Prosecco: Italienisches Genie mit nachhaltigem Herz

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Rekordhalter Prosecco

Prosecco DOC steht für 24.450 Hektar Reben, 10.242 Winzer, 1.149 Weinproduzenten, 348 Schaumwein-Produktionsstätten. Alle zusammen haben im Jahr 2018 um die 464 Millionen Flaschen produziert. Ein Rekord.

DOC (Denominazione di Origine Controllata) ist das italienische Akronym für geschützte geographische Angabe. Die DOC schützt Gebiete und landwirtschaftliche Produkte durch die gesetzlichen Richtlinien, welche die Herkunft und Qualität der Produkte garantieren. Eingebettet zwischen den Dolomiten und dem Adriatischen Meer genießt das Prosecco DOC Gebiet einzigartige Klimaverhältnisse, welche die perfekten Rahmenbedingungen für eine ausgewogene Traubenreife schaffen. Nur so können gesunde Trauben gekeltert werden, die dem Grundwein viel Eleganz und beste Harmonie zwischen Zucker und Säure verleihen. Die Produktionszone des Prosecco DOC umfasst zwei Regionen im Nordosten Oberitaliens. Venetien mit den Provinzen Treviso, Venedig, Vicenza, Padua und Belluno, sowie Friaul-Julisch Venetien mit Görz, Pordenone, Triest und Udine. Prosecco DOC wird nicht nur in ganz Italien konsumiert, er ist einer der meist exportierten Schaumweine, erhältlich in drei Versionen: Spumante, Frizzante oder als Stillwein. Die bekannteste und beliebteste Art ist der Spumante, der in drei Dosagen, auf den Markt kommt: Brut, Extra Dry und Dry.

Für die Konsumenten ist es wichtig zu wissen, dass Prosecco DOC ausschließlich aus Flaschen ausgeschenkt wird und niemals aus Zapfhähnen kommt. Die Flaschen garantieren nämlich die Authentizität des Produkts durch die am Flaschenhals angebrachte staatliche Schutzmarke.

Nachhaltigkeit bei Prosecco DOC

In den letzten Jahren hat das Konsortium des Prosecco DOC sich vor allem zwei Themen besonders verschrieben: dem Kampf gegen Fälschungen und der Förderung der nachhaltigen biologischen Weinproduktion. Auch die Aufforstung des Waldbestandes, einhergehend mit der nationalen Strategie des »Grünes Mosaiks« wurde gefördert. Hierzu hat das Konsortium gemeinsam mit den Regionen Veneto und Friuli Venezia Giulia jene Betriebe ausgezeichnet, die sich 2017 und 2018 am stärksten für die Neubepflanzung eingesetzt hatten. Ein Kriterium war, dass mindestens fünf Prozent der zu bestockenden Rebfläche als Busch-, Stauden- oder Waldfläche genutzt werden würden. So sind insgesamt 56 Hektar begrünt worden.

Parallel zu diesen Neupflanzungen startete eine Studie, die den positiven Effekt zwischen Insekten, Weinberg und Buschland untersucht. Der Fokus lag vor allem auf einheimischen und historisch gewachsenen Sträuchern. Ein weiteres Projekt des Konsortiums war – in Zusammenarbeit mit der Universität Iuav, Venedig – die Erstellung eines geographischen Atlasses, der die Geographie und Morphologie des Gebiets als Schwerpunkt hat. Dieser ist eine Momentaufnahme von den verschiedenen Zonen der Prosecco DOC-Region, um die Veränderungen und die dynamische Entwicklung des Gebiets aufzuzeigen. Eine Studie zu Boden- und Klimabeschaffenheit wird zukünftig ermöglichen, die Makrozonen zu identifizieren und dem Prosecco eine noch präzisere Identität und Beschreibung zu geben.

www.prosecco.wine

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