Reinhard Gerer mit einer Teatro-Darstellerin © Werk
Reinhard Gerer mit einer Teatro-Darstellerin © Werk

Nach seinem Engagement in der »Bergstation Tirol« (Falstaff hat berichtet) geht Reinhard Gerer bereits das nächste abendfüllende Projekt an. Nachdem das erfolgreiche »Palazzo« vor fünf Jahren von
 einem deutschen Konzern übernommen wurde, hat sich Reinhard Gerer – 
so wie sein Freund und Kollege Alfons Schuhbeck in München – dazu
 entschlossen, nicht mehr nur die Menüs zu kreieren, sondern sein
 eigenes Wiener Gourmet-Theater zu gründen. Vor zehn Jahren hatte Gerer noch gemeinsam mit Toni Mörwald den »Palazzo« bespielt, nach einer nicht ganz friktionsfreien Trennung übernahm Gerer alleine. Pikanterweise liefert ab der Saison 2013 Mörwald das kulinarische Konzept für den »Palazzo« und Gerer positioniert sich nun als direkter Konkurrent.

Comeback von Manfred O. Tauchen
Die Show von »Reinhard Gerers teatro« will sich mit Wiener 
Lebensgefühl und dem Charme des internationalen Varietés präsentieren. 
Moulin Rouge trifft auf Wiener Doppelconference, gefolgt von 
atemberaubenden Artisten. Der österreichische Sänger, Schauspieler
 und Kabarettist Manfred O. Tauchen (den älteren Semestern als Teil von DÖF, Deutsch-Österreichischem Feingefühl, bekannt) kehrt nach Wien zurück und führt
 gemeinsam mit dem »Piefke Daniello« (Sven Pawlitschko) durch eine Show, 
die ganz dem Wiener Schmäh und der Lebensfreude der Berliner entspricht.

Leitung des Küchenteams vor Ort
Reinhard Gerer freut sich über die neue Herausforderung: »Nach zehn Jahren Gourmet-Theater in Wien war es mir
 wichtig, selber bestimmen zu können, was und wie viel auf den Teller 
kommt. Habe ich zuvor nur regelmäßig die Qualität der Menüfolge
 kontrolliert, so leite ich in meinem eigenen Gourmet-Theater ›teatro‹ 
das Küchenteam selbst und bin auch ständig vor Ort. Es ist ein großer 
Unterschied, ob man nur das Menü abzuliefern hat oder selber auch für 
dessen Umsetzung, Zubereitung und für den Service am Gast
 verantwortlich ist!«

Menü-Vorschau
Das erste teatro-Vier-Gang-Menü von Reinhard Gerer verwöhnt die Gäste mit 
einer Kombination von Kalbsrücken und Saibling, einer Melange von Erdäpfeln
 mit Mangalitzaspeck und Jakobsmuschel, sowie Rehnüsschen auf weißer 
Polenta mit Sauerkirschen und Pilzen. 
Der Abschluss zum Dessert präsentiert sich in einer Trilogie von 
Edelschokolade. Tickets gibt es ab 91 Euro.

Standort wird noch gesucht
Der »Original Wiener« Spiegelpalast wird von einer belgischen Firma gemietet und soll mit reichhaltiger Jugendstil-Ausstattung den Besucher in eine vergangene Welt eintauchen lassen: Buntgläser an Sockel und Zelthimmel,
 verzierte Milchgläser im Windfang, unzählige geschliffene
 Bleiglasspiegel an Säulen und in Brokat und Seide gekleideten Wänden. Der Standplatz des Spiegelzeltes steht noch nicht fest.

www.teatro-wien.at

(Bernhard Degen)

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