Gin liegt derzeit voll im Trend - das meint nicht nur der Falstaff Bar & Spirits-Guide, der den Spirit zur »Spirituose des Jahres« kürte. Auf dieser Erfolgswelle reitet auch der Negroni gerne mit, der Aperitif-Drink wurde im selben Guide als »Cocktail des Jahres« ausgezeichnet. Neben einem Drittel Gin kommt für einen Negroni noch ein Drittel Campari und ein Drittel Wermut ins Glas, mit Orangenzeste wird abgespritzt - fertig.

 

Christian Ebert in Aktion / Foto: Falstaff (Sascha Bunda)
Christian Ebert in Aktion / Foto: Falstaff (Sascha Bunda)

Doch wie viel Potenzial in diesem Drink wirklich steckt, das war das Thema eines exklusiven Workshops im Wiener Ritz-Carlton. Christian Ebert (eberts Cocktailbar), Geschäftsführer der 1. österreichischen Barkeeperschule, ließ die zweieinhalb Stunden wie im Flug vergehen. Schon im theoretischen Teil, in dem die Geschichte der drei Bestandteile des Negroni beleuchtet wurde, beeindruckte Ebert mit seinem Fachwissen. Dem gebürtigen Münchner war seine Leidenschaft für Spirits deutlich anzumerken, immer wieder musste er sich einbremsen, um den zeitlichen Rahmen nicht zu sprengen.

Das erste »Aha-Erlebnis« für die Teilnehmer gab es schon bei den unterschiedlichen Zubereitungsformen: Gerührt, geschüttelt oder auf Eis - wie groß der Bereich zwischen harmonisch-orangenbetont, Bitternoten und betonter Herbe mit allmählichem Wandel zum Harmonischen sein kann, erstaunte nicht nur die Anfänger. Für Fortgeschrittene besonders interessant waren dann die Rezeptvarianten: Chocolate Negroni etwa mit deutlichen Noten einer 90-prozentigen Schokolade - schon eher als Digestiv geeignet -, Kingston Negroni mit Appleton-Rum statt Gin, Contessa Negroni mit Aperol statt Campari - mit natürlich deutlich weniger Bitternoten, oder auch mit dem auf Artischocken basierenden Cynar statt Campari für Freunde herber Drinks - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

www.barschule.at


(sb)

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