Restaurantguide 2018: Die besten Restaurants Österreichs

Alle Bundeslandsieger auf der Bühne

© Point of View

Alle Bundeslandsieger auf der Bühne

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Für spontanen Applaus sorgte Bundesministerin Elisabeth Köstinger bei der Präsentation des Falstaff Restaurantguides 2018 am Dienstag im Wiener Rathaus. Sie betonte dass nun erstmals das Wort »Tourismus« im Namen des Ministeriums vorkommt und dass sie sich besonders um die Anliegen der Gastronomen und Hoteliers kümmern möchte. Das dürfe ruhig »als Entschuldigung verstanden werden, dass eine Branche in der Vergangenheit über Gebühr belastet wurde.« Kulinarisch gesehen sieht sie durch die Vielfalt des Geschmacks in Österreich großes Potenzial. »Ich will nicht, dass irgendwann mal alles gleich schmeckt«, sagte die Bundesministerin vor den geladenen Gästen, zum Großteil Gastronomen und Hoteliers (Diashow: Die Gäste vor der Fotowand).

Mehr als 250.000 Votings von rund 18.000 Restaurantbesuchern hat die Falstaff-Redaktion heuer erhalten, bewertet wurden die Kategorien Essen, Service, Weinkarte und Ambiente. Souveräne Nummer eins ist auch in diesem Jahr wieder das »Steirereck«. Das Haus im Wiener Stadtpark wurde von den Falstaff-Testern erneut am höchsten bewertet. Ergebnis: 100 Punkte für Patron und Küchenchef Heinz Reitbauer und damit die Maximalwertung. Was auf den ersten Blick sehr vertraut und somit unspektakulär erscheint, ist ein Teil des Phänomens: die Kontinuität der Superlative. 

In der Gesamtwertung liegen das »Landhaus Bacher« in Mautern, die Brüder »Obauer« in Werfen und die »Griggeler Stuba« in Lech bei 99 Punkten. Knapp dahinter folgen Simon Taxacher in Kirchberg, die »Paznauner Stube« in Ischgl, das »Ikarus Hangar-7« in Salzburg, »Döllerer« in Golling, das »Saag« am Wörthersee, sowie »Mraz & Sohn« und »Silvio Nickol« in Wien mit 98 Punkten.

Die Höchstbewertungen

1. Steirereck: 100 Punkte   
2. Landhaus Bacher: 99 Punkte
2. Obauer: 99 Punkte  
3. Griggeler Stuba: 99 Punkte
4. Mraz & Sohn: 98 Punkte
4. Saag: 98 Punkte
4. Simon Taxacher: 98 Punkte
5. Döllerer: 98 Punkte
5. Ikarus Hangar-7: 98 Punkte
5. Paznauner Stube: 98 Punkte
5. Silvio Nickol: 98 Punkte
6. Johanna Maier und Söhne: 97 Punkte
6. T.O.M. R Pfarrhof: 97 Punkte
6. Weinbank Restaurant: 97 Punkte
7. Mühltalhof: 96 Punkte
7. Senns Restaurant: 96 Punkte   
7. Stüva: 96 Punkte
8. Almhof Schneider: 96 Punkte  
8. Steirerschlössl: 96 Punkte
8. Tannenhof: 96 Punkte
9. Aurelio’s: 95 Punkte
9. Mesnerhaus: 95 Punkte
9. Pfefferschiff: 95 Punkte
9. Pure Gourmet: 95 Punkte
9. Tanglberg: 95 Punkte
9. Triad: 95 Punkte

Alle genannten Betriebe sind mit vier Gabeln ausgezeichnet. Die Reihung ergibt sich aus der Gesamtpunktzahl. Bei Gleichstand entscheidet noch zusätzlich die Küchenwertung.

Die Bundesland-Sieger

  • Wien: Steirereck
  • Niederösterreich: Landhaus Bacher
  • Burgenland: Gut Purbach und Taubenkobel (ex aequo)
  • Oberösterreich: Mühltalhof
  • Steiermark: T.O.M. R Pfarrhof und Restaurant Weinbank (ex aequo)
  • Kärnten: Seerestaurant Saag
  • Salzburg: Obauer
  • Tirol: Simon Taxacher
  • Vorarlberg: Griggeler Stuba

Die Sonderpreise

Die gastronomische Kultur Österreichs wird nicht nur innerhalb der Landesgrenzen hoch gehalten, sie wird auch erfolgreich nach außen getragen. Einer der erfolgreichsten Trommler in diesem Zusammenhang ist Eckart Witzigmann, der dafür von Falstaff als bester internationaler Botschafter ausgezeichnet wurde. Den »Jahrhundertkoch« muss man nicht näher vorstellen, das von ihm betreute Restaurant »Ikarus« wurde heuer mit 98 Punkten und vier Gabeln ausgezeichnet.

Die Familie Kolarik, die Betreiber des »Schweizerhauses« wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Das Schweizerhaus, der Legende nach um 1766 gegründet, ist eine gastronomische Institution, eine Welt aus Bier und Stelzen. Nirgendwo anders im Land wird so viel Bier getrunken. »Wir fragen nicht, ob jemand ein Bier will, wir haben schon eines mit.« sagt Familienoberhaupt Karl Kolarik, dessen Lokal stets zu den meist-bewerteten des Restaurantguides zählt. Den Preis nahm er »in Demut für die ganze Familie« entgegen und vergaß nicht darauf hinzuweisen, dass am 15. März wieder die Saison beginnt.

Zum Gastronomen des Jahres wurde diesmal Peter Friese gekürt, der Wirt einer weiteren Wiener Institution: »Zum Schwarzen Kameel«. Im 400 Jahre alten Restaurant verkehren alle – Bankdirektoren wie Straßenkehrer. »Sie müssen alle nebeneinanderstehen können«, sagt Friese, der, wenn seine Mitarbeiter ihn abends anrufen und fragen, 
ob er die Umsätze wissen wolle, meist gelassen antwortet: »Nein, will ich nicht wissen. Aber wie war die Stimmung?« Bei der Veranstaltung im Rathaus war die Stimmung jedenfalls grandios und Friese freute sich über die Maßen: »Das schlägt alles! Mit dem habe ich wirklich nicht gerechnet!«

Für das beste Service des Jahres wurde die schwarze Brigade des Restaurant »Eckel« in Wien Döbling ausgezeichnet: Gerhard und Markus Föderler sowie Leopold Ebner. Den Preis für das beste Wiener Beisl erhielt diesmal der »Grünauer« im siebenten Wiener Gemeindebezirk. Der Preis für das beste Hotelrestaurant ging an den »Schlossstern« im Schlosshotel Velden am Wörthersee. Über die Eröffnung des Jahres darf sich die Familie Madreiter mit dem Restaurant »Ess:enz« im »Puradies« in Leogang freuen und Sindy Kretschmar wurde für ihre Performance im Restaurant »Dstrikt« im Hotel Ritz Carlton Vienna als beste Sommelière ausgezeichnet.

Die Sondersieger im Überblick
  • Lebenswerk: Familie Kolarik (Schweizerhaus)
  • Gastronom des Jahres: Peter Friese (Zum Schwarzen Kameel)
  • Sommelière des Jahres: Sindy Kretschmar (Dstrikt Steakhouse)
  • Eröffnung des Jahres: Ess:enz im Puradies, Leogang
  • Bester internationaler Botschafter: Eckart Witzigmann
  • Bester Service des Jahres: Gerhard und Markus Föderler sowie Leopold Ebner (Restaurant Eckel)
  • Bestes Hotelrestaurant: Schlossstern im Schlosshotel Velden
  • Bestes Wiener Beisl: Grünauer

Die besten Neueinsteiger

1. Ess:enz im Puradies (S): 91 Punkte
1. Didi Dorner im Magnolia (ST): 91 Punkte
2. Interalpen-Hotel Tyrol Chef’s Table (T): 90 Punkte
2. Sonnenhofs Wirtshaus (T): 90 Punkte
3. Holzpoldl (OÖ): 88 Punkte
3. Wachtelhof (S): 88 Punkte
4. Shiki Brasserie (W): 88 Punkte

Restaurant App

© Falstaff Verlag

Mehr als 250.000 Votings hat die Falstaff-Redaktion heuer erhalten, bewertet wurden die Kategorien Essen, Service, Weinkarte und Ambiente. Ab 28. Februar ist der Falstaff Restaurantguide im Buch- und Zeitschriftenhandel und online unter www.falstaff.at/guides zum Preis von € 9,90 erhältlich. Alle Bewertungen sind auch in der kostenlosen Falstaff Restaurantguide-App nachzulesen.

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