Peter Rohrmoser über High-Class-Personalleasing

Peter Rohrmoser führt ein Unternehmen für gehobenes Personalleasing.

© Liebherr / fotowerkstatt.at

Peter Rohrmoser führt ein Unternehmen für gehobenes Personalleasing.

© Liebherr / fotowerkstatt.at

Peter Rohrmoser führt das Personalleasing-Unternehmen »Rohrmoser kocht« und blickt auf jahrzehntelange Erfahrung in der Gastronomie und Hotellerie zurück. Dabei können nur Köche geleast werden, kurz-, mittel- oder langfristig. Im Gespräch erzählt der Salzburger, was sein Geschäft von anderen unterscheidet und warum er von hochqualifiziertem Küchenpersonal spricht.

KARRIERE Der Gedanke dahinter: Personal bei Bedarf mieten. Was unterscheidet »Rohrmoser kocht« von anderen Personal-Leasing-Unternehmen?
PETER ROHRMOSER
 »Rohrmoser kocht« ist auf Consulting sowie Personalleasing im Küchenbereich spezialisiert. Im Gegensatz zu anderen Personal-Leasing-Unternehmen arbeiten wir ausschließlich mit top ausgebildeten Fachkräften zusammen, die wir vermieten. Unser Angebot reicht dabei weit über den einzelnen Koch hinaus – bei »Rohrmoser kocht« finden Suchende komplette Küchenmannschaften, sprich vom Jungkoch, Chef de Partie, Sous Chef, Küchenchef bis hin zur Patisserie und Konditorei. Alle diese Positionen können wir bedarfsorientiert unseren Kunden anbieten.

Ein weiterer entscheidender Vorteil bei »Rohrmoser kocht« beinhaltet meine persönliche, langjährige Erfahrung. Soweit mir bekannt ist bin ich der einzige Geschäftsführer eines Personal-Leasing-Unternehmens, der selbst ein mit Hauben und Sternen ausgezeichneter Küchenchef ist. Ich bringe daher ein hohes Maß an Verständnis und Wertschätzung unseren Köchen gegenüber, weil ich die Küche einfach verstehe, und das aus Sicht der Praxis, und nicht nur von einer schulischen Perspektive.

»Rohrmoser kocht« bietet First-Class-Küchenpersonal. Wonach definieren Sie »First Class«?
First Class definiere ich damit, dass alle Köche bei »Rohrmoser kocht« über eine fundierte Ausbildung in der gehobenen Gastronomie verfügen. Viele unserer Küchenchefs sind selbst Haubenköche, besitzen die Meisterprüfung und haben erfolgreich in renommierten Betrieben gearbeitet. Im Rahmen von regelmäßigen Schulungen und Kursen bilden sich unsere Köche auch heute noch kontinuierlich weiter.

Keine Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Urlaub. Welche anderen Vorteile gibt es für Betriebe, Personal-Leasing in Anspruch zu nehmen?
Die Vorteile sind sicher, dass sich ein Unternehmen, das mit uns arbeitet einfach darauf verlassen kann, dass die Qualifikation stimmt. Sollten dennoch zwischenmenschliche Probleme entstehen, so bieten wir hier zeitnahe einen Austausch an. Des Weiteren baut der Mitarbeiter in dem Unternehmen wo er eingesetzt wird, keinen Urlaub auf, da dieser genauso wie die Sonderzahlung sprich 13. und 14. Gehalt über uns abgerechnet werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass am Ende der Saison keine teuren Abrechnungen für das Unternehmen anfallen. Auf Basis des vereinbarten Stundensatzes entsteht eine Kostentransparenz für den Kunden, die kalkulierbar und übersichtlich ist. Sollte ein Mitarbeiter von uns krankheitsbedingt ausfallen, so stellen wir auch in diesem Fall dem Unternehmen zeitnahe einen Ersatz zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil für den Kunden, der in der Regel bei einem Ausfall auf Basis einer Festanstellung nur sehr schwer passenden Ersatz in der laufenden Saison bekommt.

Kurz- mittel oder langfristig werden Positionen von Ihren Arbeitnehmern in Gastronomie oder Hotellerie besetzt. Gibt es eine Mindestdauer der Beschäftigung?
Mindestdauer gibt es keine. Wir vergeben die Köche je nach Verfügbarkeit, wobei man in unserem Fall schon dazu sagen muss, dass wir uns eher auf Langzeitprojekte spezialisiert haben. Dahingehend steigt auch die Nachfrage. Wir machen daher nur sehr wenige Tagesüberlassungen, sondern stellen dem Kunden die Köche gleich über die ganze Saison zur Verfügung. Des Weiteren haben wir zum momentanen Zeitpunkt fünf Betriebe in Österreich sowie einen in Deutschland, die komplett auf unsere Teams setzen, sprich die Küchenmannschaft ausschließlich aus Mitarbeitern der Firma »Rohrmoser kocht« bestehen.

Die Rede ist von hochqualifiziertem Küchenpersonal. Bieten Sie für Service oder Bar kein Personal? Wenn nein, warum nicht?
Wir arbeiten, wie bereits angesprochen, ausschließlich mit Köchen, weil das genau das Segment ist, in dem ich selber bestens ausgebildet und bewandert bin. Hier arbeite ich eher nach dem Motto »Schuster bleib bei deinen Leisten«. Darüber hinaus füllt mich die Aufgabe mit unserem Team, das momentan aus fünfzig fix angestellten Köche besteht, vollkommen aus, sodass ich selber wahrscheinlich nicht mehr in der Lage wäre hier noch zusätzliche Sparten anzugehen. Um aber eine dementsprechende Qualität bieten zu können, die bei uns absolut im Fokus steht, ist es meiner Meinung nach sehr wichtig den Überblick zu behalten. Wir wollen keine Massenpersonalüberlasser werden, sondern zu hundert Prozent für die Anliegen unsere Kunden da sein. Das bedeutet für mich auch, dass ich mich selbst bei fünfzig Köchen um jeden Kunden persönlich kümmere.

Von Chef de Partie bis über Sous-Chef und Küchenchef – alle Posten in der Küche können mit Ihrem Personal besetzt werden. Gibt es bei »Rohrmoser kocht«, wie bei einem gastronomischen Betrieb, ebenso Aufstiegschancen für Arbeitnehmer?
Die Aufstiegschancen sind in unserem Unternehmen sicher besser gegeben, als in jedem anderen gastronomischen Betrieb. Zum einen erfährt jeder Mitarbeiter durch die verschiedenen Betriebe, die er sich innerhalb eines Jahres anschauen kann, beziehungsweise hier mitarbeiten darf, eine permanente Weiterentwicklung. Wir bedienen hier vom Fünf-Sterne-Hotel, bis zum Haubenrestaurant sowie Top-Wirtshaus jegliches Gastronomie-Segment. Mit jeder Aufgabe bilden sich unsere Mitarbeiter kontinuierlich weiter, lernen dazu und profitieren selbstverständlich von unserem System.

Darüber hinaus bietet »Rohrmoser kocht« kontinuierliche Aufstiegschancen. Wenn ein Koch zum Beispiel ein Chef de Partie ist und sich bereit fühlt als Sous Chef zu agieren, ist das in unserem Unternehmen ohne Probleme relativ rasch umsetzbar. In einem herkömmlichen Betrieb müsste erst der momentane Sous Chef ausscheiden, bis ein anderer aufsteigen kann. Bei »Rohrmoser kocht« ist es aber egal ob ich fünf oder acht Sous Chefs beschäftige, da die Mitarbeiter in diesem Fall in unterschiedlichen Unternehmen arbeiten.

Rohrmoser sucht: Was müssen zukünftige Mitarbeiter Ihres Teams mitbringen?
Zukünftige Mitarbeiter müssen vor allem Power, Ehrgeiz und den Willen etwas Lernen zu wollen mitbringen. Vor allem junge Mitarbeiter können durch unser Konzept wirklich eine ausgezeichnete Ausbildung erfahren, die ihres Gleichen sucht. Zusätzlich ist es natürlich von Vorteil, wenn man eine gewisse Reiselust mitbringt - wobei wir für Mitarbeiter die nicht weiter weg wollen, beziehungsweise in ihrer Region bleiben wollen, auch sehr attraktive regionale Lösungen anbieten - , gerne neue Menschen kennenlernt und einfach ein aufgeschlossener und offener Charakter ist.

Welche Benefits erwartet Köche, Patissier oder Konditoren bei Rohrmoser kocht?
Zum einen hat bei uns jeder Mitarbeiter eine attraktive Jahresanstellung. Das ist in der Gastronomie nicht selbstverständlich. Zum anderen bekommt jeder unserer Köche, zusätzlich zu seinem Urlaub, zwei Wochen im Jahr Zeit zur Verfügung gestellt, wo er eine Fortbildung, einen Kurs oder ein Praktikum in einem Top-Restaurant irgendwo auf der Welt machen darf. Damit sichern wir die bestehende Qualität unserer Mitarbeiter und schaffen einen attraktiven Anreiz sich kontinuierlich zu verbessern. Des Weiteren beteiligen wir uns jedes Jahr an diversen Kochwettbewerben im In- und Ausland, sind hier aktiv vertreten, und sehen uns auf diesem Wege natürlich auch um weitere Talente für unser Unternehmen um.

www.rohrmoserkocht.at

MEHR ENTDECKEN

Mehr zum Thema

News

»Mein größter Alptraum: ein Helene Fischer Konzert«

Der Spitzenkoch, Künstler und Modefreak Roland Trettl im Word Rap mit Falstaff KARRIERE.

News

Tischgespräch mit Daniel Spoerri

Der schweizer Künstler und Kosmopolit über die Kunst des Essens und Kochens.

News

Eckart Witzigmann: Der Star ist das Produkt

Der Jahrhundertkoch über seine Lehrjahre, über Köche, die ihn geprägt haben, und über seine Philosophie beim Kochen.

News

Interview mit Daniel Humm – Der gläserne Gourmet

Der Schweizer Daniel Humm ist der höchstausgezeichnete Koch in den USA. Sein »Eleven Madison Park« ist Nummer drei auf der Liste der weltbesten...

News

Tischgespräch mit Thomas Hampson

Bariton Thomas Hampson über Karriere, Kulinarik und Genuss.

News

Franciacorta-Pionier Maurizio Zanella im Interview

Der Vater des Erfolgs der boomenden Schaumwein-Region über Vergleiche mit Champagner und Versuche mit einer fast vergessenen Rebsorte.

News

Tischgespräch mit Susanne Wuest

Die österreichische Schauspielerin über Aprikosenknödel und Schaben am Teller.

News

Marco Simonis – Der Genussgreißler von der Bastei

INTERVIEW: Dass Kulinarik, Kunst und Kultur nicht nur den selben Anfangsbuchstaben haben, sondern in vielerlei Hinsicht miteinander harmonieren,...

News

Starkoch Hans Neuner im Interview

Der Wahl-Portugiese mit Tiroler Wurzeln begeisterte mit einem raffinierten Menü beim Kick-Off-Dinner zu den Nespresso Gourmet Weeks.

News

Fleischbeschau im »Tian«

Kaum ein Lebensmittel ist so beliebt und zugleich so umstritten wie Fleisch. Doch wie schlägt sich dieser Widerspruch in unserer Ernährung nieder? Ein...

News

Maria Gross über Laufkundschaft und das »Ostzone«-Erlebnis

Maria Gross matcht sich zur Zeit mit Tim Mälzer in »Kitchen Impossible«. Gross im Talk mit KARRIERE über ihr Restaurant »Bachstelze«, das sie fernab...

News

Ethik verpflichtet in der »Swing Kitchen«

Karl »Charly« Schillinger ist Wirt in elfter Generation. Mit KARRIERE spricht der Veganer über Kostenwahrheit, Systemgastronomie, authentische...

News

Vom Schloss am Wolfgangsee zur Eventlocation »scalaria«

»Es reicht nicht, eine Nasenlänge voraus zu sein, wir müssen um Welten voraus sein.« Das sagen CEO Peter Gastberger und Juniorchefin Simone...

News

René Redzepi im Interview: Alles auf 0 im »Noma«

René Redzepi hat das »Noma« geschlossen. Im Herbst öffnet es an neuem Ort mit neuem Konzept. Die Geschichte des »Noma« wurde auf Film gebannt, der ab...

News

Massimo Bottura im Falstaff-Interview

Der »beste Koch der Welt«* über seine Erfolge, Zero-Waste und die kulinarischen Schätze seiner Heimat Emilia Romagna.

News

Der »Young Hotelier Award« als Karriere-Sprungbrett

2016 gewann Marisa Rossmann den YHA in der Kategorie »Diversey Contest«, Vera Rieger konnte sich den ersten Platz im »Modul Contest« sichern. Im...

News

Stroh-Chef Harold Burstein im Interview

Stroh will anlässlich des 185-jährigen Jubiläums einen Premium-Rum auf den Markt bringen. Die Marke Inländer-Rum ist europaweit geschützt.

News

Perwanger über den »Young Hotelier Award«

Beim YHA werden seit mehreren Jahren Nachwuchstalente der Branche gezielt gefördert und können ihre Ideen präsentieren. Elisabeth Perwanger gibt...

News

Zu wenig Zeit für den Gast

Gastronomin Petra Führich im Interview über Bürokratie, Gastgeber-Leidenschaft und warum sie sich auf den Restaurant-Namen umtaufen ließ.

News

Manfred Kröswang über den Einkauf 4.0

Der Großhändler »Kröswang« hat rund 1000 Artikel nicht auf Lager, die Lieferung findet ausschließlich auftrags­bezogen statt. Geschäftsführer Manfred...