Erstes Rendering vom Lokal am Lugeck / Foto beigestellt
Erstes Rendering vom Lokal am Lugeck / Foto beigestellt

Was lange währt... Nach Monaten des Umbaus wird in den nächsten Tagen am Lugeck 4 im 1. Bezirk Wiens das gleichnamige Wirtshaus der Familie Figlmüller eröffnen. Wo einst in der Buddha Bar cooler City-Chic angesagt war, hält nun traditionelle Wiener Wirtshauskultur Einzug. Thomas Figlmüller erzählt im Gespräch mit Falstaff, dass noch kein genauer Eröffnungstermin genannt werden kann, weil es noch eine finale Verhandlung zur Betriebsanlagengenehmigung geben muss. Es wurde sehr viel komplett erneuert, was die Bürokratie etwas aufwendiger macht. Geplant sei jedenfalls ein Opening in der ersten Dezemberwoche, spätestens soll es die zweite werden. Umgesetzt wurde das Gastronomieprojekt mit dem Wiener Architekten Gregor Eichinger, verteilt auf zwei Etagen wird es über 220 Plätze geben.

Altes neu interpretiert
Die Brüder Hans und Thomas Figlmüller werden Wiener Küche in einem gemütlichen Ambiente servieren. Es soll ein »anständiges, urbanes, modernes Wirtshaus« werden, sagt Zweiterer. Der Standort, die Tradition und die Familiengeschichte sprechen für eine derartige Ausrichtung, weshalb man auch beim Interieur Zitate aus der Wiener Wirtshausgeschichte bringen will. Resopal wird ebenso eine Rolle spielen wie Emaille, das großflächig an den Wänden zum Einsatz kommen soll. Die Tische sollen wie früher vier Beine haben, keinen Mittelfuß.

Wiener Küche und spannende Weinkarte
Natürlich muss die Frage nach dem Schnitzel gestellt werden: Thomas Figlmüller erklärt, dass es kein tellerüberhängendes »Figlmüller-Schnitzel« geben wird, sehr wohl aber ein echtes Wiener Schnitzel aus Kalbfleisch. Auf die Erfahrung aus dem »Joma« aufbauend wird es eine große Auswahl an kleineren und leichteren Gerichten geben, wie Feuerfleck und Salate mit Saisonbezug. Freuen darf man sich jedenfalls schon auf die Weinauswahl, die Fiona Figlmüller mit Liebe und Akribie zusammengestellt hat. Die Sommelière, die mit der Eigenkreation »Rosè Viennois« viel Anerkennung in der Weinszene bekommen hat, legt großen Wert auf Natural und Orange Wines von bio-dynamischen Betrieben. Abgerundet wird das Getränkeangebot von zahlreichen Craft Bieren, mit denen die Figlmüllers im familieneigenen Bierlokal »figls« schon entsprechend Erfahrung sammeln konnten.

Die Schlüsselstellen sind bereits besetzt, wer sich noch für eine Mitarbeit interessiert kann sich bei der Familie Figlmüller melden:

www.lugeck.com

(Bernhard Degen/Marion Topitschnig)

 

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 meidet und am liebsten Campari Soda trinkt.