Restaurantguide 2017: Die besten Restaurants Österreichs

Alfred Hudler (Vöslauer, l.) mit Heinz (2.v.l.) und Birgit Reitbauer (2.v.r.) Minister Wolfgang Sobotka (M.) und Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam (r.)

© Falstaff / Andreas Tischler

Alfred Hudler (Vöslauer, l.) mit Heinz (2.v.l.) und Birgit Reitbauer (2.v.r.) Minister Wolfgang Sobotka (M.) und Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam (r.)

Alfred Hudler (Vöslauer, l.) mit Heinz (2.v.l.) und Birgit Reitbauer (2.v.r.) Minister Wolfgang Sobotka (M.) und Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam (r.)

© Falstaff / Andreas Tischler

Es war eine mehr als gelungene Präsentation des Falstaff Restaurantguides 2017 im feierlichen Rahmen des Wappensaals des Wiener Rathauses. Prominente Gäste wie Schauspiel-Legende Peter Weck, Innenminister Wolfgang Sobotka oder Opernball-Organisatorin Maria Großbauer ließen es sich am Donnerstag Mittag nicht nehmen, der Siegerehrung der besten Köche und Service-Persönlichkeiten des Landes beizuwohnen. Prominentester Geehrter war wohl Johann Lafer, der als internationaler Botschafter für österreichische Kulinarik geehrt wurde. Bei der Ehrung zeigte sich der gebürtige Steirer nachdenklich und meinte: »Was wir heute feiern kommt in der nächsten Generation leider nicht mehr so an, wie wir uns das wünschen. Der Funke springt nicht über. Widmen wir diese Preise den jungen Menschen, die am Beginn einer Karriere in der Gastronomie stehen!«

AUA als neuer Partner

Durch das Programm führte Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam, der erklärte, dass dem Guide 240.000 Bewertungen von 16.000 Gourmetclubmitgliedern zugrunde liegen. Gleichzeitig begrüßte er mit den Austrian Airlines einen neuen Partner, mit dessen Top-Kunden das kulinarische Netzwerk auf über 20.000 Mitglieder ausgebaut werden soll. Rosam bedankte sich bei Vöslauer-Boss Alfred Hudler für die langjährige Zusammenarbeit. Dieser blickte auf »zehn schöne Jahre« zurück und betonte die Gemeinsamkeit mit den Köchen: »Wir wollen in unserem Bereich die Besten sein, das vereint uns mit der Top-Gastronomie.«

Starke Steirer

Gerti Sodoma holte sich die Auszeichnung für das Lebenswerk auch stellvertretend für ihren Mann Josef ab: »Ich muss immer die Preise abholen! Mein Mann mag das nicht.« Zum Sommelier des Jahres wurde Christian Zach von der steirischen »Weinbank« gekürt. Auch er betonte, wie wichtig es ist, den Nachwuchs zu fördern. Insgesamt war es ein sehr starker Auftritt der Steirer, denn Hans-Peter Fink wurde als Wirt des Jahres ausgezeichnet. Der Gesamtsieg ging wieder an den Heinz und Birgit Reitbauer vom Steirereck.

Die Besten der Besten

Das »Steirereck« befindet sich mit dem Punktemaximum von 100 auf konstant hohem Niveau. Danach folgen – sozusagen unter den Besten der Besten – der »Döllerer« in Golling, das »Landhaus Bacher« in Mautern und die Brüder »Obauer« in Werfen. Alle ex aequo auf Platz zwei und damit nur noch um einen Hauch hinter dem »Steirereck«. Auf Platz drei drängen sich dann die ­»Griggeler Stuba« in Lech und das »Ikarus Hangar-7« in Salzburg. Beide in der Liste der aktuellen Aufsteiger ganz oben, denn beide haben einen Punkt hinzubekommen und sind von 98 auf 99 Punkte gestiegen. Ebenfalls unter den prominentesten Aufsteigern: »Mraz & Sohn« in Wien mit heuer 97 Punkten statt 95 im Vorjahr. Eine deutliche Aufwertung.

Bilderstrecke: Die Sieger der Gesamtwertung sowie die Besten in den Bundesländern zum Durchklicken

Die Sonderpreise

Erstmals wurde auch ein Preis für das »Originellste Gasthaus Österreichs« vergeben: Er ging an den »Klein­sasserhof« in Spittal in Kärnten. Wer dieses urige Haus nicht kennt, hat etwas versäumt. Denn dort umfängt den Gast eine einzig­artige Mischung aus Museum, kunstvollem Gastgarten und liebevoll zusammengestelltem Sammelsurium skurriler Objekte. Im wohnzimmerähnlichen Speisesaal etwa wird man von einer Seite von einem Buddha, von der anderen von Jesus betrachtet. Über der Bar hängt ein Elchkopf, überall verstreut ­finden sich moderne Gemälde, Antiquitäten, Kuriositäten und stilvoller Trödel. Und es gibt auch eine gute, bodenständige Küche. Insgesamt ein Kleinod.

Den Preis für das beste Wiener Beisl erhielt diesmal der »Gmoakeller« im dritten Wiener Gemeindebezirk. Der Preis für das beste Hotelrestaurant ging an »Almhof Schneider« in Lech am Arlberg. Und schließlich gab es auch wie im Vorjahr einen Preis für den »besten Service«. Er ging an Michael Kahovec vom »Fabios«, wo sich in Wien die halbe Stadt trifft. Und Kahovec kennt alle und alle kennen ihn. Und mögen ihn, weil er so herrlich ungekünstelt und natürlich wirkt. Ausgerechnet in dieser Umgebung.

Restaurant App

Die Sondersieger im Überblick
  • Lebenswerk: Gerti und Josef Sodoma, Tulln
  • Sommelier des Jahres: Christian Zach (»Weinbank«), Ehrenhausen
  • Eröffnung des Jahres: »Das Spittelberg«, Wien
  • Bester internationaler Botschafter: Johann Lafer
  • Beste Weinkarte des Jahres: »Mraz & Sohn«, Wien
  • Bestes Wiener Beisl: »Gmoakeller«, Wien
  • Wirt des Jahres: Hans Peter Fink (Haberl & Fink’s), Ilz
  • Bester Service des Jahres: Michael Kahovec (»Fabios«), Wien
  • Bestes Hotelrestaurant: Almhof Schneider, Lech
  • Originellstes Gasthaus: »Kleinsasserhof«, Spittal
Kreation aus dem »Steirereck«: Artischocke, Kalbsniere mit Radicchio, Steinklee
Kreation aus dem »Steirereck«: Artischocke, Kalbsniere mit Radicchio, Steinklee

Foto beigestellt

Doppelsieg im Burgenland

Im Burgenland bleibt es weiterhin spannend. Im Vorjahr lag Max Stiegl um ein Quäntchen vor dem »Taubenkobel«, der langjährigen Nummer eins im Burgenland. Heuer muss er sich den ersten Platz mit dem »Taubenkobel« teilen. Punktegleichstand. Das lässt darauf schließen, dass das Rennen um die Poleposition im nächsten Jahr weitergeht. Man darf gespannt sein, was sich Stiegl einfallen lässt, um seinem Ruf als Extremkoch weiterhin gerecht zu werden. In Sachen Innereien ist er jedenfalls nach wie vor konkurrenzlos.

Alain Weissgerber hat seine Form gegenüber dem Vorjahr steigern können. Dafür gibt es Punkte­zuwachs in der Kategorie »Essen«. Weissgerber konnte die Tester mit seinen feinsinnigen und zum Teil sehr puris­tischen Kreationen diesmal weit mehr überzeugen. Was das Ambiente betrifft, so war das Haus den anderen schon immer um einen Schritt voraus. Insgesamt ergibt sich ein durchwegs stimmiges Bild, wozu auch die nicht auf Mainstream fokussierte Weinauswahl das Ihre beiträgt.

Wo gibt es den Guide

© Falstaff Verlag

Mehr als 240.000 Votings hat die Falstaff-Redaktion heuer erhalten, bewertet wurden die Kategorien Essen, Service, Weinkarte und Ambiente. Ab 17. März ist der Falstaff Restaurantguide im Buch- und Zeitschriftenhandel und online unter www.falstaff.at/guides zum Preis von € 9,90 erhältlich. Alle Bewertungen sind auch in der kostenlosen Falstaff Restaurantguide-App nachzulesen.

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