Labestation in den Weingärten, die Röschitzer Pfarrkirche im Hintergrund
Labestation in den Weingärten, die Röschitzer Pfarrkirche im Hintergrund / Foto: Falstaff, Degen

Bereits zum sechsten Mal fand am vergangenen Samstag am Weingut Ewald Gruber die Krimiwanderung statt. Zwei talentierte Krimiautorinnen verfassten einen gefinkelten Plot und weder reichlich Wein noch ein Hagelunwetter konnten die Hobbydetektive von der Lösung des mörderischen Rätsels abhalten. Zum Auftakt gab es zur Stärkung Leberkäse-Semmeln und erfrischende Frizzantes. Autorin Kerstin Holzinger verlas den Prolog und die Winzerfamilie stellte die Charaktere der Geschichte dar. Anschließend wurden die Gäste in Gruppen eingeteilt, die sich in die Weinberge aufmachten, um weitere Indizien zu sammeln und den Fall zu lösen.

Stärkungen in den Weingärten
Bei jeder der vier Labestationen in und um Röschitz gab es kleine Schmankerl und jeweils zwei Weine zu verkosten – die Führer berichteten den Wanderern über die Arbeit in den Weingärten und die Weinbereitung. Frisch gestärkt wurden nach jeder Verköstigung weitere Kapitel des eigens für diesen Tag geschriebenen Krimis verlesen. Die Phantasie der engagierten Spürnasen war durch stetigen Weinkonsum bereits zusätzlich angeregt, doch brauten sich dunkle Wolken zusammen.

Schweres Gewitter
Winzer Ewald Gruber Senior war einer der Gruppenleiter, die durch die Weingärten führten. Als Lokalmatador nutzte er die Gelegenheit, um seine Gäste über die Vorzüge der jeweiligen Lagen, die Bodenbeschaffenheit und die klimatischen Einflüsse zu informieren. Noch bevor alle Gruppen sicher wieder am Weingut angelangt waren, brach unvermittelt ein heftiges Unwetter mit Wolkenbruch und Hagelschlag los. Da die meisten Kriminologen entweder gut ausgerüstet oder zumindest schon leicht angeheitert waren, tat der meteorologische Störfaktor der guten Stimmung keinen Abbruch. 

Auflösung des Falls
Im überdachten Weinkeller gab es ein reichhaltiges Buffett vom Gasthaus Weiler aus Laa an der Thaya und wiederum eine reiche flüssige Auswahl aus dem Gruber'schen Weinrepertoire. Die Familie Gruber bewirtschaftet eine Fläche von rund 80 Hektar, die Weingüter Schloss Maissau und Stift Altenburg eingeschlossen. Autorin Nadja Striteszky verlas den finalen Akt und klärte die weinselige Krimigemeinde über Mörder und Motive auf. 

www.gruberwein.at

(von Bernhard Degen)