Der Nobelitaliener »Procacci« bildete den angemessenen Rahmen für eine hochkarätig besetzte Experten-Jury / Foto: Achim Bieniek
Der Nobelitaliener »Procacci« bildete den angemessenen Rahmen für eine hochkarätig besetzte Experten-Jury / Foto: Achim Bieniek

Mehr theoretisches und praktisches Wissen über Olivenöle kann man in Österreich wohl nicht an einen Tisch bekommen: Neben den erfahrenen Olivenöl-Experten Heinrich Zehetner, Brigitte Schmidhuber und Domenico Pugliese verkosteten die Gastronomen Fabio Giacobello (»Fabios«), Lefteris Dermitzakis (»Orpheus«, »Ella’s«), Koch Thomas Wohlfahrter (»Amarantis«) und Peter Schloffer, Pressmeister der Ölmühle Fandler. Das kulinarisch versierte Schauspieler-Paar Peter Simonischek und Brigitte Karner komplettierte die Runde. Die Öl-Experten von Veronelli und Casa Caria konnten außer Konkurrenz mit ihren mitgebrachten Ölen begeistern, diese wurden aber aus Gründen der Befangenheit nicht mitbewertet.

Aufgrund des ungeheuren Angebots an Olivenölen mussten wir eine Vorauswahl treffen und baten die Händler, selbst zu selektieren. Jeder Supermarkt und jeder Fachhändler durfte aber nur ein Öl nominieren.

Wegen der enormen Qualitäts- und auch Preisunterschiede haben wir die Olivenöle in zwei Kategorien eingeteilt (siehe rechts). Den Gesamtsieg konnte in selten überzeugender Manier das Moschioni-Olivenöl aus dem Friaul erringen. In der Supermarkt­wertung holte sich das Noan Intenso von Merkur den Sieg.

Die Farbe des Öls wird oft manipuliert und ist kein Qualitätskriterium. Deshalb wird aus blauen Gläsern verkostet / Foto: Achim Bieniek
Die Farbe des Öls wird oft manipuliert und ist kein Qualitätskriterium. Deshalb wird aus blauen Gläsern verkostet / Foto: Achim Bieniek

Die Farbe des Öls wird oft manipuliert und ist kein Qualitätskriterium. Deshalb wird aus blauen Gläsern verkostet / Foto: Achim Bieniek

Die wichtigsten Parameter für eine gute Bewertung waren schmeckbare Fruchtigkeit sowie eine gewisse Schärfe und Bittere. Entgegen dem weitverbreiteten Irrglauben, dass scharfer Nachgeschmack ein Fehler sei, ist eine gewisse Schärfe für eine Top-Bewertung unerlässlich. Dieses Charaktermerkmal wurde bei den Einstiegsqualitäten vermisst, die langweilig und uniform wirkten. Heinrich Zehetner resümierte treffend: »Wirklich gute Öle müssen teuer sein!«

Die Ergebnisse der Verkostung sehen Sie in der Bilderstrecke!

Text von Bernhard Degen
Aus Falstaff Nr. 04/2013

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