Restaurant der Woche: »Grand Diner Toni M.«

Martin Steininger (steininger.designers) mit Toni und Eva Mörwald und Architekt Christian Prasser.

© Die Welt von Mörwald

Martin Steininger (steininger.designers) mit Toni und Eva Mörwald und Architekt Christian Prasser.

Martin Steininger (steininger.designers) mit Toni und Eva Mörwald und Architekt Christian Prasser.

© Die Welt von Mörwald

Tatenlosigkeit ist so ziemlich das Letzte, was man Toni Mörwald vorwerfen kann. Der rastlose Multigastronom und omnipräsente Herd-Zampano ist ein wandelndes Energie-Aggregat. Das Wort »Stillstand« hat er längst aus seinem Sprachschatz gelöscht, Mörwald ist einer, dem es ohne weiteres gelingt, mit zwei Handys gleichzeitig zu telefonieren und dabei noch simultan im Lap-Top nach einem Rezept zu suchen.

Und so nimmt es nicht Wunder, dass auch sein stattliches Genussimperium laufend einer Veränderung unterworfen ist.

Jüngste Neuerung: Mörwalds »Hotel am Wagram«, gleich neben seinem Stammhaus »Zur Traube« in Feuersbrunn. Es ist eine imposante Hotelanlage geworden, mit modernem Design, 19 Luxuszimmern und Suiten, die bis zu 180 Quadratmeter groß sind.

Auch im kulinarischen Bereich hat Mörwald einiges runderneuert. Im vorderen Teil der Traube wird nun unter dem Titel »Kochbar im Wirtshaus« eine bodenständige Gasthausküche der etwas feineren Art serviert. Chili-Käsekrainer, Rieslingbeuscherl, Dry Aged Steak und ein »Mörwald Burger« mit Spiegelei, Speck und – es wäre nicht Toni Mörwald – mit Gänseleber.

Im eigentlichen Restaurant »Zur Traube« frönt Mörwald einer etwas gehobenen Gangart. Mit köstlichen Gerichte wie gebratene Wachtelbrüstchen mit Eierschwammerl, gefüllte Zucchiniblüten, Edelstück vom Zander mit Kräuterspinat, Rindermark und Kaviar, oder gebratenes Zitronenperlhuhn.

Die noch feinere Abteilung im Haus firmiert unter dem Titel »Grand Diner Toni M.« Da geht es dann wirklich zur Sache. »Fein geeister Ochse mit Malossol Caviar und Espuma Brandade vom Stockfisch« ist nur ein Gericht einer achtgängigen Menüvariante um 135.- Euro. Darunter vielleicht noch ein »Kalbsbries vom Milchkalb auf Zitronengel«, ein »Filet der Reinanke mit hausgemachten Kalbskopf« oder eine »Crepinette von Taube & Gänseleber im Schwarzkohl«.

Um weitere 75.- Euro schnürt Mörwald noch ein zu diesem Menü passendes »Weinpaket« in dem schon mal auch große Gewächse aus Bordeaux dabei sein können.

Auch das wäre sonst nicht Toni M.

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