Rausch Packaging: Genuss perfekt verpackt

Die Burgerbox von Rausch Packaging.

© Rausch Packaging

Die Burgerbox von Rausch Packaging.

© Rausch Packaging

Bereits 1966 wurde der Papierwarenhandel aus der damaligen Druckerei Rausch ausgegliedert um als Verpackungsspezialist expandieren zu können. Seit Beginn stand die Firma, die 1979 zur Rausch Verpackung GmbH gewandelt wurde, unter der Leitung von Günter Rausch. Ende 2010 wurde das Unternehmen zur weiteren Expansion zu 100 Prozent an die Medewo Holding AG verkauft. Innovation, ein breites Standardsortiment und eine fachkundige Beratung haben Rausch zu einem der führenden Verpackungsanbieter gemacht. Der Verkaufsleiter Österreich Robert Mandl spricht im Interview über die Wichtigkeit der perfekten Verpackung.

Die Zellstof-Box von Rausch Packaging.

© Rausch Packaging

PROFI: Take-away und Lieferservice sind Alternativen zum herkömmlichen Lokalbesuch. Haben Sie verstärkt bemerkt, dass Gastronomen darauf umstellen?
Robert Mandl: Wir haben in jedem Fall gemerkt, dass die Nachfrage nach Verpackungslösungen für Take-away gestiegen ist. Wir haben dabei Gastronomen beraten und beliefert, die das Take-away-Geschäft schon kennen und es ausgebaut haben, aber auch sehr viele, die zum ersten Mal Speisen für die Mitnahme verpacken. Gastwirte sehen hier also sehr wohl die Möglichkeit in dieser Ausnahmesituation Einnahmen zu generieren und wir unterstützen sie gerne dabei.

Sie haben mehr als 1.800 Produkte im Sortiment. Wie finden Gastronomen das richtige?
Eine Lebensmittelverpackung will gut gewählt sein, damit sie die Speise optimal schützt und präsentiert. Wir beraten die Gastronomen gerne persönlich dazu, um zu ergründen, wofür sie die Verpackung nutzen. Ausschlaggebend ist, dass das Material für die Speisen geeignet ist, also etwa bei fettigen und flüssigen Gerichten nicht durchweicht. Auch die Form spielt eine Rolle: Runde Verpackungen sind etwa optisch ansprechend und erinnern an Teller, eckige sind beim Transport besonders platzsparend und eine Unterteilung ist praktisch, um für Menüs Hauptspeise und Beilage zu trennen. Und natürlich zählt auch die Optik oder auch die Nachhaltigkeit des Materials. Es gibt also viele Ansatzpunkte, um das richtige Produkt zu finden und wir stehen den Gastronomen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Durch Take-away und Lieferservice entsteht Müll. Gibt es nachhaltige Möglichkeiten, die Speisen zu verpacken?
Mittlerweile gibt es viele innovative und nachhaltige Verpackungen. Ständig werden hier neue Lösungen entwickelt, um unsere Umwelt zu schonen. Ganz entscheidend ist das Material, das zum Einsatz kommt. Besteht die Verpackung aus einem nachwachsenden Rohstoff, werden Ressourcen geschont. Ein weiterer wichtiger Punkt ist es, auf die Entsorgung zu achten. Kann die Verpackung recycelt oder kompostiert werden, trägt das ebenfalls dazu bei, die Umwelt zu schützen. Das trifft auch auf die nachhaltigen Verpackungen aus unserem Sortiment zu. Dazu zählen Lösungen aus Papier, Holz oder Karton ebenso wie aus Bagasse, das sind Überreste des Zuckerrohrs, oder auch Palmblatt.

Durch individuelle Etiketten oder Verpackungen können sich Gastronomen vom Standard abheben. Machen diese Mehrkosten Sinn?
Eine individuelle Verpackung ist in jedem Fall eine Investition wert und zahlt sich aus. Schließlich ist sie ein Werbeträger, der das Geschäft bekanntmacht. Zum einen bleibt die Gastronomie länger im Gedächtnis, wenn der Kunde beispielsweise das Essen zuhause genießt und dabei das Logo sieht. Und zum anderen können andere auf das Restaurant aufmerksam werden – etwa wenn ein Kunde eine mit Logo bedruckte Tragetasche nach Hause trägt oder die Kollegen in der Mittagspause die individuelle Mitnahmebox sehen. Ein eigenes Verpackungsdesign zeugt zudem von Professionalität und unterstreicht die Qualität der Speisen. Individuell in Form und Gestaltung auf den Gastronomiebetrieb angepasst zeigt sie ein rundum stimmiges Bild.

Die Bagasse-Schale von Rausch Packaging.

© Rausch Packaging

Inwiefern kann die derzeitige Lage eine Chance für die Branche sein?
In der aktuellen Situation sind Flexibilität und Innovation gefragt. Mit guten Ideen und kreativen Lösungen kann der Betrieb weitergehen und die Branche kann auf diese Weise sogar gestärkt aus der Krise gehen. Denn sie weiß, was sie kann. Mit neuen Angeboten wie zum Beispiel einem Abholservice kann sich die Gastronomie durchaus ein attraktives Zusatzeinkommen sichern, auch wenn das konventionelle Lokal wieder geöffnet hat.

Zudem ist im Bewusstsein der Menschen die Gastronomie in den Vordergrund gerückt. Das können Gastronomen für sich nutzen und auf sich aufmerksam machen, z.B. in den sozialen Medien besonders aktiv sein oder die eigene Website mit interessanten Inhalten bespielen. So bleiben sie zum einen bei den Gästen im Kopf. Zum anderen können auf diesen neuen Wege Menschen angesprochen werden, die zuvor noch nichts von dem Betrieb gehört hatten. So sehe ich in dieser Situation die Chance neue Wege auszuprobieren, die sich auch nach dieser Ausnahmesituation als lohnenswert erweisen, und neue Zielgruppen anzusprechen.

Haben Sie weitere Tipps für Gastronomen, wie sie gut durch diese Zeit kommen können?
Wie schon erwähnt denke ich, dass es vor allem auf kreative Ideen ankommt, zum Beispiel in der Werbung. Je nachdem, wo sich die Lokalität befindet, ist es eine Überlegung wert, naheliegende Betriebe anzuschreiben und mit einer speziellen Mittagskarte zu werben, Spezialtage für bestimmte Speisen einzuführen oder auch eine Kundenkarte zu etablieren. In Wien wird jetzt ein Wirthaus-Gutschein für alle Haushalte verteilt, vielleicht lässt sich mit der Gemeinde vor Ort auch eine Aktion ins Leben rufen.

Darüber hinaus können Gastronomen die eigenen Abläufe nochmal analysieren und überdenken: Wie kann das Personal noch effizienter eingeteilt und die Ausgabe bzw. Zahlung noch besser organisiert werden? Macht es Sinn, die Speisekarte zu kürzen und lieber weniger Gerichte zu bieten, aber diese dafür optimal zu planen und vorzubereiten? Und wer auf Abholservice setzt, kann hier ebenfalls noch kreativer werden: Auch daheim essen die Menschen gerne eine Nachspeise oder genießen ein gutes Getränk dazu. Wird mittags für die Pause im Büro abgeholt, braucht der Kunde vielleicht noch ein Besteckset inklusive Serviette. Ich denke, hier gibt es einige Ansatzpunkte, die sich lohnen.

Möchten Sie einen Appell an die Branche richten – oder vielleicht auch ein Danke an Ihre Mitarbeiter?
Gerne nutze ich die Gelegenheit, um mich beim Rausch-Team zu bedanken. Wir waren und sind in dieser Zeit gefragt, die Gastronomie bestmöglich zu unterstützen, damit sie ihren Betrieb aufrechterhalten und uns alle weiterhin lecker bekochen kann. Und hier hat jeder einzelne seinen Teil dazu beigetragen. Der gesamten Gastrobranche wünsche ich natürlich alles Gute und kann nur dazu raten, nach vorne zu schauen und die Situation als Chance zu nutzen auch einmal neue Wege auszuprobieren.

rausch-packaging.at

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