Perfect Shot - Foodfotografie in der Gastronomie

Als leidenschaftlicher Hobby-Fotograf macht Stefan Eder all seine Food-Fotos selbst.

© Stefan Eder

Als leidenschaftlicher Hobby-Fotograf macht Stefan Eder all seine Food-Fotos selbst.

Als leidenschaftlicher Hobby-Fotograf macht Stefan Eder all seine Food-Fotos selbst.

© Stefan Eder

http://www.falstaff.at/nd/perfect-shot-foodfotografie-in-der-gastronomie/ Perfect Shot - Foodfotografie in der Gastronomie Ob auf der Website, im Hochglanz-Kochbuch oder als Posting in den Social Media – perfekt inszenierte Food-Fotos sind in Hotellerie und Gastronomie unverzichtbar. http://www.falstaff.at/fileadmin/_processed_/6/a/csm_Stefan-Eder-Foodfotografie-c-Stefan-Eder-2640_d667825f15.jpg

Kennen Sie das? Sobald Gäste das bestellte Gericht vor sich auf dem Teller haben, wird statt Messer und Gabel zuerst das Smartphone gezückt. Noch nie wurden so viele Fotos von Essen aufgenommen und verbreitet. Doch einige davon machen nicht gerade Gusto auf das Gezeigte. Dabei sollte es jedem Gastronom ein Anliegen sein, dass die Ergebnisse aus seiner Küche Lust auf mehr machen. Die Essens-Bilder, die im Internet kursieren, haben durchaus Einfluss auf die Reputation des Restaurants. Besser also, Gastronomen und Hoteliers kommen ihren Gästen zuvor und versorgen die Internet-Community selbst mit Fotos zum Anbeißen. Denn nicht immer ist Zeit und Geld vorhanden, einen professionellen Fotografen dafür zu engagieren. Doch wie werden Speisen so fotografiert, dass einem schon beim Ansehen des Bildes das Wasser im Mund zusammenläuft?

Oberstes Gebot

Foodphotographer Cliff Kapatais gibt Workshops zum Thema und weiß, was oberste Priorität hat. Im Gespräch mit KARRIERE verrät er: »Das Wichtigste ist die richtige Beleuchtung. Das Licht entscheidet maßgeblich, ob das Foto gut oder schlecht wird. Du kannst das beste Gericht kochen und die schönsten Requisiten dazustellen, wenn es schlecht ausgeleuchtet ist, wirkt es nicht.« Das ideale Licht ist natürlich Tageslicht, doch das steht nicht immer zur Verfügung. Hierbei kann mit künstlichen Lichtquellen nachgeholfen werden, doch sollten diese immer »weiches« Licht ausstrahlen – helfen kann man sich hierbei mit einem hellen Tüllvorhang oder einem weißen Schirm, der über die Lichtquelle gehalten wird. Dabei ist die richtige Position ebenso entscheidend: »Das Licht sollte von schräg hinten kommen, dann sind die feinen Konturen des Essens gut sichtbar. Wer keinen Reflektor zur Hand hat, kann sich auch mit einer Styroporplatte oder einem weißen Karton helfen, der das Licht auf das Essen zurückreflektiert.«

Wow-Effekt mit Farben

Auf dem Teller selbst wirkt hingegen ein farbenfrohes Miteinander am besten. Die asiatische Küche eignet sich hier besonders gut. Auch Salate bieten eine breite Palette an Farben. Grundsätzlich heißt das Stichwort, das für den nötigen Wow-Effekt sorgt: Komplementärfarben. »Eine rote Tomate auf grünem Teller mit einer lila Serviette sorgt für einen Hingucker. Stilbruch wirkt anziehend, aber auch harmonisch ineinanderfließende Farben sind passend«, weiß Kapatais. Auch farbloser Hummus kann mit der richtigen Kulisse schön in Szene gesetzt werden. Hier gilt es, ein Setting zu wählen, dass Emotionen erzeugt, wie zum Beispiel ein Sonnenuntergang im Hintergrund. Alles, was eine Geschichte erzählt, ruft Emotionen hervor. Jeder denkt bei entsprechend gedämmtem Licht, einem Glas Wein und einer schönen Serviette mit edlem Besteck an ein Dinner.

Purismus wirkt anziehend

Einen etwas anderen Zugang pflegt Haubenkoch Stefan Eder aus St. Kathrein am Offenegg im Herzen des Naturparks Almenland. Im Gespräch mit KARRIERE zeigt sich der leidenschaftliche Hobby-Foodfotograf offen für mehr Purismus: »Ich versuche, das Produkt für sich selbst sprechen zu lassen. Das macht das Foto schwieriger, der Winkel muss genau passen. Viele überladen das Foto mit Utensilien. Sehr modern ist es derzeit, alte Messer oder antikes Besteck dazuzulegen. Das finde ich teilweise schön, aber man muss sich überlegen, ob ich von diesem Besteck auch essen wollen würde.« Der Untergrund ist für Eder essentiell. Dabei gilt es auch wieder, Emotionen zu transportieren: Holz wirkt warm, Stein hat eine gänzlich andere Charakteristik, ebenso wie Schiefer. »Ich habe über die Jahre hinweg viele Untergründe gesammelt.« Gemeinsam mit seiner Partnerin, Patissière und Konditorweltmeisterin Eveline Wild, führt er das Hotel »Der wilde Eder«. Ihre drei Kochbücher sind gespickt mit Fotos, die der Gourmetkoch selbst geshootet hat – und das mit so großem Erfolg, dass sie prämiert wurden.

Vollautomatisch gute Fotos

Wer es einfacher haben möchte, kann auch technische Helferleins in Anspruch nehmen. Eines davon ist wesual click, ein vollautomatisches Fotostudio im kompakten Boxformat, speziell für Gastronomen und Caterer entwickelt. In nur 25 Sekunden lassen sich damit professionelle Speisebilder mit der idealen Belichtung und optimalsten Ausleuchtung erstellen. Das fertige Gericht wird einfach in wesual click platziert, das passende Licht aus den vorgefertigten Lichtsettings ausgewählt, auf den Touch-Screen gedrückt – fertig. Die Fotos werden automatisch auf einen USB-Stick oder drahtlos in eine Cloud hochgeladen, Anrichtevorlagen für Mitarbeiter zur Qualitätssicherung und Prozessoptimierung inklusive.

Nähere Infos
www.pixelcoma.com
www.der-wilde-eder.at
www.wesual.at/click


Story aus Falstaff Karriere 01/18.

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