«, Pichler Verlag, 128 Seiten, € 14,99