Österreich-Gegner Portugal im kulinarischen Portrait

Süßes Portugal: Pasteis de Nata

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Süßes Portugal: Pasteis de Nata

Süßes Portugal: Pasteis de Nata

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Was macht Cristiano Ronaldo zu einem der erfolgreichsten Fußballer weltweit? Natürlich die portugiesische Küche! Na gut, vielleicht stecken auch Talent, Training und Ehrgeiz dahinter. Aber eines steht fest: die Nation am Atlantik zählt nicht nur zu den ganz großen Favoriten dieser Europameisterschaft, sie hat auch eine Vielzahl an landestypischen Spezialitäten zu bieten.

Getrocknet und gesalzen

Fisch und Meeresfrüchte gibt es in Portugal in Hülle und Fülle. Sie sind aber nicht nur frisch ein Genuss, die Portugiesen verstehen sich auch ausgezeichnet auf die Konservierung eben dieser. Als Nationalgericht gilt der Bacalhau. Bereits seit dem 13. Jahrhundert konservieren die Portugiesen Fisch, indem sie ihn trocknen und einsalzen. In Portugal sagt man, dass es für jeden Tag im Jahr mindestens ein Bacalhau-Gericht gibt – das zeigt die Beliebtheit des getrockneten Fischs ebenso wie seine Vielfalt als Zutat. Er wird roh gegessen, mariniert, gegrillt, gekocht, in Suppen, Salaten, Vorspeisen (Pastel de Bacalhau), Hauptgerichten und sogar Desserts verarbeitet. Auf die traditionelle Produktion des getrockneten FIsches ist man in Portugal mindestens so stolz, wie auf die Fußballstars. Daher gibt es Bestrebungen, die Herstellungsweise europaweit als »traditionelle regionale Spezialität« schützen zu lassen.

Süße Sünde

Suppen, Eintöpfe, Grillgerichte – die portugiesische Küche bietet Feines für jeden. Besonders gut verstehen sich die Portugiesen auch auf die Zubereitung von Süßspeisen, allen voran Pastéis de Nata, auch bekannt als Pastéis de Belém. Vermutlich von Mönchen erstmals gebacken bestehen die Törtchen aus Blätterteig, gefüllt mit einer Puddingcreme, bestreut mit Puderzucker und/oder Zimt. Wem nun der Mund wässrig geworden ist: die Kette NATA Lisboa hat zwei Filialen in Wien (www.natalisboa.com).

Portwein als Star

Portugal ist vor allem auch Weinland und weltweit bekannt für den Portwein. Dieser wird ausschließlich im Gebiet des Dourotales gekeltert, das aufgrund seiner Landschaft zu den spektakulärsten Weibaugebieten weltweit zählt. Ein Teil des Dourotales ist heute UNESCO-Welterbe.

Östereich-Export

Auch wenn die Portugiesen in Sachen Fußball die Nase vorne haben dürften, ihre Alltagsküche vielfältig ist und das Land tolle Weine hervorbringt, beim Thema Spitzenköche könnten sie sich vielleicht doch noch etwas von Österreich abschauen. Nicht umsonst gilt ein Österreicher, nämlich der gebürtige Vorarlberger Dieter Koschina, als einer der besten Köche Portugals. Seit 1990 zeichnet er für die kulinarischen Geschicke der Vila Joya in Albufeira an der Algarve verantwortlich und hat sie zu einem kulinarischen Hotspot gemacht.

Blick in das Dourotal
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