»Medicine Wellness« im Herzen vom Salzkammergut

Vivamayr, Altaussee: Das »VIVAMAYR«-Resort in Altaussee ist ein Hotspot für die globale Detox-Szene. Im Indoor-Pool genießen Gäste Shiatsu unter Wasser, kurz »Watsu«.

© www.alexgretter.com

Vivamayr, Altaussee: Das »VIVAMAYR«-Resort in Altaussee ist ein Hotspot für die globale Detox-Szene. Im Indoor-Pool genießen Gäste Shiatsu unter Wasser, kurz »Watsu«.

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Auf den Promi-Accounts bei Instagram häufen sich vermehrt Schnappschüsse von Natureindrücken aus dem Ausseerland. Zuletzt etwa schickte Hollywoodstar Liv Tyler Urlaubsgrüße aus dem steirischen Salzkammergut, lobte die Landschaft und rückte sich und den Altausseer Hausberg Loser dabei trefflich ins Bild. Was ist denn bitte da los? Was treibt die Tochter von Aerosmith-Sänger Steven Tyler in den österreichischen Kurort? Warum werden hier regelmäßig auch andere VIP-Kaliber wie etwa Supermodel Kate Moss oder das britische It-Sternchen Donna Air gesichtet? 

Ganz einfach: In Altaussee steht seit zwei Jahren eines von zwei österreichischen »VIVAMAYR«-Resorts, die der ehemalige österreichische Finanzminister und Industrielle Hannes Androsch errichtet hat. Unter ärztlicher Aufsicht wird im traditionsreichen Kurort entgiftet, und gleichzeitig feiern internationale Medien und Lifestyle-Gazetten die Klinik und die Kurerfolge, die im traditionsreichen Luftkurort erzielt werden. Von Forbes bis zur Vogue, von CNN bis zur NZZ wird regelmäßig berichtet. 

Allerdings nicht nur der zahlreichen Promis aus Kultur, Unterhaltung, Politik und Wirtschaft wegen, die sich hier die Türklinke in die Hand geben. Der Grund ist der neue Trend »Medical Wellness«. In den letzten Jahren ist diese spezielle Art der Jungbrunnensuche zum blühenden Geschäftszweig avanciert. Luxus-Spas mit professioneller medizinischer Beratung und Betreuung sind gefragter denn je. Kein Wunder, denn die Gesundheitserhaltung und vor allem die Entschleunigung von erhöhten Stresslevels ist einer wachsenden Anzahl an Menschen ein großes Bedürfnis. Für »VIVAMAYR« stehen deshalb alle Zeichen auf Erfolg. Letztes Jahr eröffnete man in der Wiener Josefstadt eine Tagesklinik und heuer an bester Adresse in London. Demnächst sollen New York, Dubai und Istanbul folgen. 

Richtig detoxen: Das Haus beherbergt 60 Zimmer und einen medizinischen Kurbetrieb. 

© Herbert Lehmann, Wien

Schaut gut aus

Was dabei auffällt: Das Ambiente in den derzeit angesagtesten Detox-Tempeln ist in höchstem Maße stimmig. Denn bei vorgesetzten Diäten will man zumindest ein geschmackvolles Design genießen, das die Durchhaltekraft während der Kur unterstützt. Egal, ob man in einem Style-Palast wie dem preisgekrönten »Sha Spa« nahe der spanischen Hafenstadt Alicante eincheckt oder eben im obersteirischen Altaussee. »Wir haben bewusst ein Gesundheitszentrum geschaffen, in dem unsere Gäste die notwendige Ruhe und Gemütlichkeit finden, um die Kur möglichst komfortabel und zielbringend zu bewältigen«, kommentiert Dieter Resch, Geschäftsführer des »VIVAMAYR« Altaussee das optische Grundkonzept der Wellness-Klinik und bringt so auch gleich einen wichtigen Teilaspekt des Erfolgs auf den Punkt. Angenehmes Ambiente wirkt sich auf Detox-Erfolge aus. Man setzt dabei auf helle Farben, viel Licht und vor allem genügend Rückzugsmöglichkeiten für die Gäste. »Das Zusammenspiel sehr spezifischer Prozesse in Medizin und Hotel­planung wurde auch in der Architektur abgebildet«, ergänzt Resch.

»Sind die Gäste erst einmal in unserem Gesundheitszentrum angekommen, genießen sie auch die Qualität des Designs.«
Dieter Resch, Geschäftsführer VIVAMAYR Altaussee

Hellauf begeistert: Helle Farben und vor allem viel Licht sorgen für ein stimmiges Ambiente. Für Gäste gibt es im »VIVAMAYR« genügend Rückzugsmöglichkeiten. 

© Herbert Lehmann, Wien

Regionale Wurzelbehandlung

Verantwortlich dafür ist der Grazer Architekt Josef Hohensinn, der mit Feingefühl den Neubau am See ans Ortsbild angepasst hat. Das Resultat ist harmonisch und fügt sich in den alpinen Baustil ein, der Altaussee bestimmt. Das »VIVAMAYR« erhielt etwa eine Verschalung aus unbehandeltem Lärchenholz, Satteldächern und Dachvorsprüngen. »Das ›Parkcafé‹, eines der schönsten Häuser im Ort, diente als Vorbild«, erzählt der Hausherr.  Aber auch in der Inneneinrichtung präsentiert sich die edle Detox-Klinik regional verankert. Ein gutes Beispiel für das Zusammenspiel örtlicher Tradition und moderner Weltläufigkeit – immerhin kuren bis zu 80 Prozent internationale Gäste im Detox-Resort – ist die Teebar im Erdgeschoß des Hauses. »Das Interior stammt u. a. von internationalen Designern, es wurde aber bewusst dem lokalen Stil angepasst. »Wir ließen die Möbel mit hellen, bunten Stoffen in den Farben der Ausseer Tracht beziehen«, erklärt Dieter Resch. »Sind die Gäste erst einmal richtig ange­kommen, genießen sie natürlich auch die Qualität unseres Designs – das fördert die Kundenbindung.«

Speisesaal: Der Wiener Haubenkoch Martin Stein steht für die Kurgäste am Herd. Sie kochen freilich nach den Prinzipien der »Mayrkur«, was nicht heißt, dass die Speisen nicht munden. Auch Diät kann schmecken.

Foto beigestellt

In dieser Hinsicht ist es sicherlich kein Nachteil, dass demnächst auch Fantasie­-Genie André Heller mit aufs »VIVAMAYR«-Board aufspringt. Der Künstler wird für das Resort einen seiner berühmten Gärten an­legen. Und wer die Akribie kennt, mit der Heller seine bejubelten Skulpturengärten – etwa jene am Gardasee oder in Marrakesch – angelegt hat, darf sich jetzt schon freuen. So wie Dieter Resch: »Man darf noch nicht zu viel verraten, weil natürlich noch einiges in der Planungsphase ist, aber unser Garten soll blühen und vor allem auch im Winter sehr grün sein.« Die illustre Gästeschar des Hauses wird begeistert sein. 

Prächtiges Trachtenzitat: Die Farben der Altausseer Tracht spiegeln sich im Interior des Hotels wider.

Foto beigestellt

FACTS

Was kann die Mayrkur?

Die » VIVAMAYR «-Methode will Menschen einen gesunden Lebensstil lehren. Die Esskultur ist ein wesentlicher Bestandteil. Zentral ist dabei vor allem das lange Kauen von Bissen. 30 bis 40 Mal werden empfohlen. Ansonsten wird entgiftet und Diät gehalten. Alkohol und Kaffee sind verboten, im Gegenzug gibt es täglich drei bis vier Liter Wasser, ungesüßten Tee oder auch die »VIVAMAYR«-Basensuppe. So kommt der träge Darm wieder in Schwung. Die » VIVAMAYR«-Gesundheitszentren sind individualisiert und setzen auf ganzheitliche Behandlung. 

Aus dem Living Magazin 03/2017.

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